Die Handballer und Fechter müssen monatelang auf ihr Wohnzimmer verzichten

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Die Türen der Habinghorster Halle an der B235 werden für über vier Monate geschlossen sein. Das wird die Sportler in dieser Phase nerven. Dafür bekommen sie aber etwas Neues geboten.

Habinghorst

, 13.03.2019, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der offizielle Beginn der Osterferien am Montag, 15. April, wird alle Schüler freuen. Den Handballern des TuS Ickern sowie den Fechtern des OFC Castrop-Rauxel bereiten die Tage und Wochen danach allerdings Kopfzerbrechen. Denn die Habinghorster an der Sporthalle an der B235 – ihr Wohnzimmer – bleibt für vier Monate und zwei Wochen dicht – bis zum Ende der Sommerferien.

Baujahr 1982

Denn es stehen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der Sportstätte an. Jochem Manz, der Pressesprecher des Kreises Recklinghausen (Baulastträger der Halle), berichtete: „Es werden eine moderne Deckenstrahlheizung sowie eine LED-Beleuchtung eingebaut.“ Die derzeitige Anlage sei in die Jahre gekommen. Die Sporthalle wurde 1982 eingeweiht, also vor 37 Jahren. Die Investitionssumme liegt bei 1,1 Millionen Euro. Davon werden 861.000 Euro durch Fördergelder aus Düsseldorf aufgefangen. Dazu nimmt der Kreis das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz in Anspruch. Der erste eingetragene Nutzer der Sporthalle ist das Berufskolleg. Manz: „Es wird wohl zu Unterrichtsausfall in dem Zeitraum kommen. Die Schule arbeitet an einem Plan.“

Die Habinghorster Sporthalle an der B235 wurde im Oktober 1982 eingeweiht und seitdem mehrfach saniert.

Die Habinghorster Sporthalle an der B235 wurde im Oktober 1982 eingeweiht und seitdem mehrfach saniert. © Jens Lukas

Der OFC Castrop-Rauxel stellt traditionell sein großes Fechtturnier um den Castroper Husar sowie einen Ranglisten-Wettbewerb in der großen Halle Ende Mai oder Anfang Juni in Habinghorst auf die Beine. Das geht in diesem Jahr wegen der Sanierung nicht. OFC-Pressewartin Lisa Burghardt erklärte: „Wir peilen jetzt den Herbst an, um das Turnier auszurichten.“

Die Handballer und Fechter müssen monatelang auf ihr Wohnzimmer verzichten

© Recklinghäuser Zeitung


„Die aktuelle Deckenheizung und Beleuchtung sind fast 40 Jahren alt.“
( Jochem Manz, der Pressesprecher des Kreises Recklinghausen)

Trotz Heimrechts müssen die Kreisliga-Handballer des TuS Ickern mit Trainer Ralf Utech zweimal in fremder Halle spielen: am Sonntag, 28. April, gegen den SV Westerholt 2 in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule sowie zum Saisonkehraus am Sonntag, 12. Mai, bei der Begegnung mit dem VfL Hüls in der ASG-Sporthalle an der Schillerstraße.

Unterdessen steht laut Utech noch nicht fest, in welchen Hallen und zu welchen Zeiten seine Mannschaft während der Schließung trainieren kann. Ralf Utech befürchtet ein eher sub-optimales Vorbereitungstraining für die neue Saison 2019/20.

Die Bezirksliga-Handballerinnen des TuS gehen für nur einmal ein Heimspiel fremd. Sie laufen am Sonntag, 5. Mai, gegen die DJK Oespel-Kley in der ASG-Halle auf. Die Ickerner Nachwuchs-Teams werden im April und Mai ihre Qualifikationspartien für die neue Saison allesamt auswärts bestreiten müssen.

Einweihung mit Football-Team

Zuletzt rückte die Sporthalle im Jahr 2016 in den Mittelpunkt. Damals wurden die Gewerke Lüftung, Heizung und Sanitär sowie die dazugehörige Steuerungs- und Regelungstechnik komplett saniert. Die Maßnahme kostete knapp 400.000 Euro.

Ende Oktober 1982 war die Halle an der B235 mit einem Sportfest der Sportjugend im Stadtsportverband eingeweiht worden. Hier standen die Endspiele der Juniorenfußball-Stadtmeisterschaften auf dem Programm. Und es kam ein besonderer Gast in die Europastadt: das American Football-Team Herner „Tiger“, das auch in Castrop-Rauxel populär war.

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