Zehn Top-100-Spieler am Start

Tennis: 38. Pfingstturnier

Auf der Tennisanlage des TV BW Stadtlohn herrscht schon jetzt reges Treiben: Vor dem Klubhaus wird die kleine Terrassenanlage gefegt und auf dem Center-Court schlägt Kevin Kaczynski gemeinsam mit seinem Vater/ Trainer Marek im Training Ball um Ball, während im Klubhaus die Verantwortlichen des 38. internationalen Pfingst-Tennisturniers einen Blick auf das sportliche Geschehen am nächsten Wochenende gewähren

STADTLOHN

, 18.05.2015, 17:00 Uhr / Lesedauer: 4 min

58 Meldungen liegen der Turnierleitung vor – das macht eine Qualifikationsrunde erforderlich. Und die soll am Donnerstag um 15 Uhr auf der Anlage des TV BW Stadtlohn beginnen. „Wir werden wie in den Jahren zuvor 34 Direktannahmen für das Hauptfeld haben; hinzu kommen acht Qualifikanten und sechs Wildcard-Inhaber. Die erste Hauptrunde soll am Freitag um 15 Uhr über die Bühne gehen“, zeigt Oberschiedsrichter Heribert Kampshoff (Vreden) den Spielmodus auf. „Und im Teilnehmerfeld sind wir gut aufgestellt“, meint Turnierdirektor Frank Brockordt und ergänzt: „Es sind zehn Top 100-Spieler am Start – darunter Vorjahressieger Marvin Netuschil als Nummer 27 der Deutschen Rangliste. Ob er bei uns die Setzliste wie im vergangenen Jahr anführt, ist noch offen: Sollte Matthias Wunner beim aktuellen ITF-Turnier in Belgien früh ausscheiden, würde er die Wildcard annehmen, die wir ihm angeboten haben“, verdeutlicht Brockordt. Wunner, 2013 Sieger in Stadtlohn, belegt derzeit Rang 25 in der Deutschen Rangliste.

Vor Viertelfinale gestoppt

Lukas Rüpke (Bremen) rangiert zurzeit auf Platz zwei der Setzliste. Vor Jahresfrist war er es, der ein erstmaliges „Stadtlohner“ Viertelfinale verhinderte, als er im Achtelfinale Kim Möllers mit 7:6, 6:2 bezwang und dem Stadtlohner Profi damit den Weg ins Viertelfinale gegen Kevin Kaczynski verhinderte. Und auch der zweite Stadtlohner Tennis-Profi scheiterte an dem Bremer: Mit 6:7, 4:6 zog Kaczynski den Kürzeren. An Position drei wird Kim Möllers geführt: Der Zweitliga-Spieler des Dorstener TC hatte im vergangenen Jahr noch als Neunter der Setzliste aufgeschlagen. Sein Teamgefährte in Dorsten, Ralf Wilmink, startet per Wildcard. Kaczynski wird auf Position sieben geführt; zuletzt machte der 20-Jährige mit einem Sieg gegen den 24-jährigen Netuschil auf sich aufmerksam. An der Seite von „Stammgast“ Sascha Köhler startet Kaczynski auch im Doppelwettbewerb. „Wir haben neben dem renommierten Turnier in Hofkirchen/Bayern nun auch im Bundesleistungszentrum in Köln eine direkte Konkurrenz für unser bekommen“, erklärt Brockordt die leicht gesunkene Zahl der gemeldeten Top 100-Spieler. „Dafür werden wir auf unserer Anlage viele junge Spieler begrüßen können, die auf dem Sprung sind in die anspruchsvollen Turnierserien“, betont BW-Vorsitzender Heiko Seiffert. „Und damit spielen wir unseren Förderern in die Karten“, fügt er hinzu.

Alle Sieger der Stadtlohner Pfingstturnier

Die Liste der Sieger beim Pfingst-Tennisturnier ist nach der 37. Auflage verlängert worden – mit den Doppelfinalisten Michael Dornbusch/Patrick Predalla tauchen zwei weitere Namen darin auf.

