VfL Ahaus muss in Werne experimentieren: „Haben nichts zu verlieren“

mlzVolleyball-Oberliga

Trotz unglücklicher Auftaktniederlage geht der Ahauser Coach Sebastian Förster gelassen in die Partie beim TV Werne. Ein Blick auf die Ausfallliste belegt, dass der VfL nur gewinnen kann.

Ahaus

, 12.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie war in Teilen schon unglücklich, die Auftaktniederlage gegen Schwerte. Doch das, was er über weite Strecken gesehen hatte, das stimmte den Ahauser Trainer Sebastian Förster durchaus zuversichtlich. Ob sich diese Eindrücke am Samstag ab 17 Uhr im ersten Oberliga-Auswärtsspiel der Saison beim TV Werne verfestigen lassen, dazu lassen sich nur schwer Aussagen treffen. Die Rahmenbedingungen sind komplett andere.

Drei Stammspielerinnen fallen aus

Mit den Stammzuspielerinnen Jule Lösing und Larissa Dues sowie der Hauptangreiferin Jana Schlettert ist ein schlagkräftiges Trio verhindert. „Da ist es natürlich schade, dass Werne nicht verlegen wollte. Wir werden nun in jedem Fall mit engem Kader experimentieren müssen“, so Förster.

Jetzt lesen

Einige Beispiele: Sophia Bartholme könnte auf die Zuspiel-, Sophie Almering auf die Diagonal- und Karlotta Wigger auf die Außenposition wechseln. Der Trainingsansatz, die Spielerinnen flexibler zu machen, muss früh zwangsläufig zum Tragen kommen. Gerade die jungen Spielerinnen werde man dennoch behutsam an die neuen Aufgaben heranführen, so Förster.

Unter diesen Voraussetzungen geht der VfL mit dem Vorsatz in die Partie, den Gegner zumindest ärgern zu wollen. „Für jeden Punkt, den die Mannschaft dem TV abknöpft, bin ich dankbar. Und wer weiß, ob sich das Team dann nicht auch Selbstvertrauen erarbeiten und immer mutiger werden kann“, betont Förster, dass seine Mannschaft nichts zu verlieren hat. „Wenn dann am Ende auch eine Niederlage stehen sollte, dann werde ich dem Team keine Vorwürfe machen. Aber alle sollen alles geben und versuchen, was machbar ist.“

Erinnerungen an 2018 werden wach

Der TV Werne unterlag im ersten Saisonspiel dem Klassenneuling aus Bielefeld knapp mit 2:3. Eine besondere Begegnung gab es 2018 zwischen beiden Mannschaften. Der TV Werne stieg seinerzeit in der Dreier-Auf- und Abstiegsrelegation mit dem RC Sorpesee II in die Verbandsliga ab, der VfL aus dieser auf, obwohl man im ersten Spiel noch Werne unterlegen gewesen war. Nun trifft man sich in der Oberliga wieder.

Lesen Sie jetzt