Die Truppe ist fit und auf dem richtigen Weg, doch eine heimische Mannschaft schlägt jetzt den Aufstieg aus. © dpa
Vielfältige Gründe

Mannschaft verzichtet zum wiederholten Mal auf den Aufstieg: „Das wäre Salat!“

Eine heimische Mannschaft kann in die nächsthöhere Liga aufsteigen, schlägt aber das Angebot aus. Und das nicht zum ersten Mal.

Viel gespielt wurde in der abgelaufenen Corona-Saison nicht. Und so gibt es in fast allen Sportarten in der zweiten Jahreshälfte den neuen Start in die Meisterschaft. Ein Team dürfte dabei sogar eine Etage höher angreifen, weil es in der Vergangenheit immer stark aufgespielt hat. Die Mannschaft lehnt aber dankend ab.

Dennoch musste erst einmal diskutiert werden. „Es stimmt, wir haben in der Vergangenheit immer eine starke Mannschaft gestellt und bekommen wohl auch zu Recht die Aufstiegs-Option zugesprochen. Aber wir nehmen das Angebot nicht an“, erklärt Rene Zacharias, Trainer der Kreisliga-Handballerinnen des TuS Eintracht Overberge.

Aufstieg bereits schon zwei Mal ausgeschlagen

Und es ist nicht das erste Mal, dass die Eintracht-Handballerinnen den Aufstieg nicht annehmen. „Wir haben den Aufstieg schon zwei Mal verweigert“, weiß Zacharias, dass er eine starke Mannschaft hat. Der 56-Jährige kennt aber auch die Probleme, die damit behaftet sind.

Die Damen des TuS Eintracht Overberge - hier mit dem Düsseldorfer Torwartrainer Joakim Hallbach und Trainer Rene Zacharias (rechts) - möchten nicht in die Bezirksliga aufsteigen.
Die Damen des TuS Eintracht Overberge – hier mit dem Düsseldorfer Torwartrainer Joakim Hallbach und Trainer Rene Zacharias (rechts) – möchten nicht in die Bezirksliga aufsteigen. © TuS © TuS

„In der Vergangenheit hatten wir gute Spielerinnen im Team, die uns aber nun nach und nach verlassen haben“, erklärt er. „Und aus beruflichen Gründen können einige Handballerinnen aus unserer Mannschaft nicht regelmäßig trainieren. Den Aufstieg wahrzunehmen wäre Salat.“

Für Zacharias und die Handballerinnen müssten sich im Aufstiegsfall auch die Trainingsbedingungen ändern. „Wir trainieren unter normalen Bedingungen dienstags in der halben Halle in Overberge, die wir uns mit der dritten Herren-Mannschaft teilen. In der Bezirksliga müssten wir eine Zeit für die ganze Halle bekommen“, so Zacharias.

Impfsituation bei den Handballerinnen des TuS Overberge gut

Aber der Trainer ist zuversichtlich. Aktuell trainieren die Damen auch draußen auf dem Sportplatz und haben sich lange Zeit mit einem Online-Training fit gehalten. „Zudem ist unsere Impfsituation gut, sodass ich hoffe, dass wir bald mit der gesamten Truppe unkompliziert in der Sporthalle trainieren können“, blickt der Trainer voraus.

Dabei hat er die Bezirksliga noch nicht aus dem Blick genommen. „Wir sind immer in Gesprächen mit Spielerinnen, die uns verstärken können.“ Sollte sich das Personal erweitern und die Trainingssituation verbessert werden, dann ist das wohl auch ein Thema – in der Zukunft.

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Redaktion Lokalsport
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Thorsten Teimann

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