Der TuS Ickern hat vor dem ersten Aufschlag sein Saisonziel erreicht

mlzTennis

Ab Mitte Juni dürfen die Castrop-Rauxeler Tennis-Mannschaften zu den Schlägern greifen. Aber nicht alle treten zur Saison 2020 an.

Castrop-Rauxel

, 03.06.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird eine denkwürdige Tennisspielzeit, auch in sportlicher Hinsicht. Saison eins seit Ausbruch der Corona-Pandemie startet am Sonntag, 14. Juni. Westfalenligist TuS Ickern steigt allerdings erst 14 Tage später ins Punkte-Rennen ein, denn der TuS Sennelager 2 und der TC Brackwede haben ihre Mannschaften ihre Teams zum Stichtag (20. Mai) zurückgezogen. Ickern hat somit erst mal spielfrei. Es gibt aber auch keinen Grund zur Eile. Die Ickerner haben ihr Saisonziel bereits erreicht. Aufstieg ist in Ickern kein Thema„Unser Ziel war bereits vor Corona allein der Klassenverbleib“, sagt TuS-Geschäftsführer Heiko Sobbe. Der ist sicher. Dafür hat der Westfälische Tennisverband (WTV) mit einer sogenannten „Übergangssaison 2020“ gesorgt, in der es keine Absteiger geben wird. Der Aufstieg zur Regionalliga ist allerdings möglich.

Reisebeschränkungen sind ein Thema

Doch das ist derzeit kein Thema am Kattenstätter Busch. Der Westfalenliga-Aufsteiger von 2018 – mit den beiden Eigengewächsen Luca Sobbe und Maximilian Flüggen - schloss die letzte Sommersaison als Tabellenfünfter am Rande der Abstiegszone ab. Doch Vorjahresergebnisse sind unerheblich in der Übergangssaison, denn keine Mannschaft kann derzeit voraussehen, ob und wann ihre ausländischen Spieler zur Verfügung stehen. „Es gibt verschiedene Reisebeschränkungen in verschiedenen Ländern“, erklärt Heiko Sobbe.

Neuer Spieler kommt aus Italien

An Position eins der Ickerner Spielerliste taucht unterdessen ein neuer Name auf. Erik Crepaldi (Italien) war als Ersatz für die bisherige Nummer Eins Vadym Ursu geplant, falls der Ukrainer bei einem Turnier spielt. Auch hinter dem Einsatz des Rumänen Dan-Alexandru Temescu und dem Bulgaren Vasko Mladenov aus, die in der letzten Freiluft-Saison mehrfach für Ickern am Ball waren, stehen laut Sobbe Fragezeichen.

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Doch auch die Gegner haben diese Planungsunsicherheit, ist Sobbe überzeugt. „Sennelager hatte in der letzten Saison wohl 90 Prozent ausländischer Spieler“, sagt Sobbe. Wer am Ende wo in der Tabelle steht, ist also völlig offen. Abstiegssorgen gibt es nicht. Dennoch ist diese Saison wichtig für den TuS. „Unsere Spieler haben hart trainiert“ sagt Heiko Sobbe, „sie wollen nun wissen, wo sie sportlich stehen.“

Keine Veränderungen bei Ickerner Damen

Das gilt auch für TuS Ickerns Damen, die ebenfalls 2018 in die Westfalenliga einzogen. Personell hat sich aber praktisch nichts verändert. Svetlana Inasitova, die sowohl über einen deutschen als auch einen russischen Spielerinnen-Pass verfügt, lebt dauerhaft in Deutschland. Paula Rumpf, Anne Zorn, Lisa Matschke und Laura Hnat zählen ebenfalls zum Kern-Team.

Ein Derby wird es auch in der Übergangssaison 2020 geben. In der Ruhr-Lippe-Liga schlagen die Herren des TC Castrop 06 am Sonntag, 16. August, beim TuS Ickern II auf. Und dieses Derby hat eine gewisse Brisanz. In Noah Grüter und Steven Redl haben sich zwei ehemalige Ickerner dem TC06 angeschlossen.

Jens Brinkhoff, hier mit Philipp Maurice Brune bei der Herren-Vereinsmeisterschaft beim TC 06 Castrop, hat mit den Herren 30 verzichtet und ist jetzt für das Herren 40-Team gemeldet.

Jens Brinkhoff, hier mit Philipp Maurice Brune bei der Herren-Vereinsmeisterschaft beim TC 06 Castrop, hat mit den Herren 30 verzichtet und ist jetzt für das Herren 40-Team gemeldet. © Volker Engel

Castroper Herren 30 laufen nicht auf

Die Herren 30 des TC Castrop 06 haben allerdings ihre Verbandsliga-Meldung zurückgezogen, wie sechs ihrer Konkurrenten ebenfalls. Die spielwilligen Teams wurden in zwei Staffeln zusammengefasst. „Die Entscheidung, nicht anzutreten, war eine Mehrheitsentscheidung innerhalb der Mannschaft“, erklärt Spieler Jens Brinkhoff. Er ist nun für die Herren 40 gemeldet, die allerdings drei Klassen tiefer, in der Kreisliga, spielen.

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Castrops Herren 60 schlagen in der Westfalenliga auf. Nur fünf von insgesamt zwölf Equipes treffen in einer neu zusammengesetzten Staffel aufeinander. „Wir haben beschlossen zu spielen“, sagt Spieler Dieter Düwel.

Ulrich Viefhaus, Vorsitzender und Sportwart des TC GW Frohlinde.

Ulrich Viefhaus, Vorsitzender und Sportwart des TC GW Frohlinde. © privat

Die Damen 40 der TC GW Frohlinde gehen in der Übergangssaison nicht ins Verbandsliga-Rennen. Nur drei von 18 Teams aus drei Staffeln treten überhaupt in dieser Spielzeit an. „Unter den Spielerinnen sind viele Mütter“, erklärt der GW-Vorsitzende Ulrich Viefhaus, „die haben derzeit andere Prioritäten.“ Auch seine Mannschaft, die Herren 70, werden nicht spielen. Viefhaus: „Bei den Älteren, ist der eine oder andere gesundheitlich vorbelastet.“

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