Dennis Köhler spielt Basketball für die TG Witten

Serie: "Auswärtsspiel"

Der aus Castrop-Rauxel stammende Basketballer Dennis Köhler begann seine Laufbahn einst beim Castroper BC. Mittlerweile geht er für die TG Witten in der Oberliga auf Körbejagd. Da er von dem Sport aber nicht genug bekommen kann, trainiert der 25-Jährige nebenbei noch die Wittener Frauen-Mannschaft und ist zudem als Reporter für ein Basketball-Portal im Internet unterwegs.

CASTROP-RAUXEL

, 04.01.2017, 20:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dennis Köhler spielt Basketball für die TG Witten

Dennis Köhler (grünes Trikot), der hier noch für seinen ehemaligen Verein TC Herne in der Landesliga-Partie gegen den ART Düsseldorf am Ball ist, spielt mittlerweile bei der TG Witten in der Oberliga.

Dennis Köhler ist ein leidenschaftlicher Sportler. „Der Basketball regiert meinen Alltag“, erklärt er. Mit 15 Jahren begann Köhler seine Basketball-Laufbahn. „Davor habe ich in den Jugenden von Wacker Obercastrop und SG Castrop Fußball gespielt“, erinnert sich der heute 25-Jährige zurück, „irgendwann hat es aber einfach nicht mehr so viel Spaß gemacht.“

Durch einen Freund kam Köhler dann zum Castroper BC. „Ich war schon immer relativ groß, deshalb hat das ganz gut geklappt“, kommentiert der Europastädter schmunzelnd.

Nach Umwegen über verschiedene Vereine, wie dem Castroper Turnverein (CTV), den LippeBaskets Werne und dem Herner TC, landete Köhler vor Beginn der aktuellen Saison bei der TG Witten. „Ich habe zuletzt drei Jahre in der Landesliga gespielt und wollte es noch einmal eine Liga höher versuchen“, begründet der Castrop-Rauxeler seinen Wechsel, der aber auch deshalb nötig wurde, weil das Männer-Team seines alten Vereins in Herne aufgelöst wurde.

Aktuell kann Köhler seinem Wittener Team, das mit nur einem Sieg aus zehn Spielen den letzten Platz in der Oberliga belegt, aber nicht helfen. Wegen einer chronischen Entzündung an der Achillessehne musste er sich Anfang Dezember einer Operation unterziehen und wird mindestens noch drei bis vier Monate auf den Sport verzichten müssen. „Die Saison ist damit für mich gelaufen. Aber die OP war nötig, damit ich zukünftig wieder schmerzfrei spielen kann“, erklärt Köhler, „in den letzten Monaten habe ich häufig nur mit Schmerztabletten gespielt oder komplett pausiert.“

Dabei ist der Flügelspieler eine wichtige Stütze in seiner Mannschaft. Seine gefährlichen Distanzwürfe von der Drei-Punkte-Linie haben sich bei den Gegnern bereits herumgesprochen, sodass er in diesem Bereich oft sehr eng verteidigt wird. „Ich sehe mich außerdem in unserem Team als Schweinehund, der jedem Ball hinterher springt und die anderen motivieren kann“, beschreibt der 25-Jährige seine Stärken.

Seit Anfang November ist der Basketballer außerdem als Coach der Wittener Frauen tätig. „Ich wurde an dem Tag um 14 Uhr angerufen, ob ich nicht um 16 Uhr ein Spiel der Frauen coachen könnte. Damals kannte ich nicht mal die Gesichter der Spielerinnen“, erinnert sich Köhler.

Als Reporter im Einsatz

Mittlerweile ist er fast jeden Tag in der Wittener Halle: „Mit dem Männer- und Frauen-Training bin ich unter der Woche jeden Tag vor Ort. Am Wochenende stehen dann zwei Spiele auf dem Plan.“

Sein persönliches Highlight im Jahr 2016 war das Interview mit dem deutschen Basketball-Profi Dennis Schröder, der für die Atlanta Hawks in der NBA aufläuft. Köhler war als Reporter für das Internet-Portal basketball.de im Einsatz und traf Schröder auf der Computer- und Videospielemesse Gamescom in Köln. „Ich war ziemlich nervös“, berichtet der Castrop-Rauxeler, „aber er war ein super netter Typ.“

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