Luigi Amendolagine (3.v.r.) traf dreifach gegen Fröndenberg-Hohenheide mit Spielertrainer Sedat Sener (l.). © ART BEHREND
Fußball

Passende Antwort parat: SuS Rünthe sieht Rot und markiert sofort den nächsten Treffer

Der TuS Niederaden marschiert in der Kreisliga B weiter vorneweg. Beim 4:1 gegen TIU Rünthe gab es gleich zwei Platzverweise. Eine Rote Karte steckte der SuS Rünthe überraschend gut weg.

Die Zweifel am zweiten Saisonsieg des SuS Rünthe dauerten nur kurz. Nach einer Roten Karte dauerte es nur eine Minute, ehe Dominik Lühr den zweiten seiner drei Treffer erzielte und somit für eine Vorentscheidung sorgte. An der Tabellenspitze weiter nichts Neues, der TuS Niederaden siegt auch im siebten Saisonspiel in Folge, währen der SuS Lünern ohne seinen Spielertrainer Kai Hutmacher chancenlos war.

SuS Rünthe – Kamener SC II 3:0 (2:0). Der gefeierte Mann des Tages heißt zweifelsohne Dominik Lühr. Mit seinen Saisontreffern sieben bis neun machte der Angreifer den zweiten Saisonsieg fast im Alleingang perfekt. In der 21. Minute traf Lühr zum ersten Mal ins Schwarze. Kurz vor der Pause sorgte dann eine kleine Rangelei zwischen Rünthes Alaa Edin Ghanoum dafür, dass die Hausherren zu zehnt weiterspielen mussten. Den fälligen KSC-Freistoß fing die Rünther Defensive problemlos ab und leitete direkt den Gegenangriff ein. So antwortete der SuS in Person von Lühr bestens auf den Platzverweis ihres Mitspielers, kurz vor der Pause stand es 2:0 und der KSC war ein wenig geschockt. Trotz Unterzahl legten die Gastgeber nach der Pause den dritten Treffer nach, womit die Partie endgültig entschieden war.

„Wir standen heute defensiv sehr kompakt und auch unser Umschaltspiel gefiel mir sehr gut. Leider haben wir noch zu viele Tormöglichkeiten ausgelassen“, fand Rünthe-Coach Engin Abali doch noch ein Haar in der Suppe.

SuS Rünthe: Noetzel, Franke, Großpietsch, Hees, Schenk, Hoffmann, Nagel, Lühr, Ghanoum, Koch, von Malottki

Tore: 1:0 Lühr (21.), 2:0 Lühr (41.), 3:0 Lühr (55.)

Bes. Vork.: Rote Karte gegen Ghanoum (40.) wegen einer Tätlichkeit

TuS Niederaden – TIU Rünthe 4:1 (4:1). Kein gutes Spiel, aber weitere drei Punkte auf der Habenseite. So könnte man den Auftritt vom Tabellenführer aus Niederaden gegen das Schlusslicht aus Rünthe zusammenfassen. „Das Spiel war sehr zerfahren. Uns ist es zwar gelungen den Ball immer wieder zu erobern, danach versuchten wir aber immer, direkt in die Spitze zu spielen und haben dadurch viel zu viele Bälle verloren“, war TuS-Coach Amel Mesic alles andere als zufrieden. So war es zunächst der Gast aus Rünthe, der in Führung ging. Ein durch Lukas Goetz verwandelter Foulelfmeter brachte Niederaden zurück in die Partie. Tim Wiggers per Doppelpack und Steven Koczy besorgten noch vor der Pause eine beruhigende Führung.

Nach dem Seitenwechsel ließ der Spitzenreiter noch etliche Möglichkeiten liegen, weitere Tore vielen am Ende nicht mehr, die Gäste handelten sich allerdings noch zwei Ampelkarten ein.

TuS Niederaden: Möller, Hilgert, Gastmeister, Kowalski, Koczy, Kösling, D. Hans, Wiggers, Goetz, F. Hans, Orfanidis – Schulze Beckinghausen, Linz, Gruhle, Müller

Tore: 0:1 (12.) Arslan, 1:1 Goetz (20.) per Foulelfmeter, 2:1 Wiggers (23.), 3:1 Wiggers (42.), 4:1 Koczy (44.)

Bes Vork.: Ampelkarte gegen TIU (77.), Ampelkarte gegen TIU (80.)

