Vielseitiger Austauschschüler

17-jähriger US-Amerikaner im Fußball und Schwimmen erfolgreich

Zehn Monate hat Ian Dickinson in Ahaus verbracht. Wenn der US-amerikanische Austauschschüler das Westmünsterland am Samstag wieder verlässt, werden ihm neben den vielen kulturellen Eindrücken auch seine sportlichen Aktivitäten bestens in Erinnerung bleiben. Vor allem die im Schwimmbecken, denn beim DLRG-Schwimmen schaffte es der 17-Jährige bis zur Landesmeisterschaft.

AHAUS

, 30.06.2015, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vielseitiger Austauschschüler

Zusammen mit dem DLRG-Rettungsschwimmer Jannik Böwing (l.) hat Ian Dickinson im Ahauser Bad trainiert und sich innerhalb von vier Monaten über Vereins- und Bezirksmeisterschaften für die Landesmeisterschaften qualifiziert.

Schwimmen zählte auch in seiner Heimat nahe Philadelphia schon zu Dickinsons Hobbys. In Deutschland entdeckte er aber auch eine neue Leidenschaft, und zwar für den Fußball. „Ich habe nie so viel Fußball gesehen und gespielt wie in meiner Zeit hier. Das ist ein toller Sport, den ich auf jeden Fall in den USA weitermachen werde“, sagt der Amerikaner.

Gekickt hat er bei den B-Junioren des FC Ottenstein unter den Trainern Stefan Lenting und Stefan Eink. Dickinson lief im Sturm auf für das Team, das am Saisonende Dritter in der Kreisliga B wurde.

In Ottenstein verbrachte Dickinson die ersten fünf Monate seines Aufenthalts bei der Familie Gerick, ehe er nach Ahaus zur Familie Auf’m Kolk zog. In dieser Zeit lernte er auch den Ahauser Jannik Böwing kennen, der ihn mitnahm zum DLRG-Training. „Ian ist ein sehr talentierter Schwimmer“, attestiert ihm sein Trainingspartner. Und das ist nicht nur so daher gesagt: Innerhalb von vier Monaten schaffte es Dickinson, sich über Vereins- und Bezirksmeisterschaften für die Landesmeisterschaften zu qualifizieren und belegte Platz 19 von 22.

„Westfalen ist das stärkste Land bei den DLRG-Wettkämpfen, deshalb ist das ein gutes Ergebnis für ihn“, betont Böwing.

Bundesligaspiel

Neben diesem Highlight schwärmt der Austauschschüler auch von einem Großereignis als Zuschauer: dem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund gegen Hannover 96 in der Hinserie der abgelaufenen Saison. „Wahnsinn, was da für eine Stimmung war.“ Besonders angetan hat es ihm dabei Marco Reus, dessen Trikot er sich auch prompt kaufte. Das ist allerdings nur eines der vielen Erinnerungsstücke, die er mit in seine Heimat nimmt. „Ich bin einfach froh, dass ich diesen Austausch gemacht habe. Ich werde die Jungs aus Ottenstein auf jeden Fall vermissen.“ 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt