Toptorjäger Michael Krakala will auch für SuS Oberaden regelmäßig treffen. © SuS
Fußball

Ruhrpott-Bomber Michael Krakala will in jedem Spiel mindestens ein Tor erzielen

In der Jugend spielte er mit Manuel Neuer und gegen Lukas Podolski, traf 183 Mal in den letzten 110 Pflichtspielen und kommt mit einer klaren Mission an den Römerberg: SuS Oberadens Neuzugang Michael Krakala.

Ein kurzer Blick auf die Statistik lässt erahnen, dass der SuS Oberaden sich einen Spieler mit eingebauter Torgarantie an den Römerberg geholt hat. Michael Krakala hat zuletzt für den SV Hessler 06 in der Bezirksliga Gelsenkirchen gespielt und hat in den vergangenen fünf Spielzeiten ganze 183 Treffer erzielt.

Die Oberadener haben die Lücke, die Erkan Baslarli mit seinem lautstarken Abgang hinterlassen hat, damit augenscheinlich gut gefüllt. In Krakala hat der SuS nun einen Spieler in den eigenen Reihen, der trotz seiner 36 Jahre hoch motiviert ist und ein klares Ziel mit Oberaden verfolgt.

„Kurzfristig ist das Ziel ganz klar Platz eins in der nächsten Saison“, macht Michael Krakala aus den Ambitionen des SuS Oberaden keinen Hehl. „Das wurde in den Gesprächen von Rached (Allam, Anm. d. Red.) und Birol (Dereli, Anm. d. Red.) so kommuniziert und das ist auch meinen Vorstellungen entsprechend“, so der Stürmer zu den Verhandlungen mit dem Sportlichen Leiter und dem Trainer Oberadens.

Birol Dereli kann sich auf seinen neuen Knipser freuen. © neumann © neumann

Wie es dann in der Bezirksliga aussähe, sei hingegen Zukunftsmusik. „Ich denke da erstmal von Schritt zu Schritt, und der erste Schritt ist die nächste Saison“, stellt Krakala klar.

„Ich habe richtig Bock auf die neue Aufgabe“

Deren Beginn kann der Torjäger kaum erwarten. Wer denken würde, dass ein Spieler Mitte 30 durch die Corona-Pause eher an ein Karriere-Ende denken würde, der hat sich getäuscht – bei Krakala ist das Gegenteil der Fall: „Ich bin richtig heiß darauf, dass es wieder losgeht. Ich habe richtig Bock auf die neue Aufgabe.“

Für Krakala heißt diese neue Aufgabe SuS Oberaden, an seiner Auftragsbeschreibung hat sich allerdings nichts geändert. „Ich wurde fürs Toreschießen geholt und genau das will ich hier auch machen“, so Krakala.

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Michael Krakala (r.) war für den SV Zweckel auch schon in der Westfalenliga aktiv. © Witte © Witte

Gedanken an ein Ende der Amateurfußball-Karriere macht er sich noch keine.

„Wenn der Zeitpunkt kommt, dass es entweder körperlich nicht mehr geht oder ich vielleicht nicht mehr so viel Bock habe, dann merke ich das“, sagt Krakala, „aktuell ist aber beides nicht der Fall“. Um fitzubleiben gehe er deshalb laufen und betreibe Kraftsport. „Meine Motivation ist gerade irgendwo bei über 100 Prozent mit der kommenden Saison als Ansporn“, kann der Routinier den Re-Start im Fußball kaum erwarten.

Eine Tore-Marke setze er sich grundsätzlich nicht: „Ich nehme mir da kein bestimmtes Ziel vor. Ich gucke eher, dass ich in jedem Spiel das Maximale heraushole. An sich will ich aber schon in jedem Spiel mindestens einmal treffen.“

Krakala funktioniert auch als Vorlagengeber

Um diesem Vorhaben gerecht zu werden, bringt Krakala, der in der Jugend für Schalke 04 und Rot Weiss Essen auflief, entsprechende Fähigkeiten mit: „Ich bin auch mit 36 Jahren noch jemand, der einen guten Antritt hat. Durch mein Alter bin ich mittlerweile sehr entspannt vor dem Tor, da habe ich eine gewisse Lockerheit.“

Und auch das Auge für den Nebenmann hat der Torjäger: „Ich war lange Zeit eher Flügelspieler als Mittelstürmer. Da habe ich viele Treffer vorbereitet.“ Der SuS Oberaden kann sich also auf einen kompletten Offensiv-Spieler freuen, der auch mit 36 Jahren noch richtig für den Fußball brennt.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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