Buntes Kartenspiel im Topspiel der Spvg Schwerin gegen Vestia Disteln

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Die Spvg Schwerin war im Bezirksliga-Spitzenspiel die bessere Mannschaft. Zu einem Sieg langte es gegen Vestia Disteln aber nicht. Es gab mehrere Ampelkarten.

Schwerin

, 06.10.2019, 21:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn in einem Fußballspiel der Schiedsrichter zum Hauptdarsteller wird, kann etwas nicht stimmen. So war es am Sonntag im Bezirksliga-Topspiel auf dem Sportplatz am Grafweg bei der 0:3-Niederlage der Spvg Schwerin gegen Vestia Disteln.

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Schiedsrichter Sahin Araghi aus Ennepetal verteilte 16 Gelbe Karten und zusätzlich zweimal „Gelb-Rot“ gegen die Schweriner Stefan Fels (81.) und Timo Ballmann (87.). Zudem wurden Schwerins Trainer mit bunten Kartons bedacht: Marco Taschke sah Gelb-Rot (56.), Dennis Hasecke später „Gelb“.

Schiri ist der Buhmann


Schwerins 0:3-Niederlage hört sich glatt an, war sie aber nicht. „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Disteln weiß doch überhaupt nicht, warum sie hier 3:0 gewonnen haben. Das Spiel wurde vom Schiedsrichter völlig auf den Kopf gestellt. Bei und hat sich nach der Kartenflut überhaupt kein Spieler mehr getraut, überhaupt noch anzugreifen“, wetterte Hasecke noch höchst erregt noch Minuten nach dem Schlusspfiff.

Buntes Kartenspiel im Topspiel der Spvg Schwerin gegen Vestia Disteln

Die Spvg Schwerin (dunkle Hemden) konnten Torerfolge von Vestia-Goalgetter Philipp Müller (Mitte) nicht verhindern. Am Ende verloren die Castrop-Rauxeler mit 0:3 gegen die Gäste aus Herten. © Volker Engel

Das 0:1 (28.) war ein Geschenk an Vestia. Keeper Cedric Niemeyer ließ an der Strafraum-Linie einen langen Ball fallen, Vestias Torjäger Philipp Müller stocherte nach, behauptete das Spielgerät, bediente trotz Bedrängnis dann Max Kadura, der aus 18 Metern halbhoch ins leere Tor einschoss. Ärgerlich für Schwerin, jedoch nicht weiter aufregend, und längst noch kein Beinbruch.

Zumal die Spvg das Spiel im Griff hatte, mit fairem Pressing die Distelner Angriffsmaschinerie nicht in die Gänge kommen ließ. Mohamed El Marsi wäre vor dem 0:1 mit der Hacke um ein Haar erfolgreich gewesen, traf jedoch nur das Bein von Keeper Mahlmeister. In Minute 36 die größte Chance für Schwerin: Timo Ballmann war aber wohl zu überrascht, als Distelns Mehli Arik ihm den Ball im Strafraum in den Lauf köpfte, sodass nur ein Schüsschen heraussprang, das neben dem rechten Pfosten ins Aus strich.

Müller trifft per Elfmeter

In Hälfte zwei blieb die Spvg am Drücker, sorgte mehrfach vor dem Tor für höchste Gefahr, der Ball wollte partout aber nicht über die Linie. Von Disteln war nichts zu sehen bis in die Schlussphase hinein. Die aber hatte es in sich. Ein langer Ball auf Müller, die Fans auf der Tribüne forderten lautstark „Abseits“, was Schiedsrichter Araghi aber nicht weiter kümmerte. Müller drang in den Strafraum ein und bekam von Fels die Füße weggezogen. Elfmeter – und „Gelb-Rot“ für Fels. Müller verwandelte vom Punkt unhaltbar zum 2:0 (81.).

Das war es aber noch nicht. Elfmeter Nummer zwei gegen Schwerin wenig später nach einer Ecke (87.). Ballmann soll im Strafraum geschubst haben, was „Gelb-Rot“ für ihn bedeutete. Den Elfmeter verwandelte erneut Phiipp Müller zum 3:0-Endstand.

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