Zu Gast beim Absteiger: Vredener Fahrt ins Ungewisse

mlzFußball-Westfalenliga

Beim SC Roland trifft die SpVgg auf einen Gegner, der nach der Saison freiwillig absteigt. In Vreden ist die Trainerfrage für die neue Spielzeit weiter offen.

Vreden

, 15.02.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp eine Woche, nachdem Trainer Rob Reekers seinen Abgang zum Saisonende verkündet hat, steht für die SpVgg Vreden das erste Westfalenligaspiel des Jahres an. Am Sonntag gastieren die Blau-Gelben beim SC Roland, einem Gegner, dem im Sommer mit dem freiwilligen Rückzug in die Kreisliga ein weitaus größerer Umbruch bevorsteht als den Vredenern.

Wer in der kommenden Saison auf der Trainerbank der SpVgg sitzen wird, das hat der Verein in den sechs Tagen nach Bekanntgabe des Reekers-Abgangs noch nicht bekannt gegeben. Insofern herrscht bei den Vredenern vor dem Start in die restliche Saison eine gewisse Ungewissheit.

„Schöne Jahre mit Rob“

Auf die Vorbereitung auf das Roland-Spiel habe die Nachricht allerdings keinen Einfluss gehabt, erklärt Kapitän Niklas Hilgemann. „Es war die Entscheidung von Rob und die will ich nicht bewerten. Ich persönlich finde es schade, zumal ich hier und auch schon vorher in Stadtlohn sehr schöne Jahre mit ihm hatte.“

Unabhängig von der offenen Frage nach dem neuen Coach könne die Situation der Mannschaft sogar guttun, so Hilgemann: Immerhin bleibe der Kader über die Saison hinaus fast komplett zusammen und habe es selbst in der Hand, wohin die Reise geht. „Der Trainer will sich natürlich auch mit einem sportlichen Erfolg verabschieden. Vielleicht ist das eine gute Konstellation, um sich gegenseitig zu pushen.“

Mittelstürmer Cihan Bolat, hier beim 2:0-Hinspielsieg gegen Roland, hat sich in der Vorbereitung verletzt

Mittelstürmer Cihan Bolat, hier beim 2:0-Hinspielsieg gegen Roland, hat sich in der Vorbereitung verletzt © Johannes Kratz

Dass es so kommt, hofft natürlich auch Rob Reekers. Für ihn sei das Thema Trainerwechsel aktuell eher ein hintergründiges. Die Konzentration gelte dem Ligastart. Und der halte direkt eine schwierige Aufgabe bereit. „Nachdem der Rückzug bekannt wurde, hat Roland direkt zwei Kantersiege eingefahren. Das ist nicht typisch für eine Mannschaft, die wahrscheinlich nach der Saison auseinanderbricht.“ Grundsätzlich halte er den Gegner für ein Team mit viel technischer Qualität, dem man die Lust am Spielen nehmen müsse. Das gelang den Vredenern beim 2:0-Sieg im Hinspiel ganz gut.

Zwei Baustellen

Vor dem Rückspiel haben sich aber für Reekers gleich zwei personelle Baustellen aufgetan. Mit Innenverteidiger Jannik Enning und Mittelstürmer Cihan Bolat haben sich zwei Stammspieler in der Winterpause verletzt. Für Enning dürfte wohl Stephan Hartmann als Linksfuß aus dem Mittelfeld in die Viererkette rücken, für den Posten im Sturm kommen mehrere Spieler infrage. Das Spielsystem wolle Reekers jedenfalls nicht umstellen. „Darin fühlen sich alle ganz wohl, das hat auch die Vorbereitung gezeigt.“

Die ist nun erst einmal vorüber. Und für die Vredener als Teil der engen Spitzengruppe der Tabelle beginnen spannende Wochen. Auf Platz fünf liegen sie derzeit nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Hiltrup – aber auch nur zwei vor dem SC Roland.

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