Aufsteiger FC Castrop-Rauxel ereilt vor dem Saisonstart noch eine Hiobsbotschaft

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Jeder Aufsteiger wünscht sich zum Saisonstart ein Heimspiel. Neu-Bezirksligist FC Castrop-Rauxel hat eins bekommen. Am Sonntag, 6. September, ist ab 15 Uhr Viktoria Kirchderne am Fuchsweg zu Gast.

Merklinde

, 05.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich sollten bei den Bezirksliga-Fußballern des Aufsteigers FC Castrop-Rauxel nur Strahlemänner herumlaufen. Be ihrer Premiere dürfen sie gegen einen nicht übermächtigen Gegner, Viktoria Kirchderne, auflaufen. Anstoß ist um 15 Uhr am Fuchsweg in Merklinde. Vorschuss-Lorbeeren hat der FC bei der Internet-Umfrage der Lokalsportredaktion geerntet. 28,8 Prozent der Teilnehmer trauen dem Team der Trainer Patrick Stich und Yannick Grondin eine Position im Aufstiegsrennen zu.

Kapitän geht plötzlich von Bord

Kurz vor dem Saisonstart erschüttert allerdings eine Hiobsbotschaft die Mannschaft: Der Kapitän ist von Bord gegangen. Chris Kasprzak, ein absoluter Schlüsselspieler im Team, hat aus beruflichen und privaten Gründen die Fußballschuhe an den berühmten Nagel gehängt und steht nicht mehr zur Verfügung.

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„Der Ausstieg von Chris Kasprzak so kurz vor dem ersten Saisonspiel hat uns geschockt. Hätte er vor sechs Wochen seinen Rücktritt erklärt, hätten wir personell reagieren können - jetzt ist es zu spät dafür. Ich habe der Mannschaft in der vergangenen Woche gesagt, dass wir diese neue Situation nun im Kollektiv lösen müssen“, sagt der FC-Vorsitzende Uwe Blase. Er hat grundsätzlich Verständnis dafür, wenn ein Spieler aus persönlichen Gründen kein Fußball mehr spielen kann. Blase: „Wir sind alle nur Amateure.“

Trainer ist aus Kreta zurückgekommen

FC-Trainer Patrick Stich hat kurz vor dem Einstieg in die erste Bezirksliga-Saison einen einwöchigen Kreta-Urlaub eingeschoben, um Kraft zu tanken für die anstehenden Aufgaben. Am Freitag leitete er das Abschluss-Training. Am Sonntag steht er an der Seitenlinie, versichert Uwe Blase, der vor „jedem unserer neuen Gegner Respekt, aber keine Angst“ hat.

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Über Viktoria Kirchderne hat sich Blase schlau gemacht und dabei Infos bekommen, die nicht erschrecken. Tabellenplatz neun in der Corona-Abbruch-Saison und keine aufregende Personal-Auffrischung lässt die Dortmunder schlagbar erscheinen. Zumal der Vereins-Chef selbstbewusst sagt: „Wir haben fußballerische Qualität.“

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