Überkreisliche Staffeln werden flexibler

Staffeleinteilungen

Bei der Staffeleinteilung der überkreislichen Ligen zeigten die Verantwortlichen mehr Flexibilität als sonst. Die SpVgg Vreden spürt das.

Ahaus

, 05.07.2018, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Staffeleinteilung überraschte der Verbandsfußballausschuss mit einer ungewohnten Flexibilität. Regionale Aspekte wurden verstärkt berücksichtigt. So begrüßt die SpVgg Vreden in der Westfalenliga 1 nur 14 statt 15 Gäste.

Bei der Staffeleinteilung überraschte der Verbandsfußballausschuss mit einer ungewohnten Flexibilität. Regionale Aspekte wurden verstärkt berücksichtigt. So begrüßt die SpVgg Vreden in der Westfalenliga 1 nur 14 statt 15 Gäste. © Schley

Eine Landesliga mit 16 Mannschaften, zwei mit 15, die vierte mit 18: Die Staffeleinteilung der überkreislichen Ligen durch den Verbandsfußballausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (Münsterland Zeitung berichtete) hat durchaus für Verwunderung gesorgt. Für die Vereine aus dem Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung hielten sich die Überraschungen grundsätzlich in Grenzen – es gab sie aber. Ein Überblick.

„Wir haben zu 90 Prozent die Wünsche der Vereine erfüllen können“, erklärte Reinhold Spohn, der Vorsitzende des VFA. Der Verband ist bei der Einteilung der überkreislichen Staffeln von seinem Prinzip deutlich abgewichen, nachdem die Ligen alle möglichst gleichgroß und mit einer geraden Anzahl an Mannschaften zusammengesetzt werden. Regionale Präferenzen fanden Gehör. Das betrifft auch die SpVgg Vreden als höchstrangige Mannschaft im Fußballkreis Ahaus/Coesfeld. Mit nur 15 Teams ist deren Westfalenliga 1 in der neuen Saison besetzt, die Parallelstaffel 2 besteht aus 17 Vereinen. „Es wollte keine Mannschaft aus der Gruppe raus“, nannte Alfred Link, Staffelleiter der Westfalenliga 2, den Grund für das Ungleichgewicht. Kandidaten wären unter anderem der Lüner SV oder der TuS Sinsen gewesen. Somit muss sich die SpVgg Vreden nur auf vier Aufsteiger aus den Landesligen neu einstellen: SV Mesum und Borussia Emsdetten aus dem nahen Kreis Steinfurt sowie RW Maaslingen und VfL Theesen, sämtlich Rückkehrer.

Nur 14 Gegner für Vreden

Der einzige Oberligaabsteiger, der TSV Marl-Hüls, wurde in die Staffel 2 eingruppiert. Der ostwestfälische Einschlag hat noch einmal zugenommen. „Richtige Überflieger“ konnte Vredens Trainer Rob Reekers beim Trainingsauftakt nicht ausmachen. Zumindest auf den ersten Blick. Die unterschiedliche Staffelstärke hat allerdings Auswirkungen auf die Abstiegsfrage: Aus der Staffel 1 steigen fix nur die beiden Tabellenletzten ab, aus der Staffel 2 die drei Letzten. Der Drittletzte der Westfalenliga 1 ermittelt nach der Saison gegen den Viertletzten der Westfalenliga 2 den sechsten Absteiger. Dem Kandidaten aus dem Staffel 2 steckt dann mehr Aufwand in den Knochen, dafür fehlt den Teams aus der Staffel 1 eine Heimspiel-Einnahme.

Zum Derby zwischen Eintracht Ahaus und dem SuS Stadtlohn kommt es erwartungsgemäß in der Landesliga 4, der einzigen Landesliga mit Sollstärke 16. Neben dem Stadtlohner Mitabsteiger BSV Roxel trifft das Duo gleich auf drei Aufsteiger: SG Bockum-Hövel, Westfalia Kinderhaus und VfB Hüls. Das überschaubare Einzugsgebiet wird in sich gestärkt.Auf einen Absteiger aus der Landesliga 4 (DJK Eintracht Coesfeld) und gleich vier Aufsteiger aus den Kreisen Ahaus/Coesfeld und Recklinghausen muss sich der TuS Wüllen in der Bezirksliga 11 einstellen. Unter den Neulingen sind erwartungsgemäß auch die SpVgg Vreden II und der VfL Billerbeck. Der Wunsch der beiden Eperaner Vereine, in die Staffel 12 versetzt zu werden, fand ebenso erneut keine Berücksichtigung wie die Erwartung von Union Lüdinghausen, aus der Staffel 8 umgruppiert zu werden. Entsprochen wurde hingegen dem Antrag des FC Marl, der nun in der Bezirksliga 9 antritt.

Oeding umgruppiert

Bei den Frauen darf sich Union Wessum weiterhin in der Landesliga 3 nun auf das Derby mit Aufsteiger Fortuna Gronau freuen. Ebenso neu in der Klasse sind Absteiger Concordia Flaesheim und Aufsteiger SV Herbern. Auf deutlich mehr neue Gegner muss sich der FC Oeding einstellen. Denn der FC wechselt von der Bezirksliga 6 in die Bezirksliga 5. In diese steigt auch Aufsteiger SpVgg Vreden auf. Die Fahrstrecken nehmen zu und übersteigen nunmehr gar die in der Landesliga 3. Es geht von Gelsenkirchen bis nach Vreden und von dort bis nach Senden. Und das in der Bezirksliga. Für die Oedinger Trainerin Meike Roters „verschmerzbar“: „Ich bin gar nicht so unglücklich mit der Liga. Wir treffen auf keine zweiten Mannschaften mehr. Alles wird ein wenig planbarer.“ Testspiele in der Vergangenheit ließen darauf schließen, dass die Staffel 5 auch sportlich ein wenig schwächer einzuschätzen sei. Und „frischer Wind“ tät auch einmal gut.

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