Alle Teams siegreich / Schwerin deklassiert Datteln

Fußball: Bezirksliga

Das liest sich aus Castrop-Rauxeler Sicht doch prima: Alle heimischen Teams in der Bezirksliga 9 haben am 22. Spieltag Siege eingefahren. Herausragend dabei war das 9:0-Schützenfest der Spvg Schwerin gegen das Schlusslicht Eintracht Datteln.

CASTROP-RAUXEL

, 03.04.2016, 20:12 Uhr / Lesedauer: 4 min
Verbrachten zusammen einen schönen Nachmittag: Die Jungs der Spvg Schwerin kamen gegen Datteln mühelos zu drei Punkten.

Verbrachten zusammen einen schönen Nachmittag: Die Jungs der Spvg Schwerin kamen gegen Datteln mühelos zu drei Punkten.

Bezirksliga 9, 22. Spieltag

FC/JS Hillerheide - FC Frohlinde 2:3 (1:2)

Die Erfolgs-Serie der Bezirksliga-Fußballer des FC Frohlinde (4.) hat weiter Bestand: Mit einem verdienten 3:2 (2:1)-Erfolg beim FC/JS Hillerheide (6.) wurde zudem ein Verfolger auf Distanz gehalten. Und noch viel mehr. Denn für das Spiel gegen Spitzenreiter Westfalia Langenbochum, das auf Freitag, 8. April (19.30 Uhr an der Brandheide), vorgezogen wird, wurde große Werbung in eigener Sache gemacht. Ein weiterer Aspekt sorgt sicherlich dann für noch mehr Spannung: Auf der Gäste-Bank sitzt am Freitag Trainer Karsten Quante, der vor 14 Tagen ja noch beim Derby-Gegner auf Schweriner Seite stand.

Das alles hat in Hillerheide noch keine Rolle gespielt. Die beiden Spielertrainer, Stefan Hoffmann und Michael Wurst, standen nach langer Zeit erstmals wieder zusammen in der Anfangsformation. Beide waren nach dem Schlusspfiff auch einer Meinung: „Der Sieg war hoch verdient“. Der Erfolg in Recklinghausen war zum Schluss mit einem Hauch Glück versüßt, weil Dietrich Liskunov, der nach der Halbzeitpause für Wurst ins Spiel kam, Sekunden vor dem Abpfiff das 3:2 (90.) markierte.

Unermüdlich bis zum Abpfiff

Das war der Lohn für unermüdliches Anrennen. Die Erfolgs-Geschichte in Hillerheide begann in der siebten Minute. Arif Secen wurde nach einer guten Kombination mit Mario Djordic gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Djordic zum 1:0. Frohlinde hatte das Spiel im Griff, musste aber per Kopfball nach einem Freistoß das 1:1 (23.) schlucken. Das machte nichts. Djordic war es, der sein Team mit 2:1 (40.) vor dem Seitenwechsel in Führung brachte. Die Hausherren ließen auf ihrem Naturrasen nicht locker. Obwohl die Gäste ihnen nur wenige Chancen ließen, nutzten sie eine zum 2:2 (65.).

Der Jubel auf Hillerheider Seite war natürlich groß. Doch die Gäste waren es, die am Drücker blieben. Dafür wurden sie belohnt. Eine schöne und schnelle Kombination über Djordic, Chris Kaprzak und Vedat Öz landete bei Liskunov. Und der lange Zeit verletzte Stürmer versenkte die Kugel zum Sieg. Jetzt jubelten nur noch die Frohlinder.

TEAM UND TORE FROHLINDE: Schultz, Niebert (76. Moussa), Tiedke, Hoffmann, Wurst (46. Liskunov), Djordic, Secen, Kasprzak, Ruffer (76. Moussa), Öz, Flaczek. Tore: 0:1 (7./FE) Djordic, 1:1 (23.), 1:2 (40.) Djordic, 2:2 (65.) 2:3 (90.) Liskunov.

Erler SV 08 - SV Wacker Obercastrop 0:3 (0:2)

Das war ein glatter Sieg auf holprigem Rasen: Mit einem 3:0 (2:0)-Sieg beim Erler SV (14.) hat der SV Wacker Obercastrop (7.) in der Fußball-Bezirksliga das abhandengekommene Sieger-Gen tatsächlich wiederentdeckt. Das größte Problem wäre der Platz gewesen, konstatierte Wacker-Trainer Andreas Köhler: „Das sind wir von unserem Kunstrasen natürlich anders gewohnt.“ Einige Stockfehler waren so vorprogrammiert. Dass einer davon für die Gäste das 1:0 brachte, war sicherlich nicht im Sinne der Hausherren.

David Queder setzte einem Rückpass nach und konnte nur noch vom gegnerischen Torwart mit einem Foul am Einschuss gehindert werden. Der Keeper sah die Gelbe Karte und hatte beim Elfmeter, den Stefan Kitowski zum 1:0 (12.) verwandelte, keine Chance. Das spielte der Köhler-Truppe in die Karten. Das Spiel plätscherte zeitweise nur noch so dahin, die Obercastroper hatten das Geschehen im Griff. Die Gelsenkirchener, die auf dem ersten Abstiegsplatz stehen, rannten sich immer wieder in der Wacker-Abwehr fest.

