Annalena Krapp trifft für Lütgendortmund

Serie: Auswärtsspiel

In zahlreichen Vereinen in Castrop-Rauxel sind die heimischen Sportlerinnen und Sportler aktiv. Doch auch außerhalb der Europastadt üben einige von ihnen ihren Sport aus - um höherklassiger zu spielen oder um besondere Trainingsmöglichkeiten zu nutzen. In der Serie "Auswärtsspiel" wollen wir regelmäßig diesen Teil der Castrop-Rauxeler Sportlandschaft beleuchten. Diesmal stellen wir die Fußballerin Annalena Krapp vor.

CASTROP-RAUXEL

, 07.07.2016, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Annalena Krapp (links) mit Kapitänin Tania Capobianco im Spiel der SG Lütgendortmund beim SV Fortuna Freudenberg.

Annalena Krapp (links) mit Kapitänin Tania Capobianco im Spiel der SG Lütgendortmund beim SV Fortuna Freudenberg.

Die 23-Jährige, die in Habinghorst lebt, läuft als Fußballerin für die SG Lütgendortmund auf. "Meine Mutter wollte gerne, dass ich eine Mannschaftssportart ausübe", erinnert sich Annalena Krapp schmunzelnd an den Beginn ihrer Laufbahn, "sie hatte aber nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich mir Fußball aussuchen würde."

Doch die damals Fünfjährige blieb bei dieser Sportart, spielte zunächst in den Jungen-Teams von Victoria Habinghorst und der Spvg Schwerin, bevor sie zu den D-Juniorinnen der SG Lütgendortmund wechselte.

Bis auf ein kurzes Zwischenspiel beim 1. FFC Recklinghausen ist die Castrop-Rauxelerin seitdem für den heutigen Landesligisten in der Nachbarstadt aktiv und fühlt sich dort seht wohl. "Es müsste schon ein mittleres Erdbeben geben, um mich von der SG Lütgendortmund wegzubekommen".

Auch der Lütgendortmunder Trainer Christian Sommer ist voll des Lobes über seine Spielerin. "Annalena übernimmt Verantwortung und ist auch außerhalb des Platzes sehr engagiert." Unter anderem betreut die Habinghorsterin, die beruflich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei einem großen Energieversorger tätig ist, auch den Facebook-Auftritt der Lütgendortmunder Fußballerinnen. "Das macht meinen Mitspielerinnen großen Spaß", berichtet sie.

17 Saisontreffer

Einen großen Beitrag zur guten Stimmung hat Krapp in der vergangenen Saison auch auf dem Platz geleistet. Mit 17 Toren war sie mitverantwortlich dafür, dass die SG die Spielzeit auf Platz zwei in der Landesliga beendete. In der Saison zuvor waren es sogar 20 Treffer gewesen. Dabei ist die Castrop-Rauxelerin keine gelernte Stürmerin, war lange Zeit sportlich im linken Mittelfeld beheimatet. Vor zwei Jahren rückte sie auf die zentrale Angriffsposition vor. "Ich bin zur Mittelstürmerin umfunktioniert worden, obwohl ich nur 1,60 Meter groß bin", kommentiert Krapp.

Die Körpergröße hindert die Habinghorsterin aber offenbar nicht an der erfolgreichen Erfüllung ihrer Aufgabe. Auch als jüngere Spielerin war sie schon gut für entscheidende Treffer. So etwa 2009, als Krapp in der ersten Runde des DFB-Pokals als Juniorin für die Lütgendortmunder Frauen auflief und das dritte Tor zum 3:2-Sieg beim 1. FC Neubrandenburg markierte.

"Sie ist sehr zweikampfstark und unsere torgefährlichste Spielerin", sagt Trainer Sommer, der unter seinem früheren Namen Nilkowski unter anderem als Spieler für die SG Castrop und Coach der Fußballerinnen des SuS Merklinde aktiv war.

"In der Liga zufrieden"

Die Landesliga ist für Annalena Krapp allerdings nicht die höchste Spielklasse, in der sie mit Lütgendortmund aufgelaufen ist. Bis 2011 war die SG Regionalligist, danach zwei Jahre Westfalenligist.

Mit Rang zwei erreichten Krapp und ihre Mitspielerinnen nun die beste Platzierung seit dem Abstieg in die Landesliga. Höher hinaus muss es aber aus ihrer Sicht nicht unbedingt gehen. "Wir sind in dieser Liga eigentlich ganz zufrieden", sagt die Torjägerin. Schon die Westfalenliga sei mit deutlich weiteren Anreisen zu den Auswärtsspielen verbunden. "Vom Zeitaufwand her ist die Landesliga besser mit den beruflichen Verpflichtungen vereinbar."

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