Urteil nach Spielabbruch und Kopftritt beim VfB Habinghorst: Jahrelange Sperre für Angreifer

mlzFußball-Kreisliga A

Zehn Tage nach den Vorfällen beim VfB Habinghorst mit einem Tritt gegen einen am Boden liegenden Spieler hat der Fußballkreis Herne sein Urteil gesprochen. Das hat für einen Spieler Konsequenzen über Jahre.

Castrop-Rauxel

, 29.10.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Verantwortlichen des VfB Habinghorst hatten am Donnerstagmorgen (29. Oktober) eine wichtige E-Mail in ihrem Postfach. Der Fußballverein bekam das Urteil zum Spielabbruch der Kreisliga-A-Begegnung mit Zonguldakspor Bickern (2:2) zugestellt. Nach einer Elfmeter-Entscheidung soll der Herner Keeper den am Boden liegenden Habinghorster Thomas Bragin gegen den Kopf getreten haben. Das Sportgericht des Kreises Herne/Castrop-Rauxel hat dazu ein Strafmaß verhängt.

VfB Habinghorst bekommt die drei Punkte

VfB-Trainer Marc Olschewski war am Tage nach der Verhandlung gut informiert über den Richterspruch. Er berichtete: „Uns sind die drei Punkte zugesprochen worden. Wegen des Abbruchs muss Zonguldakspor 300 Euro Strafe zahlen.“
Ein Herner Spieler, der in der Situation die Rote Karte sah, aber nicht den Kopftritt vorgenommen hatte, wird für die kommenden vier Spiele nach dem aktuellen Corona-Lockdown gesperrt. Der Bickerner Keeper, dessen Kopftritt von einem neutralen Zeugen dem Sportgericht gegenüber beschrieben wurde, wird mit einer Sperre für drei Jahre aus dem Verkehr gezogen.

Bickern kann in Berufung gehen

Nach der offiziellen Veröffentlichung des Urteils am Freitag (30. Oktober) durch den Sportgerichtsvorsitzenden Heinz Rychlik (SV Sodingen) hat Zonguldakspor zehn Tage Zeit, in Berufung zu gehen und somit vor die Bezirksspruchkammer zu ziehen.

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Die Sache hat für den VfB Habinghorst und die Bickerner noch weitere Nachspiele. Denn es wurden nach der Partie von der Polizei Anzeigen von beiden Seiten aufgenommen, die noch zivilrechtlich behandelt werden müssen.

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