Mit einem Bruch im Fuß spielte ein Kreisliga-Kicker noch zwölf Minuten lang, ehe er ausgewechselt werden musste. © Steffen
Fußball

12 Minuten Fußball mit gebrochenem Fuß: „Ich bin sogar noch Auto gefahren“

12 Minuten Fußball waren möglich, dann musst der Kreisliga-Kicker ausgewechselt werden. Der 19-Jährige hatte sich zuvor beim Aufwärmen einen Fußbruch zugezogen.

Ein Fußball-Kreisligist muss auf jedem Fall in diesem Jahr auf einen Stürmer verzichten. Der hat sich im Match am Wochenende einen komplizierten Mittelfußbruch zugezogen. Kurios: Mit dem Bruch hat er zunächst auch noch gespielt.

Zwölf Minuten waren an der Langscheder Ruhrbrücke gerade ausgetragen, da signalisierte Sven Steffen vom FC Overberge beim Stande von 0:0, dass er wieder ausgewechselt werden möchte. Kevin Beck kam aufs Feld, während Steffen leicht humpelnd runter musste. Schmerzen im linken Fuß machten ihm zu schaffen.

Erst am Abend, der ausgewechselte Stürmer hatte sich noch das komplette Match (2:4) seiner Truppe angeschaut und sich dann auf den Heimweg gemacht („Ich bin sogar noch selbst Auto gefahren“), nahmen die Schmerzen zu. Der Bergkamener suchte erst jetzt das Krankenhaus im benachbarten Werne auf.

Sven Steffen - hier im Pokalmatch gegen GS Cappenberg - hofft, dass er seinem Team in der Rückserie nochmals zur Verfügung stehen kann.
Sven Steffen – hier im Pokalmatch gegen GS Cappenberg – hofft, dass er seinem Team in der Rückserie nochmals zur Verfügung stehen kann. © Nico Ebmeier © Nico Ebmeier

Eine Röntgen-Aufnahme brachte es dann an den Tag: Sven Steffen hat sich den fünften Mittelfußknochen gebrochen. „Ich erinnere mich noch“, sagt der 19-Jährige mit Blick auf das Langschede-Spiel. „Beim Aufwärmen haben wir Flugbälle gespielt und nach dem Absprung bin ich beim Aufkommen umgeknickt. Zunächst war das nicht so schlimm, laufen konnte ich ja.“ Am Ende im Spiel genau 12 Minuten.

„Fußballerisch aber sehe ich uns in der Tabelle höher stehen.“

Sven Steffen FC Overberge

„Dann ging es nicht mehr, etwas war nicht in Ordnung“, erinnert sich der 19-Jährige, der nunmehr seiner Mannschaft mit dem komplizierten Bruch mindestens sechs bis acht Wochen fehlen wird. Mitte der Woche steht der nächste Arzttermin an, dann wohl die Operation. An eine Rückkehr ins Team ist erst in der Rückserie zu denken.

Überhaupt ist seine Mannschaft in der Offensive vom Verletzungspech geküsst: Aktuell fallen auch Steffens Kumpel Felix Evers und Phil Richter aus. „Wir sind als befreundete Truppe zum FC Overberge und haben uns eigentlich mehr erhofft, als den jetzigen Tabellenstand“, sagt der Anlagen-Mechaniker. „Wir spielen mal top und zeigen dann wieder das Gegenteil. Fußballerisch aber sehe ich uns in der Tabelle höher stehen.“

Das sei aber vor allem darauf zurückzuführen, dass der FC Overberge gegen die vermeintlich schwächeren Gegner keine guten Ergebnisse erzielt habe. Steffen: „Wir können wesentlich mehr Tore schießen.“ Daran kann er sich aber vorerst nicht beteiligen.

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