Bis in die Kreisliga C: Sperre nach fünf Gelben

Fußball

Sicher hat manch heimischer Fußballer schon mal davon geträumt zu sein wie die Fußball-Profis. Mit Beginn der Saison 2014/15 darf er das auch zu Recht: Nach den üblichen Sperren für Rote und Gelb-Rote Karten wird im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) auch die Zwangspause von einem Spiel nach der fünften Gelben Karte eingeführt - eben ganz wie bei den Profis.

CASTROP-RAUXEL

24.06.2014, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bis in die Kreisliga C: Sperre nach fünf Gelben

"Der FLVW wird die Änderungen bereits zur neuen Saison in allen Seniorinnen- und Seniorenklassen umsetzen", kündigtde Reinhold Spohn (BW Börnig) jetzt an. Der Vorsitzende des westfälischen Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) und Vorsitzende des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel hatte sich als Mitglied im Fußballausschuss des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) für die Spielsperre stark gemacht. Bislang blieben Gelbe Karten im Amateurfußball gänzlich folgenlos.Mittelrhein nicht dabei

Die jeweils fünfte Gelbe Karte wird im westfälischen Seniorenfußball künftig eine Spielsperre nach sich ziehen. Möglich macht dies eine Änderung der Rechts- und Verfahrensordnung (RuVO), die der WFLV jetzt in seinen Amtlichen Mitteilungen veröffentlicht hat. Laut Paragraph 9 der RuVO sei es dabei den drei westdeutschen Landesverbänden überlassen, die Spielsperre nach der jeweils fünften Gelben Karte einzuführen, hieß es in einer Pressemitteilung des FLVW.

Westfalen und Niederrhein würden in der Saison 2014/15 die automatische Gelb-Sperre einführen, sagte Spohn, Mittelrhein dagegen nicht. Bereits in der vergangenen Saison hatte der FLVW im Seniorenbereich die Spielsperre nach Gelb-Roter Karte eingeführt. Auch Klaus Overwien (Waltrop), Staffelleiter der Bezirksliga 9 (mit dem SV Wacker Obercastrop, der Spvg Schwerin und dem Aufsteiger FC Frohlinde), begrüßt die künftige Gelb-Sperre nach fünf Karten. Er sagte: "Es gibt tatsächlich eine große Anzahl an Spielern, die nahezu jede Woche verwarnt werden. Sie werden jetzt sensibilisiert."Kartenflut kleiner? Einen größeren Aufwand müssen die Staffelleiter indes nicht befürchten. Mit Hilfe des elektronischen Spielberichtes dürfte es kein Problem sein, die Anzahl an Verwarnungen über eine Saison zu zählen, betonte Overwien; "Die Schiedsrichter müssen aber auch alles genau eintragen und dürfen nichts vergessen." Spohn hofft, dass durch die neue Gelb-Gefahr nun "mehr Fairplay auf den westfälischen Fußballplätzen" einzieht: "Wir möchten durch die neue Regelung die Kartenflut eindämmen." Vorbild Fußball-Profi hin, Vorbild Fußball-Profi her. 

 

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