Das Coronavirus könnte den Start der Frauen von Roland Rauxel gefährden

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Rund 25 Jahre hatte Roland Rauxel keine Frauen-Mannschaft mehr im Ligaspielbetrieb. Nun steht ein Team bereit. Ob es zur neuen Saison starten kann, steht jedoch in den Sternen.

Rauxel

, 11.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der kommenden Tischtennis-Saison 2020/21 soll ein Vereinsname für Aufsehen sorgen. Die DJK Roland Rauxel meldet seit über 20 Jahren wieder ein Frauen-Team zum Ligaspielbetrieb an. Die Rauxeler Frauen sollen in der Kreisliga auf Punktejagd gehen. Doch wird diese Rückkehr glücken?

Für Ende August plant der Westfälische Tischtennisverband derzeit den Saisonauftakt. Dies hat er kürzlich noch einmal bekräftigt - als er gleichzeitig das vorzeitige Ende der aktuellen Spielzeit verkündete. Aufgrund der Corona-Krise war an eine Fortsetzung nicht zu denken.

Undurchsichtige Situation für die Tischtennisspielerinnen

Sollten Ende August die Sporthallen nicht wieder geöffnet sein, könnte das tückische Virus den Tischtennisspielerinnen noch einen Strich durch die Rechnung machen. „Die Situation ist sehr undurchsichtig; wir können nur abwarten, wie sie sich entwickelt“, sagt der Rauxeler Vereinsvorsitzende Christian Chroscinski, „wir können jetzt nur die Ruhe bewahren und schauen, was die Zeit mit sich bringt.“

Wie lange es genau her ist, dass letztmals eine Rauxeler Frauen-Mannschaft Punktspiele bestritt, weiß Chroscinski selbst nicht genau. „Das ist vielleicht schon fast 30 Jahre her, bestimmt aber ein Vierteljahrhundert.“

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Ein Blick in das Archiv dieser Zeitung gibt Aufklärung. Hier wird in der Abschluss-Tabelle der Frauen-Bezirksklasse der Saison 1995/96 dokumentiert: Roland Rauxel beendete die Spielzeit nach einem 0:8 im Derby beim Tabellennachbarn Adler Rauxel (8.) als Neunter und somit als Tabellenvorletzter.

Eingespieltes Trio soll aufschlagen

Personell sind die Rauxeler Frauen aktuell gut aufgestellt. Nikie Chien, Mia Scharpenberg und Rijetha Sivanenthiran trainieren bereits seit Jahren zusammen in der Halle an der Bahnhofstraße. In verschiedenen Mannschaften mit männlichen Spielern hat das junge Trio bereits Wettkampferfahrung sammeln können.

Die vierte im Bunde wird Katharina Kruse sein. Sie kam über den Ü35-Freizeitkurs zur DJK Roland Rauxel. Als Ersatzspielerin stehen Kruses Tochter Maxi Baranowski sowie Julia Lösbrock und Lea Hanning bereit. „Mit nur vier Leuten wäre keine Saison möglich“, erklärt Chroscinski, „aber wir sind im Nachwuchsbereich gut aufgestellt.“

Antonia Chroscinski (v.l.n.r.), Sura Omer, Charlotte Dreessen und Juli Baranowsky treten als reines Mädchen-Team bei den U13-Jungen an.

Antonia Chroscinski (v.l.n.r.), Sura Omer, Charlotte Dreessen und Juli Baranowsky treten als reines Mädchen-Team bei den U13-Jungen an. © Christian Chroscinski

Beim weiblichen Nachwuchs hat sich in den letzten Jahren einiges getan. So steht bereits eine komplette Mädchen-Mannschaft bereit. Antonia Chroscinski, Sura Omer, Charlotte Dreessen und Juli Baranowsky - ebenfalls eine Tochter von Katharina Kruse - treten als reines Mädchen-Team in der U13-Jungen-Kreisliga an. Juli Baranowsky ist mit acht Jahren die jüngste, ihre Kameradinnen sind zwischen elf und zwölf Jahren alt.

Mögliche Reserve reift heran

„Das ist eine erfreulich junge Mannschaft“, sagt Christian Chroscinski, „da kann man nur stolz sei, dass man solchen Nachwuchs hat. Sie spielen hoffentlich lange zusammen.“ Vielleicht sogar lange genug, um mal als zweite Rauxeler Frauen-Mannschaft anzutreten.

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