Wird Oberliga mit SpVgg Vreden aufgeteilt? „Dafür steige ich nicht auf"

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Nicht weniger als 40 Saisonspiele warten auf die SpVgg Vreden im Oberliga-Premierenjahr. Der Verband denkt deshalb über eine Teilung nach. Beim Aufsteiger hat man eine klare Meinung dazu.

Vreden

, 15.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut gefüllt wird die Oberliga Westfalen in der kommenden Spielzeit 2020/21 sein. Nach dem Rückzug des TuS Haltern aus der Regionalliga West sind es nun 21 Mannschaften, die es unterzubringen gilt. Eine Mammutsaison mit 40 Partien steht bevor, auch der SpVgg Vreden, die in dieser Liga als Aufsteiger eine Premiere feiern wird. Doch nun kommen von Verbandsseite Überlegungen auf, die Vereine zu entlasten. Dies kurz vor dem Termin, an dem die überkreisliche Staffeleinteilung final bereits präsentiert werden soll.

Staffelleiter kündigt Videokonferenz an

Die Idee: Die Oberliga Westfalen könnte in zwei Staffeln mit zehn und elf Teams geteilt werden. Die Oberligen Südwest und Rheinland-Pfalz/Saar haben diese Entscheidung bereits getroffen. Jetzt will auch der Staffelleiter der Oberliga Westfalen, Reinhold Spohn, das Thema scheinbar angehen. Eine erste Anfrage richtete dieser bereits an den TuS Ennepetal. „Es wird aber demnächst eine Videokonferenz mit den Teams der Oberliga zu diesem Thema geben“, kündigte Spohn an. Kontakt zur SpVgg Vreden sei aber diesbezüglich bis zum Mittwochabend noch nicht aufgenommen worden, bestätigte der SpVgg-Vorsitzende Christoph Kondring.

Wie letztlich eine mögliche Teilung ausgestaltet werden und wie der Modus aussehen könnte, dazu wollte sich Reinhold Spohn nicht äußern. Denkbar wäre zum Beispiel, dass nach einer kompletten Hinrunde im Anschluss eine Auf- und Abstiegsplayoffs gespielt werden. Dann stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Hinrunden-Staffeln aufgeteilt werden. Grundsätzlich wolle Spohn erst einmal in Erfahrung bringen, wie die Vereine überhaupt zu diesem Thema stehen.

SpVgg-Vorsitzender spricht sich gegen Teilung aus

In Vreden ist man sich einig. „Wir werden in jedem Fall nicht für eine Teilung plädieren. Wenn ich schon in die Oberliga aufsteige, dann will ich auch gegen alle Gegner spielen“, so Christoph Kondring. Verzichten werde man nicht auf attraktive Spiele wie gegen Traditionsvereine aus Siegen, Herne oder auch Wattenscheid. Dass der Aufwand natürlich enorm sei, das wisse der Vorsitzende: „Wer aber in die Oberliga aufsteigt, der muss sich dem auch stellen. Zum Beispiel auch einer kürzeren Winterpause.“

So sieht es auch der neue Coach Engin Yavuzaslan: „Das ist natürlich nicht meine Baustelle, ich konzentriere mich darauf, die Mannschaft sportlich in die Spur zu bringen. Aber es ist doch ganz klar: Wir wollen natürlich das gesamte Oberliga-Paket mit tollen Spielen in tollen Stadien mitnehmen."

Reinhold Spohn ließ durchblicken, dass die endgültige Entscheidung durchaus auch nach der offiziellen Staffeleinteilung des FLVW noch getroffen werden könnte. Die Videokonferenz könne gar den offiziellen Staffeltag ersetzen. Ausschließen wolle er zunächst einmal nichts.

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