Der FC Castrop-Rauxel steht Wintertransfers skeptisch gegenüber

mlzFußball-Kreisliga A

Der Aufstieg sollte dem FC Castrop-Rauxel in der Kreisliga A kaum noch zu nehmen sein. Doch die Vereinsverantwortlichen warnen und sehen mögliche Veränderungen in der Winterpause skeptisch.

Castrop-Rauxel

, 20.12.2019, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den FC Castrop-Rauxel hätte die erste Hälfte der Kreisliga-A-Saison kaum besser laufen können. Mit einem Vorsprung von neun Punkten geht der Spitzenreiter in die Winterpause.

Der FC hat in dieser Saison noch kein Ligaspiel verloren und stellt sowohl die beste Offensive als auch die beste Defensive der Liga.

Wir sprachen mit dem Vereinsvorsitzenden Uwe Blase und dem Trainer Patrick Stich über ihr Fazit nach der ersten Saisonhälfte und warum sie Wintertransfers skeptisch sehen.

So bewerte ich die erste Hälfte der Saison 2019/20

Patrick Stich: Die Mannschaft hat sich super entwickelt, ist gut zusammen gewachsen und zieht voll mit. Für uns ist es punktetechnisch eine nahezu perfekte Hinrunde, dennoch gibt es zwei, drei Baustellen, die wir in der Wintervorbereitung bearbeiten werden.

Das lief besonders gut bei uns

Patrick Stich: Der Teamspirit - der Teamspirit der Mannschaft ist gigantisch. Wir lagen des Öfteren zurück und haben alle Spiele zu unseren Gunsten gedreht, auch bis kurz vor Schluss noch dran geglaubt. Dieser Siegeswille schweißt uns alle weiter zusammen und wenn wir einen frischen Spieler von der Bank bringen, kommt der richtige Impuls für unser Spiel. Jeder Spieler ist wichtig bei uns!

Das müssen wir noch verbessern

Patrick Stich: Sehr frühe Gegentore, Tiefschlaf am Anfang des Spiels. Wir kassieren zu viele Gegentore und sind zu oft mit einem Rückstand ins Spiel gestartet. Das ist ein Riesen-Kraftaufwand und daran werden wir arbeiten.

So verändert sich unser Team in der Winterpause

Uwe Blase: Ich bin grundsätzlich kein Freund von Wintertransfers, auch mit Blick auf den abgebenden Verein. Wenn ein Spieler während der Saison wechselt, finde ich das nicht gut. Grundsätzlich ist das eine Charaktergeschichte.
Wenn sich solche Transfers in der Vergangenheit bei uns ergeben haben, ist es oft so, dass der Spieler Kontakt zu uns aufgenommen hat. Aber da sind wir immer vorsichtig und die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Zudem muss es natürlich sportlich passen. Aktiv geplant hatten wir nichts. Es könnte aber sein, dass sich noch etwas ergibt.
Wir wollen keinen Spieler aktiv abgeben und gehen Stand jetzt davon aus, dass nichts passieren wird. Es hat sich kein Spieler dahingehend geäußert.

Das ist unsere Zielsetzung für das Jahr 2020

Uwe Blase: Wir haben uns eine sehr gute Position erarbeitet. Wir wollten unter den ersten Vier mitspielen. Es wäre jetzt albern, wenn wir diese Zielsetzung wiederholen. Wir wollen Platz eins verteidigen, aber da müssen wir vorsichtig sein. Wenn von außen hereingetragen wird, dass wir das locker schaffen, kommt vielleicht ein gewisser Schlendrian rein. Das müssen wir vermeiden.
Wir haben auch in der Hinrunde knappe Ergebnisse gehabt und ‚nur‘ neun Punkte Vorsprung. Wir müssen in erster Linie gnadenlos gut dafür arbeiten und mehr machen als die Anderen.
Patrick Stich: Ich wünsche mir, dass alle Jungs gesund bleiben und ich endlich mal den kompletten Kader zur Verfügung habe. Den aktuellen Tabellenplatz wollen wir nicht mehr hergeben, wir werden nicht satt sein. Da werde ich dazwischen hauen und die Jungs genau beobachten. Wer nicht mitzieht, wird draußen sitzen.

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