Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Vredener Wille macht lange Unterzahl wett

Fußball-Westfalenliga

70 Minuten musste die SpVgg gegen Herford mit zehn Mann agieren. Das schien die Mannschaft beim verdienten 2:0-Sieg nicht weiter zu beeindrucken.

Vreden

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Vredener Wille macht lange Unterzahl wett

Ein Vorbild an Einsatz war am Sonntag Niklas Hilgemann (M.) , der nicht nur wegen seines Führungstreffers zu einer wichtigen Säule im Spieler der Vredener erwuchs. Durch enormes Engagement nahm die SpVgg dem Gast den Spaß.

Die Erleichterung war in allen Winkeln des Hamalandstadions spürbar: Mit dem 2:0 gegen den SC Herford hat die SpVgg Vreden den Negativtrend vorerst gestoppt. Erneut sah sich der Westfalenligist dabei einer frühen Unterzahl nach Gelb-Roter Karte gegen Niklas Niehuis (20.) gegenüber – doch das fiel nicht weiter auf. Im Gegenteil: Es schien die Gastgeber eher weiter anzustacheln, noch mehr reinzuwerfen.

Die Partie hatte den perfekten Start: Bereits nach drei Spielminuten holte der emsige Niklas Hilgemann zur Führung aus. Herford hatte schnell die passende Antwort parat: Nach einem Missverständnis zwischen Bas Reekers und Jannik Enning hatte Dimitrios Nemtsis den Ausgleich auf dem Fuß, doch Vredens Torsteher Sören Stauder parierte glänzend (8.). Der Routinier sollte später zum großen Rückhalt seiner Mannschaft werden. Bevor Niehuis seine zweite Gelbe Karte wegen einer „Schwalbe“ sah, hätte Hilgemann fast schon nachgelegt (18.).

Nach dem Platzverweis musste sich Vreden kurz neu sortieren, die Gäste verstanden es nicht, ein geordnetes Überzahlspiel aufzuziehen. Nur einmal noch näherte sich wiederum Nemtsis dem Vredener Tor gefährlich an (33.).

Vredener Wille macht lange Unterzahl wett

Trotz eines frühen Platzverweises gegen Niklas Niehuis (r.) sahen Rob Reekers (M.) und Yuzuru Okuyama (l.) eine überlegene Vredener Mannschaft. © Michael Schley

Mit dem Willen, sich angesichts der Unterzahl erst gar nicht zurückzuziehen, kamen die Hausherren aus der Kabine. Cihan Bolat ließ die große Chance zum 2:0 liegen (46.), kurz darauf stocherte Hilgemann den Ball über die Linie – der Torhüter soll aber die Hand am Ball gehabt haben (48.). Dann war Bolat wohl selbst überrascht, wie frei er vor dem 2:0 zum Kopfball gekommen war (53.). Die Blau-Gelben verteidigten weiter hoch und beschäftigten die Gäste, die sichtlich beeindruckt mit zunehmendem Verlauf inspirationslos daherkamen. Die jüngste Negativerlebnisse schienen Spuren hinterlassen zu haben. Und wenn man es wie Volkan Ünal einmal aus der Distanz probierte, dann war auf Stauder Verlass (66.). Ansonsten verteidigte die SpVgg sicher, sie verpasste es allerdings, mit dem dritten Treffer nach einem der zahlreichen Konterläufe den Deckel endgültig drauf zu machen. Die größte Chance besaß Bolat (84.).

Reekers beeindruckt

In Gefahr geriet der völlig verdiente Heimerfolg auch so nicht mehr. Entsprechend zufrieden zeigte sich ein nicht minder engagierter Trainer Rob Reekers: „Mich freuen nicht nur die drei Punkte, sondern die Art und Weise. Trotz Unterzahl waren wie die bessere Mannschaft und haben guten Fußball gespielt. In Teilen überragend, wie die Mannschaft dem Gegner den Spaß genommen hat.“

SpVgg Vreden: Stauder - Beuting, Reekers, Enning, Korthals (71. Hakvoort), Kondring (80. Völkering), Ostenkötter, Hartmann, Niehuis, Bolat, Hilgemann (88. Verwohlt).
Tore: 1:0 Hilgemann (3.); 2:0 Bolat (53.).
Gelb-Rote Karte: Niehuis, Vreden (20.).
Zuschauer: 200