Zu brav und harmlos

Westfalenliga-Fußball in Stadtlohn

Stadtlohn Die fußballerischen Mittel waren an diesem Samstagnachmittag einfach zu gering, um einen spiel- wie laufstarken Profinachwuchs von RW Ahlen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

04.10.2009, 19:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Nach den Ausfällen von Mario Beeke und Rainer Hackenfort war Michael Gravermann ins Mittefeld gerückt. Er konnte dem Spiel aber auch nicht die nötige Sicherheit verleihen.

<p>Nach den Ausfällen von Mario Beeke und Rainer Hackenfort war Michael Gravermann ins Mittefeld gerückt. Er konnte dem Spiel aber auch nicht die nötige Sicherheit verleihen.

Mit dieser Erkenntnis mussten die Westfalenligafußballer des SuS Stadtlohn die Heimreise mit einer 0:3-Pleite im Gepäck antreten. "Das Ergebnis geht auch völlig in Ordnung. Uns fehlte heute gerade im Mittelfeld einfach die Robustheit, die uns vergangene Woche gegen Paderborn noch ausgezeichnet hat", zog Trainer Frank Bajorath ein nüchternes wie realistisches Fazit. Vom Anstoß weg hatten die mitgereisten Anhänger nie das Gefühl, dass an diesem Tage für die Blau-Weißen etwas zu holen sei. In den Zweikämpfen stets bissig agierenden zwangen die Hausherren die teils überforderten Gästespieler immer wieder zu Fehlern. Dass diese nicht frühzeitig bestraft wurden, hatten sich die Gastgeber selbst zu zuschreiben, da sie zu verspielt auftraten. So musste eine Standardsituation herhalten, um die überfällige Führung heraufzubeschwören. Nach einem Eckstoß hatte die gesamte Stadtlohner Abwehrreihe schon abgeschaltet - einschließlich Torhüter Christoph Fork, der die folgende Eingabe von der gegenüberliegenden Seite Samet Akyüz maßgerecht auf den Scheitel spitzelte (23.). Außer einer Halbchance durch Markus Krüchting brachte die SuS-Offensive nichts nennenswertes zustande (30.) - der kurzfristige Ausfall von Rainer Hackenfort und Mario Beeke war nicht zu kompensieren. Dem Spiel fehlte über die gesamte Spielzeit die Entlastung im Angriff. Als dann Krüchting nach knapp einer Stunde ebenso mit Rückenproblemen passen musste, war der letzte Funken Hoffnung, irgendwie doch noch zum Ausgleich zu kommen, im Keim erstickt. Auf der Gegenseite sorgte abermals Fork, der bei einem Flankenball auf der Linie kleben blieb, mit dafür, dass die Rot-Weißen durch Tim Manstein einen zweiten Treffer quasi geschenkt bekamen. Kai Erning blieb es vorbehalten, ein einziges Mal für Torgefahr zu sorgen (81.), ehe Miguel Dotor-Ledo den 3:0-Endstand herstellte (87.). Suri Ucar hätte das Ergebnis noch höher schrauben können (78., 89.). Ansonsten beschränkten sich die Ahlener darauf, den Vorsprung über die Zeit zu spielen.

ms

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