Torchancen blieben Mangelware. Dann war es Kapitän Bastian Fritsch, der für noch mehr Halbzeit-Beruhigung sorgte. Einen lang gezogenen Freistoß von Zimmermann wuchtete Fritsch per Kopfball aus elf Metern zum 2:0 (44.) in die Maschen. Köhler wusste zu berichten: „Bastian ist hochgesprungen sein Gegenspieler nicht.“ Und als dann in der 57. Minute Niko Kresic nach Pass von Marcel Sola alleine auf und davon lief und das 3:0 machte, war alles gegessen. Köhler: „Wir hätten noch mehr Tore machen können, aber ein 3:0 auswärts macht auch so zufrieden.

TEAM UND TORE OBERCASTROP: Scholka, Fritsch, Sola, Kresic, Kiitowski (83. Kraschewski), Queder (35. El Moutaouafik), Zimmermann, Budde, Backes (75. Emen), Bothe, Herder. Tore: 0:1 (12./FE) Kitowski, 0:2 (44.) Fritsch, 0:3 (57.) Kresic.

Spvg Schwerin - Eintracht Datteln 9:0 (7:0)

Wer einen verspäteten Aprilscherz vermutet, liegt falsch: Die Spvg Schwerin (5.) hat in der Fußball-Bezirksliga Schlusslicht Eintracht Datteln (16.) tatsächlich mit 9:0 (7:0) besiegt. Martin Kapitza wurde mit drei Treffern quasi der König bei diesem Schützenfest. Dabei hätte er eigentlich bis zur 14. Minute einen lupenreinen Hattrick erzielen müssen. Es klappte nicht, weil Kapitza vor seinem Treffer zum 1:0 (11.) aus zwei Metern nur an den Pfosten köpfte, und drei Minuten nach seinem Erfolg das leere Tor aus kurzer Distanz nicht traf. Das störte die gute Stimmung nicht, die auch die Interimstrainer Suri Ucar und Marcus Hasecke an der Linie verbreiteten.

In der 19. Minute hatte Mateusz Urbanski die Nachlässigkeiten von Kapitza mit dem 2:0 vergessen gemacht. Noch einmal gab es leichten Ärger, als Fabian Gillner (23.) zu lässig den Ball mit der Hacke ins leere Tor schaufeln wollte. Die Gäste vom Tabellenende waren zu diesem Zeitpunkt schon völlig unterlegen. In der gesamten Spielzeit gaben sie keinen Torschuss auf das ab. Auf der Gegenseite sah das anders aus. Daniel Reuscheck guckte sich die Mauer aus und drosch einen Freistoß zum 3:0 (25.) ins Dattelner Netz. Es klappte einfach alles an diesem sonnigen Vorsommertag auf dem Schweriner Berg. Auch bei Kapitza, der das 4:0 (26.) für seine Farben erzielte.

Schwerin setzt nach

Schwerin gab nicht nach, das Scheibenschießen ging weiter. Tomo Deric (33.) machte die Fünf voll und Mateusz Urbanski schnürte den Sechserpack (37.). Das war immer noch nicht genug. Thomas Geiger gelang kurz vor dem Wechsel das 7:0 (44.). Das staunten die Zuschauer während der Halbzeitpause nicht schlecht. Die Gäste hatten ihre Gegenwehr völlig aufgegeben, kehrten im zweiten Abschnitt mit einer anderen Taktik auf das Feld zurück. „Alle Mann hinten rein“, lautete die Devise. Weil die Platzherren das Tempo drosselten, gab es lange Zeit keine Torchancen der Güte von Halbzeit eins. Das dauerte eine Zeit.

Dann war eigentlich Andi Dapi dran, der für Angelo Sänger (58.) eingewechselt wurde. In der 75. Minute traf er aus linker Position freistehend aber nur den Pfosten. Es schien der Weckruf für weitere (Tor-)Taten zu sein. Geiger traf nach Gillner-Vorlage zum 8:0 (80.). Den neunten Streich vollzog noch einmal Kapitza, der nach einem Foul an Dapi den fälligen Elfmeter versenkte.

TEAM UND TORE SCHWERIN: Göbel, Geiger, Horn, Sänger (58. Dapi), Reuscheck, El Marsi, Neumann (66. Wikczynski), Kapitza, Gillner, Urbanski, Deric.Tore: 1:0 (11.) Kapitza, 2:0 (19.) Urbanski, 3:0 (25.) Reuscheck, 4:0 (26.) Kapitza, 5:0 (33.) Deric, 6:0 (37.) Urbanski, 7:0 (44.) Geiger, 8:0 (80.) Geiger, 9:0 (84./FE) Kapitza.

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