Dem Titelverteidiger Frohlinde fehlt bei der Stadtmeisterschaft ein Strandläufer

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Auf den Tag genau vor einem Jahr gewann der FC Frohlinde die Hallen-Stadtmeisterschaft. Der Siegtorschütze zum 2:1 ist allerdings diesmal nicht dabei.

Castrop-Rauxel

, 03.01.2020, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein spannendes Duell, als sich am ersten Wochenende des Jahres 2019 der Fußball-Landesligist FC Frohlinde im Stadtmeisterschafts-Endspiel gegen die SG Castrop (Bezirksliga) durchsetzte. Torjäger Dietrich Liskunov versenkte kurz vor Schluss den Ball zum 2:1 im Netz.

Dem Titelverteidiger Frohlinde fehlt bei der Stadtmeisterschaft ein Strandläufer

Diesmal muss der Pokalverteidiger in seinen Vorrundenspielen am Samstag, 4. Januar, ab 15 Uhr ohne denSchützen auskommen. Er ist seit dem Kreispokalspiel gegen die Spvg Schwerin verletzt und kuriert sich in wärmeren Gefilden aus. Trainer Stefan Hoffmann erzählte am Donnerstag, dass Liskunov schon mit Strandläufen trainiere.

Jungspunde spielen

Hoffmann wird bei der Hallenstadtmeisterschaft nicht an der Linie stehen. Trainer-Kollege Michael Wurst betreut das Team. Wer von den Landesliga-Kickern dabei sein wird, war offen. Beide Trainer halten es wie im Vorjahr, nach dem Motto: „Es ist auf freiwilliger Basis.“ Hoffmann: „Unsere Jungspunde sollen ran.“ Und möglichst mit dem Futsal erfolgreich kicken. Coach Wurst hält nicht viel von der sprungreduzierten Kugel: „Ich bin kein Freund von diesem Ball.“

Diese Meinung vertritt auch Steffen Golob, Co-Trainer des Landesliga-Spitzenreiters Wacker Obercastrop. Er sagte: „Die neuen Regeln und der schwere und harte Ball gefallen mir nicht. Ich wünsche mir die gelbe Filzkugel zurück. Wir müssen es aber so nehmen, wie es ist.“

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Alle Wackeraner kommen in die Halle

Während die Frohlinder direkt aus der Winterpause heraus ins Turnier einsteigen, hatte Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu am Donnerstag zur ersten Trainingseinheit auf dem Platz geladen. Golob berichtete: „Es waren 15 Leute plus Torhüter da. Einige Spieler, wie Neuzugang Christian Mengert, waren im Skiurlaub. Aber am Sonntag soll der komplette Kader in der Halle dabei sein. Wenn auch nur als Zuschauer. Denn eins ist sicher: Die augenblickliche Übermannschaft der Stadt, die die Landesliga anführt, wird von allen gejagt.

Schon in der Gruppe könnte es eng werden. Da ist die Spvg Schwerin, bei der das Trainer Duo Dennis Hasecke und Marco Taschke aus dem Vorjahr mit der SG Castrop schon weiß, wie ein Finale geht. Hasecke resümierte noch nach einem Jahr: „Wir hatten gegen Frohlinde viele Chancen vergeben.“ Und da sei ja auch die Truppe von Eintracht Ickern II (Kreisliga B) in der Gruppe, von der Wackers Golob und Hasecke sagten: „Die haben exzellente Hallenspieler.“

Dem Titelverteidiger Frohlinde fehlt bei der Stadtmeisterschaft ein Strandläufer

Ohne die etatmäßigen Trainer tritt die SG Castrop am Samstag in der Vorrunden-Gruppe A. Coach Tino Westphal muss arbeiten, Dennis Dannemann ist im Urlaub. Auf der Bank das Sagen werden Kapitän Ingmar Holtkamp und Torwart-Trainer Klaus Musielak haben, berichtete Westphal am Freitag: „Unsere Spieler sollen vor allem Spaß am Turnier haben. Es soll sich niemand verletzen, weil wir in der Bezirksliga ja noch einige Punkte holen müssen.“

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Eintracht-Goagletter Sahinli spielt mit

Die SG trifft in ihrer ersten Begegnung auf den Kreisliga-B-Spitzenreiter Eintracht Ickern. Bei den Ickernern stand am Freitagmorgen fest, dass Goalgetter Cihangir Sahinli (34 Tore) nicht beruflich gebunden ist und spielen kann.

Mit Anpfiff des zweiten Spiels der Gruppe B zwischen den VfB Habinghorst und dem FC Castrop-Rauxel (beide Kreisliga A) um 12 Uhr wird sich offenbaren, ob aus VfB-Trainer Marc Olschewski wieder Spielertrainer wird. Er berichtete, dass es Freitagabend noch ein Casting gab, bei dem sich alle Habinghorster Kandidaten qualifizieren konnten.

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Den FC Castrop-Rauxel sieht Olschewski als Geheimfavoriten an. Er erklärt: „Michael Dschaak, der dort spielt und ich – wir haben das Turnier gemeinsam gewonnen. Er weiß also, wie es geht.“ Wacker Obercastrop sei mit seinen Hochkarätern im Kader und den stadtmeisterschafts-erfahrenen Moritz Budde, Stefan Kitowski und Co. ebenfalls in der Favoritenrolle. Olschewski: „Auch Schwerin und Frohlinde traue ich trotz der bescheidenen Saison vieles zu.“

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