70-Tore-Victoria-Neuzugang: „Ich bin das Unglück meiner Gegner“

mlzFußball

Niklas Groß ist in der kommenden Saison ein Teil des 171-Tore-Sturms von Victoria Habinghorst. Im Interview kündigt er an, mindestens zwei Tore pro Spiel schießen zu wollen.

Castrop-Rauxel

, 16.06.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der B-Ligist Victoria Habinghorst hat für die kommende Saison einen schlagfertigen Sturm zusammengestellt. Neben 101-Tore-Mann Dennis Teuber kommt auch der 21-jährige Niklas Groß, der mit 70 Toren in der abgebrochenen Saison der erfolgreichste Stürmer Deutschlands ist.

Jetzt lesen

Herr Groß, 70 Tore haben Sie in der vergangenen Saison für den SC Pantringshof in der Kreisliga C geschossen, geht es bei Victoria Habinghorst so weiter?

Ich hoffe es, ich werde natürlich wieder versuchen, so viele Tore wie möglich zu schießen. Aber es ist natürlich auch eine neue Mannschaft und eine neue Liga.

Haben Sie sich geärgert, dass die Saison abgebrochen wurde? Sie sagten in einem anderen Interview, während die Saison noch lief, Sie wollen die 100-Tore-Marke knacken.

Ja, anfangs schon, die 100 Tore hätte ich noch voll machen können. Das war auch mein Ziel als die Saison noch lief, aber ich war dann nicht übermäßig traurig, als es nicht geklappt hat.

Was ist denn jetzt Ihr Ziel für die neue Saison?

Ich will in jedem Spiel zwei Tore pro Spiel schießen – mindestens.

Das ist ein ambitioniertes Ziel.

Ja, ich hoffe einfach, dass ich mich nicht verletze, dann sollte das klappen. Meine zwei Tore pro Spiel habe ich auch in der vergangenen Saison immer gemacht.

Jetzt lesen


Waren Sie denn immer schon so treffsicher?

Ich war den Großteil meiner Karriere gar nicht Stürmer, sondern meist Verteidiger. Als Stürmer spiele ich eigentlich erst seit drei Jahren. In der A-Jugend war ich dann auch schon recht erfolgreich. Ein Jahr war es dann etwas schwieriger, wahrscheinlich auch wegen des Umstiegs vom Junioren- in den Senioren-Bereich.

Die vergangene Saison lief dann sehr erfolgreich. Gab es viele Anfragen von Vereinen?

Es gab ein paar Angebote, aber nicht übermäßig viele. Ich meine, ich habe ja auch nur in der Kreisliga C gespielt, das war dann für viele sicher nicht so interessant.

War die Verpflichtung vom 101-Tore-Mann Dennis Teuber auch ein Grund für Sie zu Habinghorst zu gehen?

Nein, das hat keine Rolle gespielt. Die Verhandlungen liefen unabhängig voneinander. Ich wusste gar nicht, dass er auch zu Habinghorst wechselt.

Jetzt lesen

Was war dann der Grund für den Wechsel?

Der neue Torwart von Habinghorst ist der Mann meiner Cousine. Außerdem spielen viele Freunde von mir bei Victoria. Ich habe einfach Lust mit ihnen zusammenzuspielen. Meine Ausbildung geht noch ein Jahr, die will ich erst mal zu Ende machen. Danach will ich dann mal noch gucken, wie hoch es geht. Ich würde schon gerne mal höher spielen und die Saison nutzen, um mich zu zeigen.

Die Nummer 9 ist die klassische Stürmernummer, wird es zwischen Ihnen und Teuber Streit geben, wer sie bekommen wird?

Nein, die Nummer 9 kann Dennis gerne haben. Ich bleibe bei meiner Nummer 13. Ich bin das Unglück meiner Gegenspieler.

Werden Sie denn gemeinsam im Sturm auflaufen oder nur einer von Ihnen?

Dazu hat der Trainer noch nichts gesagt. Aber nur weil ich jünger bin, heißt das nicht, dass ich meinen Platz kampflos hergeben werde. Ich will spielen. Ich glaube aber auch, dass wir uns auf dem Platz gut ergänzen und unterstützen können und uns gegenseitig ein paar Tore vorlegen werden.

Jetzt lesen

Was sind Sie denn für ein Spielertyp?

Ich bin zielstrebig, emotional und geradlinig. Ich mache auf dem Platz keinen Schnickschnack, sondern schieße die Bälle einfach rein.

Apropos emotional, Ihr neuer Trainer sagte, Sie meckern auf dem Platz ganz gerne mal.

Ja, das stimmt. Ich habe eigentlich immer Probleme mit den Schiedsrichtern. Viele pfeifen einfach nicht gut, darüber rege ich mich dann auf und sage das auch. Da muss ich ein bisschen ruhiger werden.

Lesen Sie jetzt