„Die Jungs haben Bock“ – ein weiteres Team aus Castrop-Rauxel steigt auf

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Sechs Castrop-Rauxeler Fußballteams durften in dieser ungewöhnlichen Saison bereits Aufstiege feiern. Jetzt ist noch eine siebte Mannschaft hinzugekommen.

Castrop-Rauxel

, 19.06.2020, 11:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Abbruch der Saison 2019/20 durften sich zunächst vier Mannschaften über Aufstiege freuen: der SV Wacker Obercastrop, der FC Castrop-Rauxel, Eintracht Ickern und Victoria Habinghorst III. Dann kamen mit dem VfB Habinghorst II und VfR Rauxel noch zwei weitere hinzu. Und jetzt steigt auch noch ein siebtes Castrop-Rauxeler Team auf.

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Victoria Habinghorst spielt in der kommenden Saison in der Kreisliga A. „Das ist pure Freude“, sagt Trainer Danny Jordan nach der Entscheidung. Er habe einen Anruf vom 1. Vorsitzenden erhalten. Der hatte bei den Kreisverantwortlichen nachgehört und die Bestätigung erhalten: Fortuna Herne II zieht seinen Aufstiegsplatz zurück.

Victoria-Coach Danny Jordan freut sich über den Aufstieg in die Kreisliga A.

Victoria-Coach Danny Jordan freut sich über den Aufstieg in die Kreisliga A. © Volker Engel

Das bestätigte Kreisfußballobmann Andreas Pelzing auch am Freitagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion. Am Donnerstag sei schriftlich der Verzicht von Fortuna Herne eingegangen, sagt Pelzing. Damit steigen die Habinghorster auf.

Herner Mannschaft überlegte lange

Die Herner Mannschaft sei sich lange nicht sicher gewesen, wie sie sich entscheiden werde, sagte der Vorsitzende von Fortuna Herne, Manfred Judel, noch am Anfang der Woche. Die meisten Spieler seien um die 40 und hätten lange überlegt, ob sie noch mal eine Liga höher spielen wollen. „Das ging hin und her. Die eine Hälfte war dafür, die andere dagegen“, sagte Judel.

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Man habe aufgrund der Aussagen aus Herne schon mit dem Aufstieg geliebäugelt, sagt Victoria-Coach Danny Jordan. Jetzt ist die Entscheidung also klar. Jordan teilte sie seinen Spielern gleich am Donnerstagabend beim Training mit.

„Wenn man direkt nach dem Abpfiff weiß, man steigt auf, ist die Euphorie natürlich noch mal eine andere, aber die Jungs haben sich gefreut und haben Bock auf die Kreisliga A. Wir haben drei Jahre daraufhin gearbeitet und jetzt hat es halt so geklappt.“

Jordan findet, der Aufstieg sei verdient

Der Aufstieg sei auch verdient, findet Jordan. Schließlich habe man nach der Hinrunde auf Platz Zwei gestanden und nur wegen des ersten verlorenen Rückrundenspiels einen schlechteren Quotienten gehabt. Jordan hält es da mit seinem Kapitän Jan Grenda. Der hätte gesagt: „Wer am Ende aufsteigt, hat es auch verdient.“

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Mit der neuen Liga ändert sich zwangsläufig auch die Zielsetzung des Vereins. Jetzt heißt sie nicht mehr Aufstieg, sondern Klassenerhalt. „Das ist natürlich eine Herausforderung. Wir müssen uns aber nicht verstecken und werden so weiterspielen wie bisher. Ich denke nicht, dass wir die Schießbude der Liga werden.“ Wichtig sei, gerade die Heimspiele für sich zu entscheiden, sagt Jordan.

Der Trainer korrigiert die Tor-Vorgabe nach unten

Vielleicht werden die Victorianer, sogar eher die Mannschaft, die die Liga zusammenschießt. Mit Dennis Teuber (101 Tore in der Saison 18/19) und Niklas Groß (70 Tore in der Saison 19/20) hat Habinghorst nämlich ordentlich Torgefahr im Sturm. Doch auch hier korrigiert Jordan die Ziele.

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Hatte er anfangs noch spaßeshalber gesagt, mit 70 Toren von jedem in der Saison würde er sich begnügen, korrigierte er diese Vorgabe mit dem Aufstieg in die neue Liga ein wenig nach unten. „Jetzt reicht es mir auch, wenn sie jeweils 50 Tore schießen“, sagt Jordan und lacht.

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