Billard-Karambolage: Immer wieder Reuter

SCHWERIN Der Name Reuter bürgt seit Jahren bei den Billardfreunden Schwerin für Qualität und Kontinuität. Vater Hans Reuter, den "auf Schwerin" auch heute noch alle, trotz seiner 72 Lenze, "Hansi" rufen, hatte seine Söhne Dieter und Wolfgang früh an den Karambolagesport herangeführt. Jetzt sorgt der Name erneut für große Hoffnungen im Verein: mit Enkel Alex Reuter (14).

von Von Jürgen Weiß

, 31.01.2008, 16:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt gehören acht Familienmitglieder den Billardfreunden an, fünf spielen davon aktiv in verschiedenen Mannschaften. Und jetzt schlägt Enkel Alex Reuter mit seinem spielerischen Leistungssprung alle "Familienrekorde".

Der Gewinn der Westfalen-Meisterschaft (bis 15 Jahre) am letzten Wochenende belegt dies ganz deutlich. Vor gut eineinhalb Jahren hat der 14-jährige die Fußballschuhe bei der Spvg Schwerin zur Seite gelegt und sich dem Sport mit den drei Kugeln (Bällen) verschrieben. Und wie!

Das Talent von Alex wurde sofort erkannt

Gleich zu Beginn der ersten Trainingseinheiten war allen Beteiligten um den BF-Vorsitzenden Michael Majcherski klar: "Hier schlummert ein großes Talent." Diese Voraussage sollte sich schnell bewahrheiten. Der junge Alex war (und ist) vom Billardtisch nicht mehr wegzubringen. Der Erfolg stellte sich schnell ein.

So kann der Schweriner Youngster, der mit seinen Eltern Udo und Vera sowie dem zwei Jahre jüngeren Bruder Dustin (Opa Hansi: "Der hat auch Billardtalent, spielt aber in Schwerin Fußball") nur ein paar Schritte von der Billardstätte entfernt wohnt, über den Anfangsdurchschnitt von 1,97 Points bei den Meisterschaften 2007 heute nur schmunzeln.

Seine Werte steigen stetig

Die Werte steigen kontinuierlich an. Beim diesjährigen Gewinn der Kreismeisterschaft waren es "so um die fünf Schnitt", erinnert sich der Nachwuchsmann an die Titelkämpfe. Bei der westfälischen Endrunde, die an den Schweriner Tischen - quasi also in seinem "Wohnzimmer" - stattfand, stieg der Gesamt-Durchschnitt in der Freien Partie (BED-13,64) schon auf 7,90 Bälle.

Da strahlten auch die Augen von Pressesprecher Wolfgang Reuter, der einmal in der Woche die Junioren selbst mit trainiert und regelmäßig die Talente zum Bundesligisten DBC Bochum begleitet, bei dem Nationalspieler Fabian Blondeel für den Feinschliff sorgt. Wolfgang Reuter: "Unsere Burschen brauchen nur einen Monatsbetrag von fünf Euro zahlen und erhalten so ein ganz preiswertes und exzellentes Spezialtraining!"

"Alle Zeit der Welt" für die Junioren

Und Alex` Onkel Wolfgang selbst lernt dabei mit, wie er weiß: "Das sind ganz neue Übungen die ich dann versuche bei unserem Heimtraining weiter zu vermitteln. Doch bis auf Alex stagnieren augenblicklich die Leistungen der zahlreichen Junioren. "Das macht aber nichts, wir geben unserem Nachwuchs alle Zeit der Welt", so der Vorsitzende Michael Majcherski. Sagte es und spielte weiter in einem hochklassigen Trainingsmatch. Gegen wen? Natürlich gegen Alex.

"Der scheint hier zu übernachten" rief lachend Günter Gregg beim Pressegespräch vom Nachbartisch herüber. Er selbst profitiere ja auch von der guten Schweriner Jugendarbeit und ist schließlich nicht nur Stammspieler der ersten Mannschaft, sondern auch als Kreisjugendwart gewählt. Wenn das mit dem "Schlafen" auch ein Spaß war - Alex ist tatsächlich (fast) täglich im Billardraum präsent.

Mit dem Opa im Team

Das geht gut, weil die schulischen Leistungen passen. "Dafür sorgen schon die Eltern", weiß Opa Hansi, der ja mit seinem Enkel (noch) in einem Team spielt. Wobei Alex in der neuen Saison wohl einen Platz im zweiten BF- Quartett (u.a mit Onkel Wolfgang und Onkel Dieter) einnehmen wird. "Von nichts kommt eben nichts", unterstreicht Wolfgang Reuter die aufstrebende Klasse seines Neffen.

Neben den zahlreichen Team Wettkämpfen ist das nächste Ziel von Alex Reuter die Deutsche Meisterschaft in Bad-Wildungen. Wie bei den Senioren werden die Titelkämpfe für die Junioren vom 25.3. bis 29.3. 2008 im hessischen Staatsbad zentral ausgerichtet. Vielleicht ist für den jungen Schweriner dort ja auch ein Titel drin. Die "Trainingskiebitze" jedenfalls, können sich das gut vorstellen.

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