Abbruch in Herten: Henrichenburg verliert Punkte

Keine Strafe für Gegner

Die Kreisliga A-Fußballer des TuS Henrichenburg (11.) haben bei der Verhandlung durch die Kreisspruchkammer Recklinghausen (KSK) endgültig die Punkte aus der am 14. Februar beim Stand von 1:2 abgebrochenen Partie bei Türkiyem Herten (16.) verloren.

CASTROP-RAUXEL

, 23.02.2016, 21:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Trainer Rainer Mattukat notierte neben Torchancen auf zwei strittige Szenen in seinem Block.RN-Foto Engel

Trainer Rainer Mattukat notierte neben Torchancen auf zwei strittige Szenen in seinem Block.RN-Foto Engel

Das Sportgericht urteilte, dass die Castrop-Rauxeler nach der schweren Verletzung von Philipp Engel in der 53. Minute nicht den Platz hätten verlassen dürfen. Das berichtete der KSK-Vorsitzende Bruno Ruch (SF Stuckenbusch), der in den 1970er Jahren selbst für den TuS Henrichenburg sowie den VfB Habinghorst in der Landesliga gespielt hatte.

Ruch sagte: "Dass Trainer Rainer Mattukat seiner Fürsorgepflicht nachkommen wollte, indem er mit seinem Team gegangen ist, klingt für den Außenstehenden löblich - verstößt aber absolut gegen die Regeln des Verbandes." Weshalb Ruch und seine Mitstreiter dem TuS eine Strafe von 100 Euro auferlegen mussten.

Nach eigener Aussage "mit Bauchschmerzen" fällte Bruno Ruch ein weiteres Urteil: Er sprach mit seiner Kammer alle Beteiligung frei von Schuld rund um die schwere Verletzung von Engel am Kiefer. Der Vorsitzende sagte: "Weil der Schiedsrichter als einzige neutrale Person am Platz die Szene nicht gesehen hat, können wir niemanden bestrafen." Die Henrichenburger hatten geklagt, dass die Hertener Nummer Drei offenbar Philip Engel ins Gesicht geschlagen habe. Die Hertener hielten entgegen, dass Engel ihrem Spieler rückwärts gegen die Schulter gerannt sei.

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