Amel Mesic hat nach den jüngsten Verpflichtungen noch weitere Neuzugänge angekündigt. © Timo Janisch
Fußball

Keine Kohle und ein Aschenplatz – so holte der TuS Niederaden trotzdem zehn Neue

Das große Geld ist beim TuS Niederaden nicht zu holen und auch der Aschenplatz ist kein gutes Argument am Verhandlungstisch. Trotzdem hat sich der B-Ligist mit gleich zehn Neuen verstärkt.

Während nur einige Kilometer weiter in Oberaden das große Geld winkt, setzt man beim B-Ligisten TuS Niederaden auf andere Tugenden und brauchte erstaunlich wenig Kreativität, um gleich zehn Neuzugänge an Land ziehen zu können.

Der Angriff auf die Meisterschaft in der Kreisliga B ist gestartet. Gleich zehn Neuzugänge präsentierte der TuS Niederaden jüngst und Trainer Amel Mesic weiß, was er an seiner Truppe hat. „Unser Aschenplatz war sicherlich nicht der Grund, dass wir diese neuen Spieler verpflichten konnten. Vielmehr war der wahrscheinlich ein Hindernis, welches am Ende aber keine große Rolle spielte“, erklärt der Coach, wie es den Niederadenern gelungen ist den Kader auf 30 Spieler aufzustocken.

„Finanziell ist bei uns sicherlich deutlich weniger möglich als beispielsweise in Oberaden. Vielmehr sind es viele ehemalige Spieler, die sich an die gute Zeit in Niederaden erinnert haben und nun zurückkehren. Die Jungs fühlen sich hier wohl und sind untereinander sehr gut befreundet“, führt Mesic weiter aus.

TuS Niederaden will keine Hobbytruppe sein

Trotz dieser Tatsache sieht der Übungsleiter sein Team nicht als Hobbytruppe an, die nur in der B-Liga zum Spaß kickt. „Wir sind trotz der Freundschaften sicherlich keine Thekentruppe, sondern wollen etwas erreichen. Diese Mischung aus Freundschaft und Ambitionen war am Ende vielleicht der wahre Grund, warum sich diese Spieler dem TuS angeschlossen haben“, attestiert Mesic seiner Mannschaft zudem einen astreinen Charakter.

Die Tatsache, dass die Neuzugänge Gianluca Kösling, Steven Koczy und Marco Kowohl ihren neuen Trainer bereits aus ihrer Zeit bei Westfalia Wethmar kannten, spricht zudem für Mesic und seine Art, eine Mannschaft zu führen. Der ehemalige Kicker des Holzwickeder SC hofft indes, dass der Kader nun groß genug ist, damit er nicht noch einmal selbst die Fußballschuhe schnüren muss.

„Wir hatten schon in den letzten Jahren eigentlich einen großen Kader. Trotzdem kam es immer wieder zu Ausfällen, sodass ich mich plötzlich im Trikot wiederfand. Das soll in der kommenden Spielzeit möglichst nicht mehr passieren“, möchte der Übungsleiter gerne auf die Rolle des Spielertrainers verzichten.

Damit der Trainingsbetrieb reibungslos abläuft, wird das Trainerteam des TuS mit dem ehemaligen Niederadener Kevin Rehkop (zuletzt Preußen Lünen) ergänzt. Unterstützt wird das Duo weiterhin von Bastian Reinsch, der als Torwart-Trainer zur Verfügung steht.

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