Chefs im Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel hoffen auf einen Re-Starttermin

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Nichts geht mehr im Castrop-Rauxeler Fußball. Zumindest bis Ende Dezember. Am Dienstagabend schickte der FLVW die Vereine vorzeitig in die Winterpause. Der Kreis Herne plant, aber vorsichtig.

Castrop-Rauxel

, 19.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wussten es alle. Oder hatten es zumindest geahnt. „Wir harren der Dinge, die da kommen werden und hoffen, dass es besser wird“, umschrieb Bernd Götte, der stellvertretende Vorsitzende im Kreis Herne und Vorsitzender des Kreis-Jugend-Ausschusses (VKJA), die missliche Situation und die Tatsache, dass der Ball im Castrop-Rauxeler Amateur- und Junioren-Fußball bis Silvester ruht.

Vorzeitig in die Winterpause

Was war passiert? Am Dienstagabend hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) seine Vereine vorzeitig in die Winterpause geschickt, nachdem die spielleitenden Stellen den Spielbetrieb bereits für den November abgesetzt hatten.

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Die Vereinbarung, die der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) am Dienstagabend in einer gemeinsamen Videokonferenz mit Vertretern des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) und den Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise beschlossen hatte, gilt für alle Amateur- und Jugendspielklassen sowie Freundschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene.

Pelzing hofft auf Beginn am 14. Februar

Andreas Pelzing, der Kreisfußball-Obmann, klang bei unserer Nachfrage etwas überrascht: „Es war mit eigentlich klar bei der Höhe der Infektionszahlen, ich habe damit gerechnet, dass der Spielbetrieb bis Ende Dezember ruht.“ Der Frohlinder Pelzing sprach von einem spannenden Anfang, der im kommenden Jahr anstehe: „Ich hoffe, dass wir am 14. Februar wieder mit den Meisterschaftsspielen starten können.“

Viele Optionen, aber nichts Konkretes

Ganz konkrete Maßnahmen, ob eine Verlängerung der Saison, eine Reduzierung auf Hin- oder Rückrunde, ob die Spiele als „ausgefallenes Spiel“ gewertet werden, ein Re-Start im Januar oder eine mögliche Qualifikations-Runde wie im Junioren-Bereich. Darüber will Pelzing bereits am Donnerstag mit seinen Kollegen aus den anderen Kreisen diskutieren.

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Pelzing gab zu bedenken, dass vor Jahren nach einer Schlechtwetterphase ebenfalls zahlreiche Spiele ausgefallen seien: „Das haben wir auch geschafft, da haben wir im Frühjahr jede Woche gespielt.“

Alles blickt auf die Politik

Ansonsten blickt alles nach oben. Also Richtung Bundes- und Landespolitik. „Nach den jüngsten Einschätzungen der Bundes- und Landesregierung ist nicht realistisch zu erwarten, dass der Spielbetrieb im Amateur- und Jugendbereich noch in diesem Jahr wieder zugelassen wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, im Dezember keine Spiele anzusetzen“, betonte der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn, der zugleich Vorsitzender des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel ist. Wann die Saison fortgesetzt wird, hängt maßgeblich vom Infektionsgeschehen und den politischen Entscheidungen ab.

Bernd Götte pessimistisch

Besagte Optionen gäbe es eine ganze Menge, unterstrich Bernd Götte: „Im Jugendbereich sind viele Hinrunden schon zu zwei Drittel gespielt. Vielleicht spielen wir noch eine Qualifikations-Runde, vielleicht geht‘s auch schon im Januar wieder los. Aber im Moment bin ich eher pessimistisch und denke an einen Start am 1. März.“

Infektionszahlen müssen runter

Zwei Wochen vorher würden die Vereine dann wieder Grünes Licht für das Mannschaftstraining bekommen. Ansonsten gibt sich Götte realistisch. „Wenn die Infektionszahlen nicht sinken, dann nützt auch der beste Plan nichts.“

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