Die Hallenregeln: Darauf müssen die Spieler bei der Hallenstadtmeisterschaft achten

mlzRobert Mathis Cup

Die Fußballer müssen sich Jahr für Jahr für zwei Tage an die Regeln in der Halle gewöhnen. Bei der Hallenstadtmeisterschaft sorgen diese immer wieder für Diskussionen.

Castrop-Rauxel

, 23.12.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der Fußball in der Halle hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Früher gab es weniger Regeln, der Fußball wurde vom großen Feld einfach auf die Halle übertragen. Doch seit einigen Jahren müssen die Spieler und Schiedsrichter mit neuen Regeln klarkommen.

Mittlerweile sind nämlich einheitliche Regeln in der Halle vorgeschrieben. Die Bestimmungen für Hallenfußballturniere legen genau fest, wie beispielsweise bei der Hallenstadtmeisterschaft gespielt und gepfiffen werden muss. Das Spiel ähnelt nun immer mehr dem hierzulande noch eher unpopulären Hallenfußball „Futsal“.

Die Hallenregeln: Darauf müssen die Spieler bei der Hallenstadtmeisterschaft achten

Nach der Einführung der neuen Regeln sorgten diese in den vergangenen Jahren immer wieder für viele Diskussionen zwischen Spielern und Schiedsrichtern. Auch die Referees hatten es nicht leicht. „Der Kreisschiedsrichterausschuss legt Wert darauf, dass wir die Hallenregeln einmal komplett durchgehen. Jahr für Jahr gibt es neue Änderungen“, sagte der Schiedsrichter Leo Exuzidis, ebenfalls zuständig für die Pressearbeit des Kreisschiedsrichterausschusses Herne, bereits während unseres Livestreams bei den Titelkämpfen im Januar 2019.

Situationen werden in der Halle schneller abgepfiffen

Die Arbeit sei für die Schiedsrichter nicht immer einfacher, da in der Halle viele Zweikämpfe in sehr kurzer Zeit aufeinander folgen. „Es gibt in der Halle Situationen, die man auf dem Feld tendenziell eher laufen lassen würde, beispielsweise wenn der Spieler den Körper reinstellt“, so Exuzidis.

Auch beim kommenden Turnier am 4. und 5. Januar in der WBG-Sporthalle wird es wieder viele Diskussionen unter den Spielern, Schiedsrichtern, aber auch den Zuschauern geben.

Wir geben einen Überblick über die Regeln in der Halle:

  • Gespielt wird beim Robert Mathis Cup in der WBG-Sporthalle stets mit vier Feldspielern und einem Torwart pro Team. Es darf fliegend gewechselt werden, allerdings müssen die Teams aufpassen, keinen Wechselfehler zu begehen. Heißt: Wenn der Ball gespielt wird, darf kein zusätzlicher Spieler noch auf dem Feld sein, ansonsten droht eine Verwarnung.
  • Die Wand auf der gegenüberliegenden Seite der Zuschauertribüne darf in das Spiel miteinbezogen werden. Wenn der Ball allerdings über die Markierung auf Höhe der Basketballkörbe fliegt, entscheidet der Referee auf einen Einkick von der Seitenlinie. Genauso kommt diese Regel zum Tragen, wenn der Ball den Basketballkorb, die Seile an der Wand oder die Decke berührt.



  • Statt mit einem normalen Fußball, spielen die Teams mit einem sprungreduzierten Ball – wie beim Futsal.
  • Die Schiedsrichter sprechen in der Halle Verwarnungen oder Zeitstrafen von zwei Minuten aus. Zudem können sie, wie auf dem Feld auch, Gelbe oder Rote Karten zeigen. Die in Unterzahl spielende Mannschaft kann ihr Team bereits vor dem Ende der zwei minütigen Zeitstrafe auffüllen, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt hat. Ebenso verhält es sich bei einem Feldverweis, allerdings darf derjenige Spieler, der die Rote Karte gesehen hat, im weiteren Verlauf des Turniers nicht mehr spielen. Zudem erwartet ihn eine Sperre durch das Kreissportgericht – auch für Feldspiele.
  • Eine der wohl wichtigsten Regeln betrifft die Gesundheit der Spieler: Grätschen sind in der Halle verboten. „Aber nur am Mann, man darf zum Beispiel den Ball ins Aus grätschen, wenn kein Gegner in der Nähe ist“, so Leo Exuzidis. Der Torwart ist von dieser Regel ausgenommen, aber nicht komplett. „Sofern die Aktion nicht fahrlässig, rücksichtslos oder übermäßig hart erfolgt“, heißt es in den Hallenfußballregeln des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW).

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  • Freistöße werden immer indirekt ausgeführt, Abstöße müssen den Torraum (Wurfkreis beim Handball) verlassen. Geht der Ball durch die verteidigende Mannschaft ins Toraus, gibt es wie auf dem Feld eine Ecke, durch die direkt ein Tor erzielt werden kann. Ebenso kann aus jeder beliebigen Entfernung ein Tor erzielt werden, mit Ausnahme durch einen Abwurf des Torhüters. Abseits gibt es in der Halle natürlich nicht.
  • Beim Anstoß kann der Ball in jede Richtung gespielt werden, allerdings wird seit Jahren in der Halle der sogenannte „Fair-Play-Anstoß“ durchgeführt. Der Ball wird erst zum Gegner gespielt, der das Leder dann zurückpasst. Quasi ein Doppelpass mit dem Gegner.
  • Um ein Zeitspiel zu verhindern, gibt es die „Vier-Sekunden-Regel“. Diese gilt bei Eckstößen, Freistößen, dem Einkick von der Seite, Abstößen und wenn der Torwart den Ball am Fuß oder in der Hand hat. Wird der Ball nicht innerhalb der vier Sekunden gespielt, führt das gegnerische Team ebenso das Spiel fort, also gibt es beispielsweise bei einem nicht erfolgten Freistoß, einen Freistoß für den Gegner. Die Zeitvorgabe beginnt aber erst, sobald die ausführende Mannschaft in der Lage ist, das Spiel fortzusetzen.
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