1978: Männereinzel: 1. Jürgen Sandberg (TC GW Ahaus); 2. Werner Keck (RW Vreden) - Fraueneinzel: 1. Anja Hollekamp (TC Pr. Münster); 2. Ulrike Wiesbrock (TC GW Ahaus).

1979: Männereinzel: 1. Wolfgang Ehlers (RW Vreden); 2. Rolf Stapelbrock (TC Bocholt) - Fraueneinzel: 1. Ulrike Wiesbrock (GW Ahaus); 2. Gaby Hollekamp (TC Pr. Münster).

1980: Männereinzel: 1. Heinz Levers (RW Vreden); 2. Rolf Stapelbrock (TC Bocholt) - Männerdoppel: 1. Günther/Meyer (TC Coesfeld); 2. Huesker/Kampshoff (RW Vreden).

1981: Einzel: 1. Hans Ruppert (BW Bocholt); 2. Dieter Hartmann (GW Hamm) - Doppel: 1. Ruppert(Koop (BW Bocholt); 2. Hartmann/ Darenberg (GW Hamm).

1982: Einzel: 1. Rüdiger Vogel (RW Hagen); 2. Henk de Bruyn (RW Dinslaken) - Doppel: 1. Kreyenberg/Weyel (Hagen/Bochum); 2. Bühlen/Gehling (Dinslaken).

1983: Einzel: Oliver Freund (THC Osnabrück); 2. Rüdiger Vogel (HTC Hannover) - Doppel: 1. Kramenschneider/Herwegen (Karlsruhe/ Bochum).

1984: Einzel: 1. Kai Giesker (HTV Hannover); 2. Oliver Freund (HTV Hannover) - Doppel: 1. Botha/de Bruyn (Hochdahl/Dinslaken); 2. Mronz/Freund (Leverkusen/Hannover).

1985: Einzel: Dirk Leppen (THC Bochum); 2. Dirk Trampen (GW Aachen) - Doppel: 1. Heckmanns/Hornung (Mettmann/Neuss); 2. Raffel/Busch (Aachen).

1986: Einzel: 1. Jens Peter (HTV Hannover); 2. Dirk Leppen (THC Bochum) - Doppel: 1. Leppen/Sanders (Bochum/Burgsteinfurt); 2. Rosenkranz/Weyel (Bochum).

1987: Einzel: 1. Michael Stich (KHTC Hamburg); 2. Enrico Pellicani (Mailand) - Doppel: 1. Brandau/Stich (Elmshorn/Hamburg); 2. Richardt/Sjörholm (Oelde/Hamm).

1988: Einzel: 1. Peter Moraing (TC Karlsruhe); 2. Marko Ostoja (Bergisch-Gladbach) - Doppel: 1. Trampen/Busch (Aachen); 2. Leppen/Hintermeier (Neuss).

1989: Einzel: 1. Oliver Freund; 2. Frank Puncec - Doppel: 1. Hoysted/Förlong; 2. Wald/Hahneiser.

1990: Einzel: 1. Peter Moraing; 2. Gisbert Pauli - Doppel: 1. Nowicki/Kohlmann; 2. Johnstone/Kirsten.

1991: Einzel: 1. Lars Koslowski; 2. Darek Nowicki - Doppel: 1. Vehar/Lemke; 2. Fasthoff/ von Heintze.

1992: Einzel: 1. Robert Kroll; 2. Alex Filipov - Doppel: 1. Söller/Rösner; 2. Boehlsen/ Czoba.

1993: Einzel: 1. Manuel Nicolae; 2. Torsten Park - Doppel: 1. Gienke/Ockens; 2. Hollmann/Wald.

1994: Einzel: 1. Dimitri Palenov; 2. Andreas Strauchmann - Doppel: 1. Vojinovic/Müller; 2. Ulatowski/Kaczynski (BW Stadtlohn).

