Bundestrainerkoordinator Henning Peuters: „Beste B-Nation werden“

Korfball-Nationalmannschaft

Bundestrainerkoordinator nennt sich Henning Peuters‘ neu geschaffenes Amt im Deutschen Turnerbund (DTB). Was es damit auf sich hat und wo er den deutschen Korfball in Zukunft sieht, erklärt er im Interview.

Castrop-Rauxel

, 07.11.2017, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anna Schulte (links/Schweriner KC) belegt mit der DTB-Auswahl im IKF-Ranking Platz vier.

Anna Schulte (links/Schweriner KC) belegt mit der DTB-Auswahl im IKF-Ranking Platz vier. © Marco Spelten actiefotografie.nl

Herr Peuters, der Begriff Bundestrainerkoordinator klingt auf den ersten Blick etwas kryptisch. Was hat es genau damit auf sich?

Der Begriff ist in der Tat etwas sperrig. Man könnte auch Sportlicher Leiter sagen. Prinzipiell geht es darum, dass wir auf Vereins- und Verbandsebene viele gute Trainer haben, die auch gut ausgebildet sind. Diese wollen wir aber noch weiterentwickeln.

Ist das ein weiterer Schritt, den Korfball in Deutschland zu professionalisieren, um den Anschluss zu den anderen Nationen nicht zu verlieren?

Die Hauptintention dahinter ist nicht, den Korfball weiter zu verbreiten, sondern ihn einfach besser zu machen. Unsere Angebote gehen über den Auswahlbereich hinaus – und zwar bis in die Vereine.

Im Ranking des Internationalen Korfballverbandes (IKF) hat sich der DTB dank der jüngsten Erfolge bei den World Games mit Platz vier auch auf eben jenen Platz in der Gesamtwertung vorgeschoben. Ist das Ende der Fahnenstange schon erreicht?

Tatsächlich haben wir gemeinsam mit dem A-Kader überlegt: Was können wir noch schaffen? Sicherlich haben wir eine hochtalentierte Mannschaft, die viel Herzblut da rein steckt, aber es sind eben keine Profis. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wollen hinter den Niederlanden, Belgien und Taiwan auf Dauer die beste B-Nation werden.

Was muss dafür passieren?

Dazu muss man bei einer Europameisterschaft, wenn Taiwan nicht dabei ist, auch mal den dritten Platz holen; dazu konstant unter die erste Sechs bei Turnieren kommen. Im Team ist viel Potenzial, aber das Niveau muss auch gehalten werden.

Der neue Mann für diese Aufgabe ist der Niederländer Wilco van den Bos. Warum ist er der Richtige?

Wilco ist top ausgebildet mit den höchsten Qualifikationen. Neben dem Fachlichen kommt hinzu, dass seine Philosophie, wie Korfball gespielt werden soll, unserer entspricht. Und er kennt sich bereits im deutschen Korfball als Schildgen-Trainer aus.

Der 52-jährige Niederländer Wilco van den Bos trainiert seit zwei Jahren den deutschen Regionalligisten TuS Schildgen. Er besitzt die Trainerlizenz „Topcoach 5“ und betreut zudem die Korfbalvereniging Noviomagum in seinem Heimatland.
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