0:14 - so lautet die Torbilanz des VfK Weddinghofen (weiße Trikots) nach zwei Spielen. © Berkemeyer
Fußball

Chaos-Start des VfK Weddinghofen perfekt: Klub schmeißt Neuzugang schon wieder raus

Mit vielen Neuzugängen wollte der VfK Weddinghofen eigentlich in ruhigere Fahrwasser kommen. Von einem hat sich der VfK jetzt schon wieder getrennt. Der Saisonstart ist gehörig schiefgegangen.

Zwei Spiele, 14 Gegentore, keine eigenen Treffer, null Punkte. Der Saisonstart des Fußball-A-Ligisten VfL Weddinghofen fällt – gelinde gesagt – bescheiden aus. Dabei hatten sich vor allem die Neuzugänge des VfK doch so viel vorgenommen. Einer von ihnen wird den Bergkamenern nun aber nicht mehr helfen können. Der Verein hat sich bereits wieder von ihm getrennt.

Diyar Tekin ist nicht länger Spieler des VfK. Das bestätigte der Vorsitzende des Klubs, Manfred Frieg: „Den mussten wir rauswerfen. Er hatte einfach keine Disziplin, wollte immer nur spielen und auf Training hatte er keinen Bock.“ Mit anderen Worten: Tekin war nie da. „So funktioniert das nicht“, sagt Frieg zu dem Missverständnis. Tekin selber war auf Anfrage dieser Redaktion bislang nicht zu erreichen.

Manfred Frieg zum Chaos-Saisonstart: „Das ist ein Rotz gewesen“

Den miserablen Saisonstart will aber auch der Vereins-Boss nicht schönreden. Darauf angesprochen, muss Frieg erst einmal tief durchatmen. Einen Erklärungsansatz findet er aber trotzdem: „Es liegt an unserem dünnen Kader. Wir haben noch längst nicht alle an Bord, ein paar Spieler stecken noch in der Türkei in Quarantäne und werden nicht rausgelassen.“

Mit großen Vorschuss-Lorbeeren kam Diyar Tekin (M.) im Sommer an den Häupenweg. Nun ist er schon kein Spieler des VfK Weddinghofen mehr. Vereins-Boss Manfred Frieg (l.) hat den Spieler rausgeworfen. © Privat © Privat

Dazu kommen einige Verletzte, weswegen der VfK in den ersten Partien sogar Spieler der Alten Herren einsetzen musste. Es passt ins Bild, dass die Bergkamener das Pokalspiel gegen den Königsborner SV vor zweieinhalb Wochen kurzfristig absagen mussten, weil zu wenig Spieler zur Verfügung standen, was wiederum KSV-Coach Andreas Feiler gehörig auf die Nerven ging.

VfK Weddinghofen bastelt noch an zwei weiteren Neuzugängen

Aufgrund der Personalnot – im gesamten Kader stehen aktuell weniger als 20 Spieler – will Manfred Frieg nun noch einmal reagieren und ein paar letzte Transfers aus dem Ärmel zaubern. „Ich möchte gerne noch zwei Spieler anmelden, da sind wir gerade dran“, sagt Frieg und hofft, dass die Spielberechtigung zeitig eintrifft und er auch tatsächlich Vollzug vermelden kann.

Gegen den TuS Uentrop II soll am kommenden Sonntag alles besser werden. „Dann ist auch zumindest Tarek Civak wieder dabei. Er hat dann seine Sperre abgesessen und auch ein paar Verletzte kehren in den Kader zurück“, so Frieg. Er macht eine Kampfansage: „Es wird für uns richtungsweisend gegen einen direkten Konkurrenten. Es muss unbedingt ein Sieg her.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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