Der Landesligist SV Wacker Obercastrop hatte den 1. FC Kaan-Marienborn am Rande einer Niederlage. Dennoch lieferten die Wackeraner eine starke Leistung ab, wie unsere Einzelkritik beweist.

Obercastrop

, 13.09.2018, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das war ein langer Mittwochabend in der Erin-Kampfbahn. Der Landesligist SV Wacker Obercastrop wehrte sich im Westfalenpokal tapfer gegen den Regionalligisten 1. FC Kaan-Marienborn. Letztlich mussten die Obercastroper aber eine 4:6-Niederlage nach Elfmeterschießen hinnehmen. Das ist unsere Einzelkritik zum Spiel:

David Scholka: Der Wacker-Keeper war ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft. Während der regulären Spielzeit wurde er kaum gefordert, beim Gegentor war er machtlos. Im Elfmeterschießen mit großem Pech, als der eigentlich von ihm parierte Versuch doch noch mit viel Effet ins Tor kullerte.

Bastian Fritsch: Der zentrale Mann in der Abwehr. Fritsch war kaum zu überwinden, weder am Boden noch in der Luft. Wurde im Elfmeterschießen zum tragischen Helden. Seinen Schuss konnte der gegnerische Keeper abwehren – und aus war der Traum von der nächsten Runde.

Die Einzelkritik nach der Pokalniederlage des SV Wacker Obercastrop

Bastian Fritsch (hier mit der Kapitänsbinde) war gegen Kaan-Marienborn der Turm in der Schlacht. An ihm kam kaum jemand vorbei. © Jens Lukas

Marius Hoffmann: Im Verbund mit Fritsch sehr zweikampfstark. Traf kurz nach der Pause bei einem Versuch nur das Außennetz, in der Verlängerung ging sein Kopfball knapp vorbei. „Da kam ich leider nicht richtig hinter den Ball“, sagte er nach dem Spiel.

Moritz Budde: Er hatte eine kleine Unsicherheit nach wenigen Minuten, als er sich bei einer Flanke verschätzte. Das wurde nicht bestraft. Danach wie seine Abwehrkollegen souverän. Wurde mal einer überspielt, eilte sofort mindestens ein anderer zur Hilfe.

David Queder: Der rechte Außenverteidiger hielt seine Seite dicht. Er hatte vor allem in der ersten Halbzeit viel zu tun, da das Aufbauspiel von Kaan-Marienborn fast ausschließlich in seinen Tätigkeitsbereich fiel. Offensiv hätte er sich fast mit dem Siegtreffer belohnt, schoss aber über das Tor.

Maik Bothe: Auch er musste auf der linken Seite viel laufen und fiel im Vergleich zu den anderen Abwehrspielern in keiner Weise ab. Die Erfolgsquote im Zweikampf war bei allen hoch.

Mike Bednarek: Der Anführer. Schmiss sich in die Zweikämpfe, war überall zu finden. Übernahm Verantwortung, als er den Strafstoß zum 1:0 abgeklärt im Tor unterbrachte. Insgesamt ein sehr starker Auftritt.

Die Einzelkritik nach der Pokalniederlage des SV Wacker Obercastrop

Der Held in der 55. Minute: Mike Bednarek (weißes Trikot). Er traf vom Punkt zur 1:0-Führung. Vater Reimund sprintete nach dem Tor ins Vereinsheim: „Jetzt muss ich eine Runde ausgeben“, sagte er. © Volker Engel

Julian Ucles Martinez: Für ihn gilt das gleiche wie für Bednarek. Der Mittelfeldspieler machte die Räume eng, half aus, um zu doppeln, fing viele Bälle ab.

Serhat Can: Reihte sich nahtlos in die gute Defensivarbeit im Mittelfeld ein. War im Pokalspiel auch für das Grobe verantwortlich. Sorgte mit einer technisch versierten Aktion an der Außenlinie für einen Aufschrei bei den Zuschauern.

Linus Budde: Der Nachwuchsstürmer musste in vorderster Front viel Pressingarbeit leisten. Brauchte etwas Zeit um ins Spiel zu kommen, dann mit zwei Chancen zur Führung kurz vor und nach der Pause. Entkräftet ging Budde nach knapp einer Stunde vom Feld.

Sascha Schröder: Vier, fünf gute Möglichkeiten hatte Schröder an diesem Abend. Die Beste sicherlich, als er in der 36. Minute völlig frei auf den Keeper zuläuft. Insgesamt glücklos im Abschluss.

Die Einzelkritik nach der Pokalniederlage des SV Wacker Obercastrop

Sascha Schröder stellte in der Offensive des Öfteren seine Sprintgeschwindigkeit unter Beweis. Im Abschluss blieb er allerdings ohne Erfolg. © Volker Engel

Nick Hubner: Die erste Einwechseloption. Hatte genug Chancen, das Spiel zu entscheiden.

Robin Franke: Nach seiner Einwechslung im Vergleich zu Hubner unauffällig, hätte häufiger seinen Geschwindigkeitsvorteil ausspielen können.

André Pape: Der Routinier kam in der 84. Minute für Serhat Can. Pape griff noch einmal ganz tief in seine jahrzehntelange Fußball-Trickkiste, als er einen gekonnten Fallrückzieher zeigte.

Christian Breitag: Wurde erst kurz vor Schluss der Verlängerung eingewechselt. Trotzdem mit der größten Möglichkeit. Nach einem Querpass traf er aus bester Schussposition nur seinen Gegenspieler. Der Schlussmann der Siegerländer wäre wohl geschlagen gewesen.

Die letzten Minuten der Verlängerung und das komplette Elfmeterschießen gab es am Mittwochabend live auf unserer Facebook-Seite Sport in Castrop-Rauxel zu sehen:

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