Der Rasen ist Habinghorsts neuestes Filetstück

Landesliga 3

CASTROP-RAUXEL Man darf sich bei den herrschenden Gegebenheiten getrost die Augen reiben: Wenn der VfB Habinghorst am Sonntag (4. Oktober) auf den WSV Bochum trifft, dann passiert das als Tabellenführer und mit einem der Situation gerechten neuen Naturgrün als Untergrund. Allerdings ohne Marc Olschewski.

von Von Jürgen Weiß

, 02.10.2009, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieter Belejiew, Trainer VfB Habinghorst.

Dieter Belejiew, Trainer VfB Habinghorst.

Habinghorst und herrlicher Rasen? Lange Jahre wurden gerade über den "Maulwurfacker" immer wieder kritische Worte verfasst. Schnee von gestern. Zwei Wochen lang hat eine Spezialfirma von Tor zu Tor quasi ein breites Stück "totes Fleisch" durch ein richtig schönes neues Filetstück ersetzt. Schon vom Eingang her bietet sich dem Betrachter ein ungewohntes Stimmungsbild. Selbst im Strafraumbereich, der seit Jahren mit seinem Ascheeinsatz mehr eine Buckelpiste für Mountainbike-Fahrer ähnelte als einer Fußballwiese, breitet sich - dank der Rollrasenkultur - ein wunderbar anzuschauendes sattes Grün aus. Das Ambiente vervollständigen die neuen Torgehäuse mit ihren schneeweißen Netzen.

Genug geschwärmt, jetzt müssen die Spieler von VfB-Trainer Dieter Beleijew nachlegen. Denn alleine von den äußeren Umständen wird sich der WSV Bochum nicht beeindrucken lassen. Die Bochumer kommen nämlich mit zwei Siegen im Gepäck (gegen Stockum und Weitmar), in den restaurierten Habichthorst und würden den Heimischen ganz bestimmt gerne die Platzweihe verderben.

Andrerseits will Beleijew mit seinen Mannen die Gunst der Stunde nutzen und den guten Lauf der letzten Wochen fortsetzen. Dabei musste er vor allem den Defensiv-Arbeitern im Team, nach dem 4:6 am letzten Sonntag in Eppendorf, ins Gewissen geredet haben. Vielleicht war der Ausfall von Björn Schmidt ja schon der Grund, dass man dem Gegner zu viele Chancen (und Tore) gestattete. Schmidt fehlt nach einer Knieoperation auch gegen Werne. Da kann man nur hoffen, dass Beleijew bei seiner Wissensfrage die richtigen Worte getroffen hat. Auf der anderen Seite wird man nicht immer sechs Tore erzielen können.

Personell sieht es ansonsten gut aus. Darüber hinaus stehen nämlich dem Kader mit dem Langzeitverletzten Philipp Nährig und Martin Kapitza, dessen Sperre abgelaufen ist, zwei weitere Alternativen zur Verfügung. Es wäre ja zu schön, wenn die neuen weißen Netze nach Treffern der Habinghorster strapaziert werden würden. Der VfB wäre dann bei einem Sieg auch den dritten Sonntag in Folge nicht vom Tabellenthron zu stoßen - und dann könnten sich endgültig alle verwundert die Augen reiben.

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