Einmal mit dem Bus nach Barcelona und zurück – das entspricht in etwa der Strecke, die die SpVgg Vreden in dieser Saison an den Auswärtsspieltagen zurücklegt. Die längste steht am Sonntag an.

Vreden

, 28.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Reise zum Aufsteiger TuS Tengern stellt am Sonntag für die SpVgg Vreden nicht nur eine Premiere dar, sondern mit rund 163 Kilometern pro Weg auch die längste Auswärtsfahrt. „Wir hoffen natürlich, dass es keine Kaffeefahrt wird und wir die Punkte mit nach Hause bringen“, sagt Trainer Rob Reekers.

Nach Ostwestfalen muss der Blau-Gelbe Tross in der Liga häufig fahren. Der Platz des TuS Tengern in der Gemeinde Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke ist dabei der entlegenste. „Wir planen eine reine Fahrzeit von 2:15 Stunden für die Hinfahrt ein, dazu kommen Kaffeepausen, sodass wir am Sonntag schon um 10.45 Uhr an unserem Stadion abfahren werden“, erklärt SpVgg-Obmann Ede Kampshoff. Und auch diese Auswärtsfahrt folgt dem festen Ablauf, der sich bei den Blau-Gelben im Laufe der Jahre verfestigt hat.

Ziel ist es immer, anderthalb Stunden vor Anpfiff auf der jeweiligen Sportanlage einzutreffen. Rund eine Stunde vor der Abfahrt treffen sich Obmann Kampshoff und der Betreuerstab, um Trikots, Bälle, Leibchen und natürlich Proviant für die Fahrt in den Bus zu verladen. Dabei handelt es sich seit mittlerweile 25 Jahren um einen Reisebus der Firma „Weltenbummler Reisen“ aus Vreden, die auch jeweils den Busfahrer stellt.

Feste Sitzordnung

Das Gefährt, das in der gesamten Saison rund 3200 Kilometer mit der SpVgg zurücklegt, bietet Platz für rund 50 Personen, ab und an fahren auch Zuschauer aus Vreden kostenfrei mit zu den Auswärtsspielen. Die Vredener haben dabei eine mehr oder weniger feste Sitzordnung. Die ersten Reihen besetzen die Trainer und Betreuer, dahinter teilen sich die Spieler auf. Nach der Abfahrt in Vreden folgt ein zweiter Halt am Ahauser Finanzamt, wo die restlichen Spieler zusteigen.

Auf der Hinfahrt verpflegt sich die Reisegruppe mit Kaffee, Kuchen und Bananen. Nach getaner Arbeit auf dem Platz warten vor dem Bus Snacks wie Schnitzelbrötchen, ehe es wieder Richtung Heimat geht. „Auf der Rückfahrt werden dann auch die Bier-Reserven angerührt“, erklärt Ede Kampshoff. Nach Siegen schmecken die Kaltgetränke natürlich besser. Und darauf hoffen die Vredener auch an diesem Sonntag, wenn sie sich auf die lange Rückreise vom Tabellenschlusslicht begeben. Wie Reekers schon sagt: Es soll keine Kaffeefahrt werden.

Vredener Reisegruppe erkundet Neuland in Tengern

Jannik Enning (r.) kehrt nach Gelb-Rot-Sperre in den Vredener Kader zurück. © Sascha Keirat

Reekers: „Die Punkte holen wir nicht im Vorbeigehen“

Nach zuletzt zwei Niederlagen bei Borussia Emsdetten und zu Hause gegen den SC Herford ist die SpVgg Vreden beim Schlusslicht TuS Tengern schon in der Pflicht zu gewinnen, um weiter an den Spitzenrängen dranzubleiben.

Vier Punkte beträgt aktuell der Rückstand der Vredener (Platz 6) auf Tabellenführer SC Roland. Tengern steht erst bei einem Zähler. „Aber die Punkte holen wir da nicht im Vorbeigehen“, ist sich SpVgg-Trainer Rob Reekers sicher.

Der Gegner sei vor allem physisch stark, wogegen sich die SpVgg – mit 16 Treffern die beste Offensive der Liga – etwas einfallen lassen müsse. Vor allem die Chancen sollten besser genutzt werden als zuletzt.

In den Vredener Kader kehrt Innenverteidiger Jannik Enning nach Gelb-Roter Karte zurück. Ein Fragezeichen steht derzeit noch hinter dem Einsatz von Bas Reekers und Torwart Ricardo Ottink, die beide zuletzt krank waren, sowie Raul Völkering.

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