SuS-Coach Birol Dereli ist mit den Aussagen seines Noch-Stürmers Erkan Baslarli nicht einverstanden. © Neumann
Fußball

Birol Dereli platzt der Kragen: „Unfassbar, Erkan Baslarli hat wohl ein Ego-Problem“

Ein Abschied im Guten sieht anders aus. Top-Stürmer Erkan Baslarli muss den SuS Oberaden verlassen. Der hatte über seinen Abgang Aussagen getroffen, die sich der SuS-Coach nicht gefallen lässt.

Dicke Luft zwischen dem SuS Oberaden und seinem scheidenden Top-Stürmer Erkan Baslarli. Der 30-jährige Spieler, der sich im Sommer dem Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen anschließen wird, war mit den Darstellungen seines Noch-Trainers Birol Dereli zu seinem Wechsel nicht zufrieden. Das wiederum geht dem SuS-Coach nun gewaltig gegen den Strich.

Birol Dereli reagiert mit drastischer Wortwahl auf Baslarlis Aussagen

Was ist passiert? Birol Dereli hatte kürzlich in einem Interview die Gründe für die Trennung zwischen dem SuS und Stürmer Baslarli erklärt. Der SuS sei mit Baslarli zu berechenbar gewesen, daher würde der Klub nicht mehr mit dem Spieler planen.

Erkan Baslarli (r.) wechselt im Sommer zum Bezirksligisten FC Nordkirchen © Thorsten Teimann © Thorsten Teimann

Baslarli wiederum wollte die Aussagen gegenüber dieser Redaktion so nicht stehen lassen und erklärte seinen Weggang aus Oberaden so: „Es gab einen Sponsor, der immer das Geld für mich gezahlt hat. Der hatte gesundheitliche Probleme. Vom Verein hieß es dann, ich sollte abwarten, aber das wollte ich nicht.“

Aussagen, die sein derzeitiger Trainer nicht nachvollziehen kann: „Das stimmt nicht. Wir haben ihm und allen anderen Spieler schon im Januar – also früh genug – gesagt, dass sich die Struktur der Mannschaft ändern wird und wir uns neu aufstellen werden. Das sind Dinge, die benötigen einen langen Vorlauf. In unsere Planung hat Erkan nicht mehr reingepasst.“ In seiner Wortwahl wird Dereli drastisch: „Langsam reicht’s mir. Dass er es jetzt so darstellt, ist unfassbar. Vielleicht denkt er, er ist Profi. Er hat wohl ein Ego-Problem. Das ist eine Frechheit und das lasse ich mir auch nicht gefallen.“

Birol Dereli: „So ist nunmal das Fußballgeschäft“

Ein weggebrochener Sponsor habe auf keinen Fall etwas mit der Entscheidung zu tun gehabt, Baslarli aus dem SuS-Kader auszusortieren: „Jeder Verein lebt über seine Sponsoren. Aber Sponsoren entscheiden doch nicht darüber, ob ein Spieler bleibt oder geht. Wir haben ein gewisses Budget. Ob der Spieler da reinpasst, entscheiden wir – und schon gar nicht der Spieler.“

Birol Dereli betont dabei immer wieder, dass er große Stücke auf Baslarli hält: „Wir haben nie gesagt, dass er ein schlechter Spieler ist, oder er einen schlechten Charakter hat. Im Gegenteil. Aber so ist es leider nunmal im Fußballgeschäft. Das muss er so akzeptieren.“ So wie etwa Torwart Muzaffer Onur, der in der kommenden Saison ebenfalls keine Rolle mehr im Team von Birol Dereli spielen wird. „Er hat das akzeptiert und es nach außen auch richtig dargestellt, wie es gelaufen ist“, sagt Dereli

Gesprochen haben Birol Dereli und Erkan Baslarli seitdem nicht mehr miteinander. „Ich wünsche ihm in Nordkirchen auf jeden Fall viel Glück“, sagt Dereli abschließend.

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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