Wunner schafft die Wende

Tennis

Die schwarzen Regenwolken drohten nur - ebenso wie Rameez Junaid: Der Australier setzte im Finale des 36. internationalen Pfingst-Tennis-Turniers des TV BW Stadtlohn dem Top-Favoriten Matthias Wunner gehörig zu. Doch der an Position eins geführte Westfalenligaspieler biss sich nach verlorenem ersten Durchgang und einem 2:5-Rückstand ins Match zurück und erzwang schließlich einen 2:6, 7:6 (3), 7:5-Erfolg.

STADTLOHN

von Von Bernhard Mathmann

, 20.05.2013, 19:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Daniel Masur musste im Halbfinale passen.

<p>Daniel Masur musste im Halbfinale passen.

Wunner, 19jähriger Mannschaftskollege des Stadtlohners Kevin Kaczynski beim Westfalenligisten TTC Bielefeld, hatte auf dem weg ins Finale vier Zwei-Satz-Siege verbucht, darunter auch den 6:4, 2:4-Aufgabesieg gegen den zweifachen Pfingstturnier-Sieger Julio Peralta (Chile; Bremer TC), der im Achtelfinale Kaczynski das Nachsehen gegeben hatte.

In einem erstklassigen Endspiel aber hatte er den Australier, der für den Zweitligisten TC Pforzheim aufschlägt, zunächst glatt mit 6:2 in Front ziehen lassen müssen. Auch im zweiten Durchgang hatte Junaid, der im Achtelfinale gegen den zweiten Lokalmatadoren, Kim Möllers, gewonnen hatte, schon die Hand an der großen Siegertrophäe gehabt: Bei einer 5:2-Führung hatte er gleich mehrere Satzbälle verschlagen. So kämpfte sich Wunner (deutsche Rangliste Nr. 35) ins Spiel zurück, erzwang einen Tie-Break und gewann diesen mit 7:3.

Im völlig ausgeglichenen Entscheidungssatz hatte Matthias Wunner den eigenen Aufschlag zur 6:5-Führung verwertet, ehe ihm mit dem einzigen Break zum 7:5-Endstand der Gesamt-Turniersieg gelang.

Junaid gilt dennoch als große Turnier-Entdeckung: Im Viertelfinale löste er die Aufgabe gegen die Nummer zwei des Turniertableaus und seinen Teamkollegen Marko Lenz souverän in zwei Sätzen, ehe er im Halbfinale von der Unbeherrschtheit des griechischen Daviscup-Spielers Theodorus Angelinos (BW Lechenich) profitierte, der nach einer Vielzahl von Reklamationen von der Turnierleitung disqualifiziert worden war.

 

Lesen Sie jetzt