Kreisliga-Kolumne: Kaltgetränke sprengen die Mannschaftskasse? Das ist die Lösung

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In der Kolumne „Bratwurst, Bier, behaarte Bäuche“ berichtet unser Reporter Johannes Schmittmann aus den Tiefen der Kreisliga. Diesmal über ein Problem, das viele Mannschaften kennen.

Ahaus

, 08.08.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

So schnell kann es gehen. Die vierwöchige Vorbereitung ist um, das letzte Testspiel wurde bestritten (und in den Sand gesetzt). Am Sonntag steht der Saisonauftakt gegen Oldenburg III vor der Tür. Doch zunächst zu den wirklich wichtigen Themen.

672 Euro– diesen Betrag gab mein Trainerkollege, Lukas Gerling, in der vergangenen Woche auf Drängen unseres Kassenwarts vor der versammelten Mannschaft bekannt. Schon an seiner Stimmlage war zu erkennen, dass diese Zahl nichts Gutes bedeuten kann. „Wir haben im Monat Juli eindeutig über unseren Verhältnissen gelebt, allein 28 Kisten Bier wurden aus der Mannschaftskasse bezahlt. Wir schreiben rote Zahlen“, tadelte uns der Chefcoach. Ganz so, als habe er selbst rein gar nichts damit zu tun.

Strafenkatalog könnte die Lösung sein

Die gute Nachricht: Lukas Gerling – immer Herr der Lage – konnte direkt einen Ausweg aus der Bredouille präsentieren. „Da es offenbar keine Option ist, weniger Bier zu trinken, müssen wir uns andere Wege zur Finanzierung suchen“, so der Trainer. Sein Lösungsansatz: Der Strafenkatalog muss verschärft werden.

Wer zum Spiel eingesammelt werden muss, weil er verschlafen hat, sein Trikot zum Spiel vergisst oder eine „kluge“ Rote Karte (zum Beispiel Notbremse) kassiert, zahlt eine Kiste Bier. Doppelt so teuer wird es für diejenigen, die einem Spiel unentschuldigt fern bleiben oder eine „dumme“ Rote Karte (zum Beispiel Beleidigung) kassieren.

Das Hochladen von Fotos wird sanktioniert

Auch das Hochladen von Fotos betrunkener Mitspieler in die mannschaftsinterne Whatsapp-Gruppe wird fortan sanktioniert. Und siehe da, es trägt erste Früchte. Zwar war es zunächst sehr ärgerlich, wegen des Ausrufes „Was willst du denn, du Spinner?“ 35 Minuten in Unterzahl gegen SC Ahle II zu spielen. Nach dem Spiel blickte das Trainerteam trotz 1:5-Niederlage dennoch in strahlende Gesichter.

Und jetzt zum Saisonauftakt. Ein Sprichwort besagt: „Eine verpatzte Generalprobe sorgt für eine gelungene Premiere“. Also: Union, pack an!

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