1995: Einzel: 1. Oren Motevassel (BW Stadtlohn); 2. Robert Kroll - Doppel: 1. Gienke/Winkler; 2. Ulatowski/Kaczynski (BW Stadtlohn).

1996: Einzel: 1. Darek Nowicki; 2. Niclas Kroon - Doppel: 1. Schmittmann/Schäffkes; 2. Svetlik/Novacka.

1997: Einzel: 1. Christian Schäffkes; 2. Franz Stauder - Doppel: 1. Gienke/Winkler; 2. Aracic/Vrenegor (GW Ahaus).

1998: Einzel: 1. Alexander Svetc; 2. Mikel Logarzo - Doppel: 1. Müller/Caspari; 2. Logarzo/Calugaru.

1999: Einzel: 1. Nicolai Davidenko; 2. Tobias Clemens - Doppel: 1. Bandermann/ Kirschner; 2. Murashka/Heidbrink.

2000: Einzel: 1. Rene Niklisch; 2. Arte Apostu-Efremov - Doppel: 1. Merkert/ Holzinger; 2. Orlik/Niklisch.

2001: Einzel: 1. Axel Finnberg; 2. Mark-Philipp Joachim - Doppel: 1. Lukaev/Celiscak; 2. von Hugo/Capell.

2002: Einzel: 1. Rene Niklisch; 2. Mark-Philipp Joachim - Doppel: 1. Niklisch/Menzler; 2. Allgardh/Meineke.

2003: Einzel: 1. Philipp Hammer; 2. Ralf Wilmink - Doppel: 1. Hammer/Meffert; 2. Merkert/Tattermusch.

2004: Einzel: Mark-Philipp Joachim; 2. Rene Niklisch - Doppel: 1. Jeschonek/ Niklisch; 2. Hopfe/Joachim.

2005: Einzel: Sascha Köhler; 2. Michel Pille - Doppel: 1. Heidbrink/Schäffkes; 2. Schlösser/Jansen.

2006: Einzel: Clinton Thomson; 2. Florian Jeschonek - Doppel: 1. Köhler/Koderisch; 2. Stauder/Hildebrand.

2007: Einzel: Julio Peralta; 2. Mark-Philipp Joachim- Doppel: 1. Braasch/Schäffkes; 2. Peralta/Finnberg.

2008: Einzel: Christopher Koderisch; 2. Florian Jeschonek - Doppel: 1. Koderisch/ Kadir; 2. Kunth/Szygowski.

2009: Einzel: Holger Fischer; 2. Lionel Noviski - Doppel: 1. Fischer/Deden; 2. Joachim/Koderisch.

2010: Einzel: Wesley Koolhof; 2. Michael Pille - Doppel: 1. Köhler/Koderisch; 2. Netuschil/Täubert.

2011: Einzel: Julio Peralta; 2. Kevin Deden - Doppel: 1. Peralta/ Sabate-Bretos; 2. Köhler/Koderisch.

2012: Einzel: Oscar Otte (Köln); 2.Pavol Cervenak (Köln) - Doppel: 1. Begemann/ Cervenak; 2. Torebko/Zühlsdorf-Pavlovic

2013: Einzel: 1. Matthias Wunner (TTC Bielefeld); 2. Rameez Junaid (TC Wolfsberg-Pforzheim) - Doppel: Netuschil/Wunner (Iserlohn/Pforzheim) - Lenz/Klasen (Pforzheim/Berlin)

2014: Einzel: 1. Marvin Netuschil (TC Iserlohn); 2. Pavol Cervenak (Kölner THC Stadion RW) - Doppel: 1. Friedrich Klasen/Marko Lenz (TC BW Berlin/TC Wolfsberg Pforzheim); 2. Michel Dornbusch/Patrick Pradella (Oldenburger TEV/TV BW Halle)

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