Holzwickeder SC III – TuS Hemmerde 2:2 (0:1). So ganz war man sich im Hemmerder Lager am Ende nicht einig, ob es nun ein gewonnener oder zwei verlorene Punkte waren. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen durch einen schönen Volleyschuss von Christopher Beyer in der ersten Halbzeit in Führung. „Nach dem 1:0 haben wir leider den Faden verloren und uns mit Mühe in die Halbzeit gerettet“, fand TuS-Coach Sven Votsmeier keine gute Erklärung für den Leistungsabfall nach der Führung.

Nach der Pause hätte Martin Kuhlmann mit dem 2:0 für etwas mehr Ruhe sorgen können, stattdessen drehte der HSC die Partie, Mimun Abdelkader schnürte gleich einen Doppelpack. Eine Ampelkarte gegen die Holzwickeder schürte beim TuS neue Hoffnung, der eingewechselte Mario Mamic traf in der Schlussminute zum 2:2-Ausgleich.

Dies war jedoch noch nicht der finale Akt. In der Nachspielzeit hatte Timm Gutsch den Siegtreffer auf dem Fuß, doch sein Schuss ging nur knapp am Torgiebel vorbei. Kurz danach flog ein weiterer HSC-Akteur vom Platz, am Spielstand änderte dies aber nichts mehr.

TuS Hemmerde: Köhlert, Goecke, Schole, Rihtar, Pflaum, von Rekowski, Beyer, Kuhlmann, Hein, Keil, Diekhans – Mamic, Pothmann, Gutsch

Tore: 0:1 Beyer (22.), 1:1 Abdelkader (75.), 2:1 Abdelkader (82.), 2:2 Mamic (89.)

Bes. Vork.: Ampelkarte gegen den HSC III (87.) wegen wiederholtem Foulspiels, Ampelkarte gegen den HSC III (92.) wegen wiederholtem Foulspiels

PSV Bork – SuS Lünern 3:0 (2:0). Ohne Spielertrainer Kai Hutmacher, der momentan im Urlaub weilt, unterlag der SuS verdient beim Tabellendritten aus Bork. Ein berechtigter Foulelfmeter brachte die Gäste früh auf die Verliererstraße. Christian Voßschmidt ließ sich nicht zwei Mal bitten, traf zum 1:0 und legte kurze Zeit später seinen zweiten Treffer nach. „Das 2:0 hat uns leider vollkommen aus dem Konzept gebracht. Den Beginn haben wir leider gepennt und rannten fortan der Musik hinterher“, beschreib Lünerns Vorsitzender Helge Kleinjohann diese spielentscheidende Szene. Es dauerte bis zur zweiten Halbzeit, ehe die Lünerner Offensiv ein Lebenszeichen von sich gaben. Die erspielten Tormöglichkeiten blieben am Ende aber ungenutzt und so gelang Voßschmidt in der 82. Minute sein dritter Streich zum verdienten 3:0-Endstand.

SuS Lünern: Gökce, Holl, Bräckelmann, Becker, Kitschke, Senga, Teske, Fröse, Hawes, Oturak, Kramer – Schweizak, Reimer, Holl

Tore: 1:0 Voßschmidt per Foulelfmeter (10.), 2:0 Voßschmidt (12.), 3:0 Voßschmidt (82.)

SC Fröndenberg-Hohenheide – SG Massen II 1:6 (1:1). Eine starke erste Halbzeit reichte dem SCF am Ende nicht, um gegen die Massener Reserve mitzuhalten. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel richtig gemacht und die Fehler aus der Vorwoche abgestellt“, war Fröndenbergs Spielertrainer von der ersten Halbzeit sehr angetan. Hussein Mohammad brachte die Hausherren in der 32. Minute in Führung. Mit dem Halbzeitpfiff sprach Schiedsrichter Niko Dahlhoff einen aus seiner Sicht unberechtigten Handelfmeter aus, den Massens Luigi Amendolagine zum Ausgleich verwandelte. Zur zweiten Halbzeit zeigte sich Fröndenberg plötzlich wie ausgewechselt. Durch individuelle Fehler wurde Massen stark gemacht, Amendolagine schraubte das Ergebnis bis zur 60. Minute auf 3:1, ein weiterer Dreierpack, dieses Mal von Tim Heptner, besiegelte die SC-Niederlage endgültig.

SC Fröndenberg-Hohenheide: Wiesner, Ussa, Carvalho, Vieira, Ndungo, Kalac, Mohammad, S. Sener, Carvalho, Daniel Martins, Di Giovanni – Dennis Martins, Tetteh, Cani

Tore: 1:0 Mohammad (32.), 1:1 Amendolagine per Handelfmeter(44.), 1:2 Amendolagine (58.), 1:3 Amendolagine (60.), 1:4 Heptner (78.), 1:5 Heptner (81.), 1:6 Heptner (86.)

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann

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