Die Spvg Schwerin plant ein Stickeralbum zum Jubiläum - und alle sollen mithelfen

Sammelalbum

Dennis Hasecke, Andre Pape und Stefan Fels als Klebebildchen - wovon sie als Kinder vielleicht geträumt haben, wird bald Wirklichkeit. Das sind die Pläne der Spvg Schwerin.

Schwerin

, 23.10.2019, 17:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Spvg Schwerin plant ein Stickeralbum zum Jubiläum - und alle sollen mithelfen

So, wie in unserer Montage, könnten die Klebebildchen der Spvg Schwerin aussehen. Hier beispielhaft mit den Spielern Andre Pape und Stefan Fels sowie Trainer Dennis Hasecke. © Grafik: Leonie Sauerland

Welches fußballbegeisterte Kind hat sie früher nicht gesammelt? Gemeint sind die kleinen Klebebildchen der Profifußballer, die gesammelt und in ein Heft geklebt wurden.

„Tausche Miroslav Klove gegen Andreas Möller“, hieß es früher beispielsweise auf den Schulhöfen. Heißt es bald auf Schwerin: „Tausche Marco Taschke gegen Peter Wach“?

„Auf die Idee bin ich auf Facebook gestoßen, dort habe ich eine Werbeanzeige zu diesem Thema gesehen“, sagt Schwerins Betreuer Daniel Komorek. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Spvg Schwerin habe sich der Verein viele Gedanken gemacht, wie das Jahr 2020 gestaltet werden soll.

Das sind die ersten Gedankenspiele zum Jubiläum

Fix geplant ist allerdings noch nicht viel. „Es wird mit Sicherheit auch verschiedene Spiele geben, beispielsweise ist es eine Idee, die aktuelle erste Mannschaft gegen die Schweriner Altstars spielen zu lassen“, so Daniel Komorek.

Doch das wohl größte Projekt soll ein Sticker-Sammelalbum werden. Mit allen Spielern von der ersten Mannschaft bis zu den Minikickern über den Altherren bis hin zum Vorstand und auch dem einen oder anderen Zuschauer.

Vereinsgeschichte

1920 liefen die Sportfreunde in Schwerin auf

  • Gegründet wurde der Fußballverein im Ortsteil Schwerin im Jahr 1920 unter dem Namen „Fußballverein Sportfreunde Schwerin“. Auf dem Holzplatz der ehemaligen Zeche Graf Schwerin wurde der erste Bolzplatz errichtet, es folgte der Bau des Sportplatzes „An der Linde“.
  • Nach dem zweiten Weltkrieg durfte der bisherige Name des Vereins aufgrund eines Militärerlasses nicht mehr getragen werden, sodass der Verein als „SV Blau-Gelb Castrop“ beim Westfälischen Fußballverband gemeldet wurde.
  • Ausgerechnet im Jahr des 50-jährigen Jubiläums konnten die Schweriner keine komplette Mannschaft stellen. Zusammen mit der DJK Markomannia einigte sich der Klub auf eine Fusion, der Verein lief nun unter den Namen „Spielvereinigung Blau-Gelb Castrop 20/26“ auf.
  • Im Jahr 1979 wurde der Vereinsname in „Spielvereinigung Blau-Gelb Schwerin 20/26“ geändert.

Dazu soll es einen historischen Teil im Album geben - und dafür brauchen die Schweriner Unterstützung. „Wir suchen nach Bildern aus der Entstehungszeit des Vereins. Vielleicht hat die ja jemand, beispielsweise ein Nachfahre von einem Gründungsmitglied“, sagt Daniel Komorek.

Auch Urkunden, Ehrennadeln oder alte Trikots werden am Schweriner Grafweg gerne gesehen. „Besonders toll wären Trikots aus den Verbandsliga-Zeiten“, so Komorek.

So wollen die Schweriner die Andenken sammeln

Die Schweriner wollen diese Andenken zunächst einmal an zwei Terminen: am Freitag, 8. November, und am Freitag, 29. November, jeweils ab 19 Uhr im Vereinsheim. „Wir hoffen, dass viele Alteingesessene zum Grafweg kommen. An den Abenden entstehen sicherlich auch viele tolle Gespräche unter früheren Kollegen“, sagt Komorek.

Die Andenken an frühere Schweriner Zeiten sollen dann im kommenden Jahr für das Stickeralbum fotografiert werden, um auch einen Platz im Album zu bekommen. Der Verein könne laut Betreuer Komorek, das Album mit dem Hersteller komplett nach eigenen Wünschen erstellen.

Zwei Vereine haben es den Schwerinern bereits vorgemacht

Die Schweriner sind nicht der einzige heimische Verein, der seine Spieler und Vorstandsleute in einem Sammelalbum verewigt. Bereits im Jahr 2017 stellte der TuS Henrichenburg ein Heft auf die Beine, abgelichtet wurden die Vereinsmitglieder dafür in der Fußball-Halle Soccerfive.

Beim VfB Habinghorst herrschte im vergangenen Jahr das Sammelfieber. VfB-Spielertrainer Marc Olschewski sagte damals mit einem Lächeln nach den ersten Verkaufstagen: „Ich hab mich selbst - das reicht.“ Eine Aussage, die die Schweriner Spieler wahrscheinlich auch künftig treffen wollen.

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