Der SV Wacker Obercastrop sucht immer noch einen alten Stadtmeister-Pokal

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Der SV Wacker Obercastrop möchte besser auf den neuen Stadtmeister-Pokal aufpassen, ein Fußballer macht mit seinen Schuhen auf sich aufmerksam. Unsere Sportgeschichten aus der Halle.

Castrop-Rauxel

, 06.01.2020, 13:40 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wo ist der Pokal? Das fragen sie sich beim SV Wacker Obercastrop bereits seit zwei Jahren. Denn nach einem Hallenstadtmeisterschafts-Titel ging der Pokal verloren.

Unsere Reporter haben am Wochenende beim Robert Mathis Cup wieder viele Geschichten rund um das Spielgeschehen aufgeschnappt.

Aytac Uzunoglu, Trainer des neuen Hallenstadtmeisters SV Wacker Obercastrop, beraubte nach der Siegerehrung dem Siegtorschützen Marc Schröter direkt aller Hoffnungen. Der Goalgetter hatte damit geliebäugelt, den Siegerpokal mit nach Hause nehmen zu dürfen. Sein Coach machte ihm da einen Strich durch die Rechnung. Uzunoglu betonte: „Diesmal nimmt kein Spieler den Pokal mit nach Hause. Denn wir suchen noch heute den Stadtmeisterpokal, den wir vor zwei Jahren gewonnen haben.“

Der SV Wacker Obercastrop sucht immer noch einen alten Stadtmeister-Pokal

Kevin Zastrow von Victoria Habinghorst. © Volker Engel

Kevin Zastrow, Spieler von Victoria Habinghorst und Mitglied der Turnierleitung bei der Hallenstadtmeisterschaft, war mit Olaf Burkhardt bemüht, alle Torschützennamen an den Turniertagen in der Halle durchzusagen. Dabei unterliefen Zastrow nahezu keine Versprecher. Bei einem hatte er aber die Lacher auf seiner Seite. Im Halbfinale taufte er Obercastrops Elvis Shala neu. Er gab ihm den durchaus auch gut klingenden Vornamen „Erwin“. Womöglich hatte er für den Bruchteil einer Sekunde an das Schalke-Maskottchen Erwin gedacht, das wie Shala auch Blau trägt.

Kevin Sykora, Torwart beim Arminia Ickern (Kreisliga A), legte am Sonntag einen Striptease in der WBG-Sporthalle hin. Denn er war in blauem Hemd und blauer Hemd identisch gekleidet mit Zwischenrundengegner SV Wacker. Sykora machte nach der ersten Minute den Unterschied, indem er sich des blauen Trikots entledigte und ein oranges Hemd überzog.

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Martin Kapitza, Fußballer in Diensten von Wacker Obercastrop (Landesliga), kam in der Halle nicht zum Einsatz. Sein Talent war nicht der Grund dafür. Vielmehr feierte er am Samstag mit allem Drum und Dran seinen 30. Geburtstag – und erholte sich tags darauf davon.

Olaf Burkhardt, ehemaliger Keeper beim VfB Habinghorst und Mitglied der Stadtmeisterschafts-Turnierleitung, hat ja auch als früherer Platzsprecher im Habichthorst und Disk-Jockey viel Erfahrung mit der Materie. Als er am zweiten Turniertag bemerkte, dass wohl jemand die Lautsprecherboxen verschoben hatte, rückte der gute „Olly“ die spontan wieder so hin, dass der Schall dann optimal für alle zu hören war.

Nils Scheidle, Fußballer der Victoria Habinghorst (Kreisliga B), lief wie im vergangenen Jahr mit rosafarbenen Schuhen auf. Das war eigentlich nicht geplant, wie Scheidle im Interview sagte: „Ich war gerade noch mit meiner Freundin in Dortmund und habe geguckt, ob ich noch krassere Schuhe finde. Leider hat es nicht geklappt, also mussten die rosanen wieder herhalten.“ Einen Wunsch für das kommende Jahr habe er aber: Schuhe in der Farbe Neon-Pink. Wobei Scheidle dazu sagte: „Aber die habe ich mal dem Robin Schrimpf geliehen und nie zurückbekommen.“

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Markus Walter, Fußballer des VfR Rauxel (Kreisliga C), der an der Hallenstadtmeisterschaft nicht teilnehmen durfte, verfolgte das Turnier via Livestream in den eigenen vier Wänden. Den Hunger stillte er dabei übrigens mit Mettbrötchen, während andere Zuschauer sogar arbeiten musste, wie etwa Dennis Both (FC Castrop-Rauxel) und Martin Broll (SuS Merklinde). Dietrich Liskunov vom FC Frohlinde war der wohl am weitesten entfernte Zuschauer - er weilte am Strand in Thailand.

Der SV Wacker Obercastrop sucht immer noch einen alten Stadtmeister-Pokal

Bürgermeister Rajko Kravanja (Mitte). © Volker Engel

Rajko Kravanja, Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, sorgte dafür, dass die Jugendabteilung der Victoria Habinghorst 100 Euro mehr in ihrer Kasse hat. Bei der Hallenstadtmeisterschaft unterschrieben alle Interview-Gäste unseres Livestreams auf einem speziell von Carsten Cwik angefertigten T-Shirt, welches während der zwei Tage versteigert wurde. Kravanja gab mit 100 Euro das höchste Gebot ab.

Cedric Knauer, Fußballer der Victoria Habinghorst (Kreisliga B), lief als Feldspieler bei der Hallenstadtmeisterschaft mit der Nummer Eins auf. Diese Nummer ist eigentlich immer den Torhütern vorenthalten. Knauer klärte beim Interview am Mikro anschließend auf: „Die beiden Klawitter-Brüder haben mir meine Lieblingsnummern geklaut, ich hätte lieber die Zehn oder die Sechs gehabt. Aber die beiden waren in der Sommervorbereitung vor mir da und dann habe ich halt die Eins genommen.“

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Max Möhrs (l) vom SuS Merklinde. © Volker Engel

Max Möhrs, eigentlich etatmäßiger Torwart beim A-Kreisligisten SuS Merklinde, bewies in der Vorrunde der Hallenstadtmeisterschaften, dass er auch als Feldspieler Qualitäten besitzt. Zunächst traf er gegen die SF Habinghorst/Dingen aus sehr spitzem Winkel zum 5:2-Endstand. Noch sehenswerter und wichtiger war jedoch sein „Hacken-Treffer“ zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich gegen den VfB Habinghorst. In der Zwischenrunde zog er dann übrigens wieder die Torwarthandschuhe an. „Heute bin ich wieder Torwart, weil ich als Feldspieler nicht mehr konnte“, lachte Möhrs.

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Die Fußballer haben bei der Stadtmeisterschaft den Hallenstadtmeister in Castrop-Rauxel ermittelt. Wir haben exklusiv mit dem CAS-TV-Bürgerfernsehen alle Spiele live gesendet. Hier Re-Live.

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