Vier Tore von Hinkelmann bringen nur Remis

mlzFußball-Landesliga

Konfuse Eintracht verspielt gegen den SV Dorsten-Hardt eine 4:0-Führung. Über seinen Viererpack konnte sich Maximilian Hinkelmann am Ende überhaupt nicht freuen.

Ahaus

, 08.09.2019, 19:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Maximilian Hinkelmann die Glückwünsche zu seinem vierten Treffer entgegennahm, da träumte wohl niemand davon, dass diese 4:0-Führung (2., 10., 23., 33.) gegen den SV Dorsten-Hardt nicht zu drei Punkten reichen sollte. Am Ende stand es dennoch 4:4 – und das für die Gastgeber sogar noch glücklich. Letztlich konnten beide Landesligisten nach konfusen 90 Minuten von einer „gefühlten Niederlage“ sprechen.

Maximilian Hinkelmann hatte vor zwei Spielzeiten bereits sechs Mal in einem Spiel getroffen, davon fünf Mal in einer Hälfte. Seinerzeit gewann die Eintracht auch sicher mit 6:0 in Werne. Nun machte er gestern eine neue Erfahrung: „Erst gelingt mir mit jedem Schuss ein Treffer und dann so etwas. Da kann ich mich nicht freuen“, erläuterte der Torjäger nach dem Abpfiff. Und auch bei seinen Mannschaftskameraden blickte man nach Abpfiff in ratlose Mienen, das Spiel hatte Spuren hinterlassen.

Die Gäste aus Dorsten jubelten zu Recht. Sie steckten nie auf – und bekamen mit dem Anschlusstreffer durch Johannes Liesenklas so richtig Rückenwind (39.). Das Aluminium und Torhüter Christian Teriet war es allein zu verdanken, dass die Ahauser bis zur Pause von weiteren Gegentoren verschont blieben. Die Eintracht hatte Zeit, sich neu zu sortieren. Haarsträubende individuelle Fehler erstickten aber jegliche aufkommende Stabilität im Keim. Binnen drei Minuten sorgten Jens Maximilian Lensing (51.) und Jannis Scheuch (54.) dafür, dass die Brust bei den Gästen immer breiter wurde. Tim Wellers stellte dann gar den Ausgleich her (70.).

Eintracht im Glück

Und hätte Niklas Scheuch nicht nur den Pfosten getroffen (75.) und Jannis Scheuch nicht am leeren Tor vorbei gezielt (86.), das vollendete Comeback des SV wäre komplett und verdient gewesen. Auf Ahauser Seite stemmte sich Hinkelmann gegen das drohende Unheil, doch klatschte seine Abnahme auf die Latte (71.) und sein Kopfball rauschte übers Tor (77.). Das war’s. Der Schlusspfiff war am Ende eine Art Erlösung für die Eintracht, die zumindest nach dem vierten Gegnertreffer eine leichte Reaktion zeigte.

„Das ist nicht erklärbar. Wenn ich sehe, wie selbst gestandene Spieler Böcke in Reihe produzieren, dann kann es unser Ansinnen erst einmal nur sein, wieder in die Spur zu finden und Demut zu zeigen.“ Auch Trainer Frank Wegener war anzumerken, dass er diese „gefühlte Niederlage“ erst einmal sacken lassen musste.

Eintracht Ahaus - SV Dorsten-Hardt 4:4
Ahaus: Teriet - Brillert, Vennemann, Ransmann, Almering, Reinfeld, Reckers (32. Wieland; 81. Diallo), Erning, Böing, Hoffmann (60. Dayan), Hinkelmann
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Hinkelmann (2., 10., 23., 33.); 4:1 Liesenklas (39.); 4:2 Lensing (51.); 4:2 J. Scheuch (54.); 4:4 Wellers (70.),
Zuschauer: 55.

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