TuS Wüllen wagt zweiten Anlauf in der dritten Liga

Kunstturnen

Es geht wieder los: Nach seinem Aufstieg in die 3. Bundesliga startet der TuS Wüllen am Sonntag in Dillenburg in die neue Saison. Und die dürfte für Wüllen eine echte Herausforderung werden.

Wüllen

, 27.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das TuS-Team beim Wettkampf 2018 in Stadtlohn. Während Henrike Reinders (l.) nicht mehr dabei ist, gehen Gabriele Venhues, Anna Schalk, Tilila Oughzou, Katharina Schalk, Pia Orthaus, Mina Schlüter und Hanna Reinders weiterhin für die Wüllener Riege an die Geräte.

Das TuS-Team beim Wettkampf 2018 in Stadtlohn. Während Henrike Reinders (l.) nicht mehr dabei ist, gehen Gabriele Venhues, Anna Schalk, Tilila Oughzou, Katharina Schalk, Pia Orthaus, Mina Schlüter und Hanna Reinders weiterhin für die Wüllener Riege an die Geräte. © Johannes Kratz

Ihren zweiten Anlauf in der 3. Bundesliga nimmt die Kunstturnriege des Wüllen in Angriff. 2017 hatten die Turnerinnen um Trainer Jürgen Schalk bereits ihr Glück in dieser Klasse versucht. Nach dem Abstieg und dem direktem Wiederaufstieg 2018 lautet das Ziel auch diesmal Klassenerhalt. Dass das schwierig genug werden dürfte, zeigt allein schon die Ausgangslage vor dem Auftakt-Wettkampf am Sonntag ab 10.30 Uhr im hessischen Dillenburg.

230 Kilometer entfernt

Während in der Heimat Wüllen Schlüsselübergabe und anschließende Rosensonntagsparty auf dem Programm stehen, werden die TuS-Turnerinnen rund 230 Kilometer entfernt an den Geräten versuchen, sich in Stimmung für das Unternehmen Klassenerhalt zu bringen. Das ohnehin schon harte Ringen um erste Punkte für den Ligaerhalt erschwert die Personalsituation zum Saisonauftakt. Mit Katharina und Anna Schalk befinden sich zwei Leistungsträgerinnen auf Weltreise und können dem Team nicht helfen. Auch die Niederländerin Tilila Oughzou, die in der Saison zum TuS-Kader zählt, steht am Sonntag noch nicht zur Verfügung. „Natürlich wird es mit diesen Ausfällen schwer“, weiß Trainer Jürgen Schalk. „Aber das Positive ist, dass die anderen jetzt zeigen können, wie wichtig sie für unsere Mannschaft sind.“

Kader breiter aufgestellt

Und diese Mannschaft hat der TuS zur neuen Saison bewusst breiter aufgestellt. So dürfen sich Hanna Schepers und Anna Romahn aus der zweiten Mannschaft nun im Drittliga-Team behaupten. Außerdem zählt Johanna Fähndrich aus Marl, schon seit einiger Zeit beim TuS im Training, nun zum Kader. Die Neuzugänge haben auf Trainer Schalk bisher einen starken Eindruck gemacht.

Weiterhin mit dabei sind die bewährten Kräfte Pia Orthaus – nach schwerem Sturz in der in der Vorbereitung wieder auf dem Damm –, Hanna Reinders, Gabriele Venhues, Mina Schlüter sowie die Schalk-Zwillinge. Anstelle von Tilila Oughzou startet im ersten Wettkampf ihre Landsfrau Nadieh van Pol. Emma Oosterhuis ist gemeldet, aber erst einmal nicht fest eingeplant. Nicht mehr dabei ist Henrike Reinders, die aus beruflichen Gründen etwas kürzertritt und sich der zweiten Mannschaft angeschlossen hat.

Die erste Mannschaft macht am Sonntag den Anfang am Boden, wo Trainer Schalk dem Team „ganz gute Chancen“ einräumt. Gleiches gilt für den Sprung. Eng könne es am Barren werden, wo der TuS auf hochwertige Übungen von Katharina und Anna Schalk verzichten muss. Und am Balken gelte es vor allem, ohne Stürze durchzukommen. Zu welcher Platzierung es am ersten Wettkampftag reichen könnte? Auch für Jürgen Schalk wegen vieler Veränderungen bei der Konkurrenz schwer zu beurteilen.

Im Saisonverlauf traut er seiner Mannschaft durchaus zu, den ein oder anderen der sieben Gegner hinter sich zu lassen. Zu den Topfavoriten der Klasse zählen für ihn Mitaufteiger SSV Ulm II sowie die TG Breisgau, Vizemeister der Vorsaison. Weitere Konkurrenten sind: VfL Kirchheim, TSV Unterhaching, TB Neckarhausen, TG-TV Herkenrath und TG Rhein-Main.

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