Bezirks-Beirat stimmt über Tischtennis-Wildcards nach Corona für Härtefälle ab

Tischtennis

Manch ein Tischtennis-Team ist vor dem jähen Saisonende mehr oder minder unverschuldet in Rückstand geraten. Eine Sonderregelung soll Härtefälle berücksichtigen. Profitiert der Post SV?

Castrop-Rauxel

, 07.04.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrich Jeschke (links) und Jörg Wagner traten achtmal als Doppel für den Post SV in der Bezirksklasse an. Kann ihre Mannschaft von der Härtefallregelung des Verbandes profitieren und den Relegationsplatz in einen Nicht-Abstiegsplatz umwandeln?

Ulrich Jeschke (links) und Jörg Wagner traten achtmal als Doppel für den Post SV in der Bezirksklasse an. Kann ihre Mannschaft von der Härtefallregelung des Verbandes profitieren und den Relegationsplatz in einen Nicht-Abstiegsplatz umwandeln? © Volker Engel

Die aktuelle Tischtennis-Saison ist aufgrund der Coronakrise beendet, Auf- und Absteiger stehen fest. Für Mannschaften auf den Relegationsplätzen sollen in den Landesverbänden Lösungen erdacht werden. Der Westfälische Tischtennis-Verband (WTTV) hat daher am Montagabend eine Beschlussvorlage an die Stimmberechtigten des Bezirksbeirats verschickt.

Teil der Beschlussvorlage soll eine Wildcard für absolute Härtefälle sein. Beispielsweise, falls ein Team in Rückstand geraten ist, weil es bis zum 13. März alle planmäßigen Spiele bereits absolviert hat, während eine andere Mannschaft nun fein raus ist, obwohl sie dem Spielplan zwei Partien hinterherhinkt. Dies könnte beispielsweise dem Castrop-Rauxeler Post SV in der Bezirksklasse nützen. Er hat ein Spiel mehr absolviert, aber zwei Punkte weniger als der TTC Dortmund-Westerfilde, der auf einem sicheren Platz steht.

Virtuelle Sitzung mit 50 Teilnehmern

Daher soll eine außerordentliche, virtuelle Beiratsitzung Klarheit schaffen. 50 Bezirks-Delegierte und Funktionäre sollen abstimmen. „Damit wollen wir die Entscheidung auf rechtlich sichere Füße stellen“, sagt der WTTV-Ehrenvorsitzende Michael Keil, „ich hoffe, dass wir eine qualifizierte Mehrheit erreichen.“ Am Dienstag, 14. April, soll das Votum verkündet werden.

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Mit Klagen rechnet Keil dennoch. „Wir wollen aber die Zahl klein halten“, sagt er, „die Verlierer der bisherigen Regelung werden vermutlich Belege liefern, warum sie sich benachteiligt sehen.“ Manche sehen sich um den Aufstieg betrogen, andere um den Klassenverbleib. Durch die Wildcards erwartet Keil „in dieser Notstandssituation“ einen breiteren Konsens.

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