Deutscher Meister - Merklinde sahnt im Saarland ab

CASTROP-RAUXEL Allen Widrigkeiten zum Trotz: Die erste Dreiband-Mannschaft des ABC Merklinde hat nach dem souveränen Sieg im Vorjahr auch im saarländischen Fehrbach die deutsche Meisterschaft gewonnen.

von Von Jürgen Weiß

, 02.06.2008, 10:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uwe Klein und sein Team sind wieder Deutscher Mannschaftsmeister.

Uwe Klein und sein Team sind wieder Deutscher Mannschaftsmeister.

Dass es schwierig an den sogenannten Halbmatch-Billard tischen wird, die im Saarland bespielt werden, war klar. Und dass die Billardfreunde Fehrbach dadurch einen Heimvorteil besitzen, auch. Die setzten gleich im Auftaktspiel beim 7:1 gegen den 1. Gelnhauser BC ihre Duftmarke. Der Mannschaftsschnitt von 1,262 war erste "Sahne."

Der amtierende Meister war gewarnt und ging seine erste Aufgabe gegen Mitfavorit BSG Duisburg ganz konzentriert an. Der Schnitt von 1,326 noch eine Nuance besser als der von den Hausherren. René Kuczorra und Uwe Klein spielten "deckungsgleich" (Schnitt 1,282), Ronny Lindemann erreichte mit 1,923 einen Spitzenwert. Nur Markus Dömer, hinter dessen Aufstellung wegen einer Krankheit seiner Ehefrau ein Fragezeichen stand, unterlag.

Auch im zweiten Spiel musste Merklindes Nummer eins passen. Gegen Fehrbach kam der ABC-Crack überhaupt nicht zurecht. Vielleicht hatte er ja die Zitterpartie von Kuczorra im Gedächtnis, der mit einem Ball Unterschied siegte. Klein unterlag trotz einer stabilen Leistung (1,125). Konstant blieb Lindemann, der das 4:4 Remis mit einem Schnitt von 1,470 sicherte.

Den Sekt verdient

Fehrbach schien trotzdem durch den klaren Auftaktsieg im Vorteil. Merklindes Chancen auf die Titelverteidigung stiegen, weil Duisburg dem Veranstalter-Quartett an diesem Unentschieden-Tag einen Punkt abluchste. Den Merklindern, die sich im "Landauer Tor" einquartierten, war nun die Tür zum Titel weit geöffnet. Ein Sieg gegen Gelnhausen musste her. Wenn das so einfach wäre.

Denn Kuczorra verlor, doch Klein, Lindemann und endlich Dömer ("Ich musste ja auch mal gewinnen") ließen sich die Titelkrone am Sonntag nicht mehr aus den Händen reißen. Den Siegersekt hatten sie sich verdient und nach der gut 4-stündigen Heimreise, sollte in Merklinde noch so richtig ein Fass aufgemacht werden.

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