Zur Stabilität zurückfinden

SpVgg Vreden

VREDEN. Durch ein Wellental der Gefühle schreiten derzeit die Anhänger des Landesligisten SpVgg Vreden. Stärkere Auftritte der Mannschaft von Coach Michael Kämer wechseln sich in regelmäßigen Abständen mit schwachen ab.

03.03.2011, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Georg Geers (l.) holt aus zum Führungstreffer gegen Haltern. Angesichts einiger fehlender Offensivkräfte entwickelt sich der Mittelfeldspieler zum Torschützen vom Dienst. <p></p> MLZ-

<p>Georg Geers (l.) holt aus zum Führungstreffer gegen Haltern. Angesichts einiger fehlender Offensivkräfte entwickelt sich der Mittelfeldspieler zum Torschützen vom Dienst. <p></p> MLZ-

Der Heimerfolg gegen Emsdetten folgte auf das Debakel gegen Ahaus, die engagierte Präsentation gegen Haltern machte das dürftige Remis in Roxel vergessen, nun steht das Pokal-Aus in Dülmen zur Wiedergutmachung.

"Aktuell machen wir stets einen Schritt nach vorn, um sogleich einen zurück zu machen", sieht Kämer seine Mannen vor dem Nachholspiel bei GW Nottuln auf der Stelle tretend. Einen möglichen Grund für die fehlende Stabilität macht Kämer in dem Umstand aus, dass er stets eine umgebaute erste Elf ins Rennen schicken muss.

"Gerade durch die Ausfälle in der Offensive fehlen uns die Überraschungsmomente - ebenso die Konsequenz", stellt Kämer die offensichtliche Angriffsproblematik einer "nicht über 90 Minuten durchgängigen Spieldiszi plin" im Abwehrverhalten gegenüber. "Jeder Fehler wird derzeit sofort bestraft". Insgesamt seien es "Kleinigkeiten", die dafür sorgten, dass der SpVgg die aus der Hinserie bekannte Konstanz abgehe. "Wir müssen wieder zu mehr Sicherheit zurückfinden", spricht Kämer seinen Schützlingen keineswegs "den Willen ab, die aktuell unglückliche Figur" abzulegen.

"Es gelingt einfach nicht, den vorhandenen Willen in Leistung und vor allem Ergebnisse umzusetzen", stellt Kämer auf dieser Basis primär "Ergebnisfußball" auf dem Nottulner Kunstrasen in Aussicht. "Zunächst müssen wir uns darauf konzentrieren, das eigene Tor sauber zu halten. In einem weiteren Schritt gilt es, die auf diesem Niveau wenigen sich bietenden Torgelegenheiten in Zählbares umzumünzen", so Kämer, der die gesamte Rechnung nicht ohne den zuletzt durchaus überzeugenden Gastgeber macht.

Grundtugenden im Fußball

"Wie Dülmen wird Nottuln gegen uns ähnliche Ziele anpeilen und die Grundtugenden des Fußballs in die Waagschale werfen", so Kämer, der nicht glaubt, dass ihm Mike Holtheuer und Yuzuru Okuyama am Sonntag zur Verfügung stehen. "Wer nicht einhundertprozentig fit ist, spielt bei mir auch nicht", muss Kämer ebenso das Abschlusstraining abwarten, ob es für Holger Martha, Michael Roßmöller und Daniel Terbeck reichen wird. Das Trio plagen Bänderprobleme. Und mit diesen kann man schließlich keinen "Schritt nach vorn" machen... ms

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