TuS Wüllen will Drittliga-Wettkampf auch unter Auflagen ausrichten

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Die Deutsche Turnliga hat sich festgelegt: Die ausstehenden Bundesliga-Wettkämpfe sollen ausgetragen werden. Davon betroffen ist auch der TuS Wüllen – und Trainer Jürgen Schalk optimistisch.

Wüllen

, 03.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Coronakrise hat auch die Kunstturner ausgebremst. Zwei Wettkämpfe in der 3. Bundesliga Nord, in der auch der TuS Wüllen startet, sind bereits ausgefallen. Die beiden noch ausstehenden sollen nach dem Wunsch der Deutschen Turnliga aber stattfinden. Das hat das Präsidium in einer Mitteilung verlauten lassen und die betroffenen Vereine aufgerufen, sich zu positionieren.

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Doppelt betroffen ist der TuS Wüllen. Zum einen als Teilnehmer, zum anderen als Ausrichter des abschließenden Wettkampfes am 14. November in der Vesterthalle. „Wir haben am Montag ein Schreiben erhalten, in dem wir uns zur Fortsetzung der Saison äußern sollten“, so TuS-Trainer Jürgen Schalk. „Wir haben geantwortet, dass wir – je nach aktueller Corona-Lage – bereit wären, ab Oktober in der Liga anzutreten.“ Am 17. Oktober würde der erste Wettkampf stattfinden.

TuS-Turnerinnen seit zwei Wochen wieder im Training

Darauf bereitet sich das TuS-Team seit zwei Wochen wieder im Training vor. „Wir konnten bei einem privaten Turnzentrum in Greven trainieren, das schon früher wieder geöffnet war“, erklärt Schalk. „Unsere Turnerinnen sind schon in besserer Verfassung, als ich es nach der langen Pause erwartet hätte.“

Ab Mittwoch, 3. Juni, kann das Team dann wieder in der gewohnten Umgebung der Wüllener Turnhalle seine Übungen einstudieren. Etwas anders als gewohnt sind dagegen die besonderen Maßnahmen: Training in getrennten Gruppen, Geräte desinfizieren und Weiteres. „Das ist aber alles gut machbar, zumal wir momentan ohnehin noch an den Basics arbeiten und es wenig Kontakt gibt, wie zum Beispiel bei der Hilfestellung“, sagt Jürgen Schalk.

TuS-Trainer Jürgen Schalk (l.) ist derzeit optimistisch für die Fortsetzung der Saison.

TuS-Trainer Jürgen Schalk (l.) ist derzeit optimistisch für die Fortsetzung der Saison. © Johannes Kratz

Und auch für den geplanten Wettkampf in der Vesterthalle ist der TuS-Trainer optimistisch. „Wir würden ihn grundsätzlich gern austragen, notfalls auch ohne Zuschauer und unter Auflagen“, sagt Schalk. Natürlich müsse auch die Stadt dafür grünes Licht geben. Kurzfristig finden nun auch noch weitere Videokonferenzen mit den anderen Vertretern der Liga statt, um das weitere Vorgehen zu beraten.

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Noch offen ist zum Beispiel die Frage, ob die beiden bereits ausgefallenen Wettkämpfe in Heidelberg und Ochtrup noch nachgeholt werden können. Jürgen Schalk sagt: „Ich kann mir eigentlich schwer vorstellen, dass noch zwei Wettkämpfe in den engen Terminkalender reinpassen.“ Für den Trainer stellt sich im Anschluss daran die Frage, ob denn eine Saison mit gegebenenfalls nur zwei Wettkämpfen überhaupt regulär gewertet werden könne.

Doch abseits der Detailfragen freuen sich die Wüllenerinnen nun erst einmal, wieder in der Gruppe trainieren zu können. Und wahrscheinlich in diesem Jahr sogar noch Wettkämpfe bestreiten zu dürfen.

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