„Überrascht, wie schön es ist“

Fußball: Interview mit Stefan Thesker

Mit dem Wechsel zu Hannover 96 im Sommer ist der Wüllener Stefan Thesker einen weiteren Schritt in seiner Profikarriere gegangen und stand zuletzt im Gastspiel bei Hertha BSC Berlin erstmals in der Startelf. Im Interview mit der Münsterland Zeitung spricht der 23-Jährige über seine Situation.

AHAUS

, 12.11.2014, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hannovers Stefan Thesker (l.) bejubelt mit Marcelo und Kenan Karaman den 1:0-Erfolg im Spiel gegen Frankfurt.

Hannovers Stefan Thesker (l.) bejubelt mit Marcelo und Kenan Karaman den 1:0-Erfolg im Spiel gegen Frankfurt.

Ich befasse mich nicht mit solchen Bewertungen. Wichtig ist nur, was der Trainer und die Mitspieler sagen und wie ich meine eigene Leistung sehe.

Da ich vorher erst zehn Minuten für Hannover auf dem Platz gestanden habe, musste ich erst mal reinkommen. Mit der ersten Halbzeit war ich gut zufrieden, die zweite war eher ausbaufähig. Aber dafür, dass ich als Linksverteidiger eine für mich ungewohnte Position gespielt habe, war es schon in Ordnung, denke ich.

Das kann ich so nicht beurteilen, das muss der Trainer beantworten. Ich bin erst mal froh, dass es jetzt mit den ersten Einsätzen geklappt hat.

Sehr gut, die Stadt gefällt mir richtig gut. Ich war vorher noch nie in Hannover und bin überrascht, wie schön es hier mit dem Maschsee und so weiter ist. Ich habe in zentraler Lage eine schöne Altbauwohnung gefunden. Auch mit den Mitspielern verstehe ich mich gut, am meisten habe ich mit Lars Stindl, Jan Schlaudraff und Artur Sobiech zu tun. Auch meine Freundin und deren Freundinnen verstehen sich gut, von daher passt alles.

Im Vergleich zu Hoffenheim stehen einfach mehr Leute hinter der ganzen Sache, 96 ist ein Traditionsverein. Hier wird auch in der Stadt, die ja deutlich größer ist, viel mehr über den Verein gesprochen. Von der Qualität der Mannschaft her ist der Unterschied kaum vorhanden. Was anders ist als in Holland ist auf jeden Fall der Druck, auch von den Medien. Das gibt es in Holland eigentlich kaum.

Schwer, da jetzt einen hervorzuheben. Ich habe auch mit vielen anderen sehr guten Leuten zusammengespielt wie Lewis Holtby, Kevin Vol-land, Sebastian Rudy, Matthias Ginter oder Tony Jantschke. Würde ich einen einzelnen nennen, würde ich vielen nicht gerecht werden.

Kurzfristig möchte ich auf jeden Fall so viele Einsatzminuten wie möglich sammeln. Es hat ja bis zum zehnten Spieltag gedauert, bis der erste Kurzeinsatz kam, am elften der erste von Beginn an. Ich hoffe, es kommen noch viele dazu. Was langfristig ist, darüber mache ich mir keinen Kopf, im Fußball kann alles sehr schnell gehen. Wie gesagt, ich habe für vier Jahre einen Vertrag und versuche, mich in dieser Zeit so gut wie möglich weiterzuentwickeln.

In den ganzen letzten Jahren habe ich den Kontakt immer gepflegt. Ich versuche, so oft wie möglich bei meinen Eltern in Wüllen zu sein. Wenn ich da bin, schaue ich mir gerne die Spiele des TuS an. Da spielen noch einige Jungs, mit denen ich in der Jugend zusammengespielt habe wie Hendrik Vortkamp, Klaus Büning oder Tim Sicking. Es ist immer super, mal wieder zu Hause zu sein.

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