Theuring und TuS mit großem Willen zum ersten Dreier

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Mit der frühen Anstoßzeit kam der TuS Wüllen bei der SpVgg Vreden II deutlich besser zurecht. Dabei mussten die Gäste unnötig um den Sieg bangen.

Vreden

, 01.09.2019, 18:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lief schon die dritte Minute der Nachspielzeit, als Christian Theuring ein letztes Mal zum Vorstoß ausholte. Der Rückweg fiel schwer, der Routinier hatte alles abgerufen. Und kurz darauf wurden er und seine Teamkollegen vom Abpfiff des Schiedsrichter erlöst: Mit dem 1:0 bei der SpVgg Vreden II stand der erste Saisondreier fest. Und der Erfolg war keineswegs unverdient.

Nicht nur optisch – nach einem Kontakt mit einem Gegenspieler agierte der 27-Jährige ab den 20. Minute mit einem Kopfverband – stand Christian Theuring sinnbildlich für den leidenschaftlichen Einsatz der Gäste. Behindert habe ihn die Verletzung allerdings nicht: „Das passiert einfach mal, da muss es dann auch weitergehen, wenn es die Gesundheit zulässt. Ich denke aber nicht an mich, wichtig sind die Mannschaft und die Punkte. Und die drei Zähler heute waren für uns enorm wichtig.“

Wüllener wirken wacher

Zur frühen Stunde wirkten die Wüllener am Kirmessonntag vor allem vor der Pause wacher. Sie kamen gut in die Partie, machten das Zentrum dicht und störten immer wieder geschickt den aufkommenden Spielfluss bei den Gastgebern. Und sie erlaubten sich wenige Fehler. Mit zwei Ausnahmen im Spielaufbau, bei denen die SpVgg ihren Geschwindigkeitsvorteil ausspielen konnte. Zunächst wurde Michel Wilkes geblockt (24.), dann rettete Torhüter Hendrik Vortkamp gegen Wilkes hervorragend (36.). Auf der anderen Seite kam der TuS trotz überlegten Spiels selten in den torgefährlichen Raum. Und doch ging er mit einer Führung in die Pause: Einen Freistoß konnte Vredens Torhüter Daniel Siehoff, dem die Sicht zugestellt war, nur abklatschen, Christopher Behrendt schaltete schnell und traf (42.).

Theuring und TuS mit großem Willen zum ersten Dreier

Der Moment der Entscheidung: Christopher Behrendt (r.) reagiert nach einem Freistoß gedankenschnell. © Michael Schley

Deutlich offener wurde Durchgang zwei, die SpVgg Vreden II zeigte sich nun aktiver und drängte. Nach einer Ecke monierten die Vredener ein Handspiel eines Wüllener Abwehrspielers, aus der Kontersituation heraus hatte Alexander Edel die große Chance zur Vorentscheidung auf dem Fuß (52.). Noch größer war die Möglichkeit, die sich ihm zehn Minuten vor dem Ende bot. „Hätten wir nicht gewonnen, dann hätte ich mir sicher Vorwürfe gemacht“, so Edel dazu. Und da auch Behrendt zweimal den zweiten Treffer verpasste (70., 71.), blieb es spannend.

Bestraft wurde diese Fahrlässigkeit aber nicht, denn auch Vreden zeigte sich generös beim Auslassen der wenigen Großchancen: Jannis Robers visierte aus fünf Metern frei den Pfosten an (54.), gegen Florian Dünne rettete Vortkamp am kurzen Eck (73.). Ansonsten stand den Angriffsbemühungen der Wille der Wüllener entgegen.

„Frische hat gefehlt“

„Es ist zwar noch früh in der Saison, aber der Sieg war einfach wichtig. Das war mannschaftlich geschlossen. Natürlich müssen wir früher für Ruhe sorgen“, freute sich Wüllens Coach Uwe Stampfer. Vredens Trainer Björn Bennies erkannte die Leistung der Gäste an: „Das hat Wüllen clever gemacht – auch über das Mittel der Standards. Uns wird das nicht umwerfen, jedes Spiel ist anders. In acht Tagen stehen wir wieder auf.“

Er monierte allerdings die „fehlende Frische“ bei einigen seiner Akteure. Und ja, wacher waren an diesem Kirmessonntag die Gäste…


Vreden: Siehoff - Robers, T. Depenbrock (66. Schmieder), Hoffmann, Beuting (49. Resing), S. Hakvoort, Darev (46. Wesseler), Verwohlt, Nünning, Wilkes, Dünne (79. P. Depenbrock)
Wüllen: H. Vortkamp - Thebelt, Kortbuß, Gosling, Edel, Büning, C. Theuring, Böwing, P. Vortkamp (90.+1 L. Vortkamp), Bastron, Behrendt (90.+2 Schneider)
Tore: 0:1 Behrendt (42.)
Zuschauer: 110

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