Die Spvg Schwerin muss vorerst kleinere Brötchen backen

mlzFußball-Bezirksliga

Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage im Topspiel beim FC Marl sind die zwei Mannschaften auf den Spitzenpositionen der Tabelle den Schwerinern schon sehr weit enteilt.

Schwerin

, 27.10.2019, 21:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball schreibt immer wieder schöne Geschichten. Diese müssen jedoch nicht unbedingt gerecht sein. So auch nicht die vom Topspiel der Bezirksliga 9 zwischen dem FC Marl (2.) und der Spvg Schwerin (4.). Die Castrop-Rauxeler Fußballer hatten ein Unentschieden verdient gehabt, kassierten aber eine 0:1-Niederlage – zu allem Überfluss noch durch ein halbes Eigentor.

Der zwölfte Spieltag hatte es in sich, da die vier Großen der Liga aufeinanderprallten. Dabei verlor Vestia Disteln (3.) am Freitagabend unter Flutlicht daheim mit 0:1 gegen den Erler SV (1.), der als einziger Klub der Liga unbesiegt ist. Für die Spvg Schwerin ging es am Sonntag darum, den Anschluss nach oben nicht vollends zu verlieren. Was leider nicht gelang.

Jetzt lesen

Mit nun neun Punkten Rückstand auf den Erler SV und acht Zählern auf den FC Marl ist der Abstand nach ganz oben schon erheblich geworden. Zumal Schwerin sogar schon ein Spiel mehr ausgetragen hat als der Erler SV und der FC Marl.

Starker Keeper Niemeyer


Die äußeren Bedingungen auf der Sportanlage in Marl hätten besser nicht sein können. Und der Gastgeber unterstrich sofort, dass er nicht gewillt war, der Spvg Schwerin die Punkte zu überlassen. Die erste Chance nach neun Minuten: Marls Torjäger Yannick Goecke tauchte frei vor Keeper Cedric Niemeyer auf, der ihm den Ball vom einschussbereiten Fuß wegschnappte. Das war die erste Glanztat, der Niemeyer einige weitere folgen ließ in den 90 Minuten.

Keeper ist machtlos


Völlig machtlos war Schwerins Torwart beim 0:1 (19.). Dario Gedenk zog einen Eckball scharf auf den kurzen Pfosten, ein Abwehrspieler machte den fatalen Fehler, einen Schritt nach vorne zu machen anstatt am Pfosten stehen zu bleiben. Er bekam den Ball an den Oberschenkel, von dort ging dieser an den Pfosten und ins Netz. „Wir schlagen uns immer wieder selbst durch so dumme Tore“, war Trainer Hasecke nach dem Abpfiff noch erzürnt.

Gefährlicher Freistoß von Wagener

Bis zur Pause verhinderte Torhüter Niemeyer weitere Einschläge, die durch Goecke drohten. Die einzige Torchance hatte Schwerin mit dem Halbzeitpfiff: Ein Freistoß von Kevin Wagener streifte die Querlatte. Ein völlig anderes Bild nach Wiederbeginn. Die Spvg spielte mutiger. Es brannte mehrfach lichterloh im Marler Strafraum. Mohamed El Marsi, Leon Chasanis und Raphael Rupieper fehlten bei den besten Chancen nur etwas Glück. Eine Großtat musste Keeper Niemeyer noch vollbringen, als in der Schweriner Schlussoffensive der Ball verloren ging. Ahmed Bakara lief allein auf ihn zu. Mit seinem Schuss scheiterte er aber am linken Fuß des Torwarts.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt